Spendenaufruf
Die Jungen Piraten in Mannheim sprechen sich entschieden gegen die Kürzungen bei den Mannheimer Jugendzentren aus. Durch die Kürzungen beim Personal fallen viele Angebote der Jugendzentren weg.
“Jugendzentren geben vielen Jugendlichen Möglichkeiten sich zu beschäftigen. Gerade für Kinder und Jugendliche von Eltern mit niedrigem Einkommen ist es ein Schlag ins Gesicht. Sie werden so von der Gesellschaft ausgegrenzt, weil sie sich kostenpflichtige Angebote nicht leisten können”, so Lukas Martini, Organisator der Mannheimer Jungen Piraten. “Gerade ein sozialdemokratischer Bürgermeister sollte eine solche Entwicklung nicht fördern!”
Deshalb beteiligen sich die Jungen Piraten in Mannheim am Protest und werden in den nächsten Tagen tatkräftig beim Sammeln von Unterschriften mithelfen und ebenfalls das Gespräch mit Mitglieder des Stadtrates und der Bürgermeisters suchen.
Die Jungen Piraten sind ein bundesweit tätiger Verein nahe der Piratenpartei Deutschland und vertritt die Meinungen junger Menschen im digitalen Zeitalter. Unter dem Dach der Jungen Piraten sammeln sich vor allem politisch interessierte Jugendliche. Sie haben bundesweit etwa 320 Mitglieder, von denen sich zehn bei der Mannhemer JuPi-Crew engagieren. Sie treffen sich jeden ersten und dritten Sonntag des Monats um 14 Uhr im Raumzeitlabor [1].
[1] http://raumzeitlabor.de/wiki/Anfahrt
Auch die Jungen Piraten mischen sich in die Debatte um den Jugendmedienschutzstaatsvertrag ein und haben heute eine Stellungnahme zu dem Vertragsentwurf in das Medienreferat der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz gesendet. Die Stellungnahme kann hier als PDF eingesehen werden.
Stellungnahme der Jungen Piraten als PDF
Schon der Versuch von Frau von der Leyen, das Internet zu zensieren, hat nicht funktioniert. In bester Tradition zu dem von Bundespräsident Köhler nicht unterschriebenem Zugangserschwernisgesetz haben die CDU verseuchten Landesmediensanstalten einen neuen Entwurf der strukturierten Zensur des Internets erarbeitet. Dieser Entwurf, der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, weist fatale inhaltliche Mängel auf: So sollen unter anderem alle Inhalte mit einer Alterskennzeichnung versehen werden, die Einhaltung der Kennzeichnung von den Zugangsanbietern kontrolliert und bei Nichtkennzeichnung die Seite nicht angezeigt werden.
Der Vertragsentwurf sieht vor, dass Inhalte mit einer Alterskennzeichnung versehen werden und nur den Internetbenutzern angezeigt werden, die das entsrechende Alter erreicht haben. Wie diese Alterskennzeichnung erreicht werden soll, welche Kriterien angelegt werden und wie das technisch gelöst werden soll – darüber herrscht großes Schweigen. Insgesamt sind die Forderungen des Vertrages für Hobbyblogger nicht erreichbar.
Julia Reda, Mitglied des Vorstands der Junge Piraten, ist entsetzt: “Durch die erzwungene Alterskennzeichnung werden viele kritische deutsche Inhalte aus dem Netz verschwinden, durch die Filterung internationale Inhalte nicht mehr wahrgenommen.” Für die Junge Piraten ist dieser Staatsvertrag ein Angriff auf die Presse- und Informationsfreiheit. “Hier wurde mal wieder nicht verstanden, wie das Internet funktioniert”, so Julia Reda abschließend.
Auch das Gleichsetzen von Bloggern mit professionellen Dienstanbietern und die Verpflichtung, benutzergenerierte Inhalte (zum Beispiel Kommentare oder Einträge in Gästebüchern) wie redaktionelle Inhalte zu behandeln und sie somit für diese verantwortlich zu machen, ist in der Praxis nicht realisierbar – es besteht die Befürchtung, dass der Betrieb der Seiten eingestellt wird oder die Betreiber in die Illegalität gedrängt werden.
Zusätzliche Pflichten der Zugangsanbieter und Serveranbieter bestehen nun also in der Kontrolle der Inhalte der von ihnen ausgelieferten Seiten – eigentlich eine Aufgabe der Justiz.
Das Problem, das mit diesem Vertrag versucht wird zu lösen, ist ein ganz anderes: Die Angst davor, dass Kinder und Jungendliche Inhalte konsumieren, die nicht für sie geeignet sind. Es ist aber nicht Aufgabe der Zugangs- oder Dienstanbieter, dies zu kontrollieren, sondern die der Eltern. Heiko Herberg, kommissarischer Vorsitzender der Junge Piraten, spricht sich daher vehement gegen die Pläne aus: “Jugendschutz auf die Schultern der Inhalts- und der Zugangsanbieter auszulagern ist der falsche Weg. Viel mehr sind hier die Eltern gefragt, die ihre Kinder vor dem Computer oder auch Fernseher parken anstatt sich sinnvoll mit ihnen zu beschäftigen.” Schliesslich sind genau diese für den Medienkonsum ihrer Kinder verantwortlich.
Insgesamt wird also dieser Vertragsentwurf von den Junge Piraten, in seiner jetzigen Form, abgelehnt. Vielmehr muss in Aufklärungsprogramme für Eltern, mit dem Ziel der größeren Medienkompetenz, investiert werden.
In diesem Zusammenhang unterstützen die Jungen Piraten auch die Online-Petition “Datenschutz – keine Zulassung von Ganzkörper-Scannern”. [5] Bis heute, dem 24.01.2010, haben sich über 10.000 Menschen dieser Petition angeschlossen.
Ahoi!
2009 war ein ereignisreiches Jahr für die Jungen Piraten. Nicht nur, dass in diesem Jahr die Jungen Piraten erst gegründet wurden. Nein! Sie sind auch innerhalb von knapp neun Monaten auf über 300 Mitglieder angewachsen.
Die Idee, die hinter den Jungen Piraten steht, musste in eine funktionstüchtige Form gebracht werden. So standen die letzten Wochen beispielsweise ganz im Zeichen viel interner Arbeit.
Die Jungen Piraten sind nun bereit, sowohl inhaltlich zu arbeiten als auch Aktionen durchzuführen.
Insgesamt haben neben der Gründungsversammlung in Wiesbaden, in der unser erster Vorstand gewählt wurde, zwei weitere Bundesmitgliederversammlungen stattgefunden.
Auf der ersten Bundesmitgliederversammlung wurde ein neuer Vorstand gewählt, während auf der folgenden BMV die Satzung angepasst wurde, um die Voraussetzungen für eine Vereinsgründung zu schaffen.
Es finden regelmäßig Stammtische in verschiedenen Regionen der Bundesrepublik statt. Auch haben sich bereits die ersten Landesverbände in Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gegründet.
Insgesamt haben wir somit die Segel in Richtung Zukunft gesetzt.
Einen Dämpfer für den frischen Wind stellen die hohen Schulden dar, welche durch die erste BMV in Frankfurt entstanden sind. Selbstverständlich stehen die Jungen Piraten zu diesen Schulden und haben aus ihrem Fehler gelernt. Ein strikter Sparkurs so wie ein öffentlicher Spendenaufruf waren die Folge.
Natürlich lassen wir uns nicht entmutigen! Einige erfolgreiche Aktionen haben wir seitdem gemacht. Zuletzt war dies unser Stand auf der NorthCon, der sowohl von Besuchern als auch Veranstaltern sehr gut angenommen wurde.
Auch im Jahr 2010 haben die JuPis viel vor!
So soll beispielsweise im Februar, auf einer außerordentlichen Bundesmitgliederversammlung in Hannover, ein neues Logo gefunden werden.
Ende März werden einige Mitglieder der Jungen Piraten dem Förbundskongress der schwedischen UngPirat beiwohnen und unsere internationalen Kontakte weiter pflegen.
Und für den Sommer ist, neben zahlreichen anderen Aktionen, ein JuPi-Camp geplant.
Der Vorstand wünscht allen Jungen Piraten, Freibeutern und sonstigen Wasserratten ein gutes und erfolgreiches Jahr 2010!
Bekanntermaßen weilen die Jungen Piraten auf der NorthCon – und mit Ihnen im Gepäck das Gläserne Mobil und ein SNES. Was liegt da näher, als das wundervolle FSK 18 Spiel Super Mariokart im Turnier zu spielen, und zwar IM Gläsernen Mobil, dass draussen vor dem Eingang der NorthCon steht. Pirate Gaming organisiert das für die Jungen Piraten. Zu Gewinne (ausser Ruhm und Ehre) gibt es ein Piratenset bestehend aus
2ter und 3ter Preis ist ein bisschen weniger
Insgesamt steht der Spaß im Vordergrund. Gespielt wird im KO System im Deathmatch
Die NortCon-Fahrer freuen sich auf dieses Turnier und wünschen jetzt schon allen Teilnehmern viel Spaß.
Der Termin rückt näher, es ist nicht mehr lang bis zur NorthCon, Deutschlands größter LAN-Party. Mit am Start: die Jungen Piraten und die Jungs von Pirate Gaming.
Vom Freitag, dem 18.12.2009 bis zum Sonntag, 20.12. wird in Neumünster bei Hamburg wieder gedaddelt, gezockt – einfach nur Spaß gehabt. Von Fun-Games bis hin zu Turnieren mit Sachpreisen ist alles dabei – und neue Bekanntschaften sind bei bis zu 2337 Teilnehmern ebenfalls garantiert!
Allerdings sind nur noch wenige der Plätze verfügbar, schnelles Anmelden ist gefordert.
Es finden Turniere aller Gattungen und Arten statt – ob Counterstrike, Call of Duty, FIFA 2009, Pro Evolution Soccer, Trackmania Nations Forever, Team Fortress 2, Battlefield 2, Warcraft III, Blobbey Volley – alles, was das Herz begehrt, ist verfügbar.
Was nun die Jungen Piraten genau machen, was ein gläsernes Mobil, ein Waffeleisen und ein SNES damit zu tun haben, das müsst ihr schon selbst raus finden. Schaut einfach mal bei den Jungen Piraten vorbei.
Die LAN-Party ist wegen der gespielten Spiele ab 18, Preise liegen zwischen 35 und 79 Euro.
Alle weiteren Informationen unter www.northcon.de.
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Verantwortlich für diese Pressemitteilung: Bundespressestelle der Jungen Piraten
Presseanfragen bitte an presse@junge-piraten.de
Am Samstag, den 21.11.2009 findet ab 11 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz Wiesbaden eine Demonstration gegen die dort geplante, flächendeckende Videoüberwachung statt. Die Jungen Piraten unterstützen den Protest.
Seit 2003 wird der ?Platz der deutschen Einheit? videoüberwacht. Welchen Erfolg, wenn überhaupt, diese Anlage erbracht hat, lässt sich leicht anhand der dort erfassten Straftaten messen. Ignoriert man die Zahl der Schwarzfahrer, sind die registrierten Straftaten im Bereich des Platzes, trotz Kameras, von 2007 bis 2008 um 21 gestiegen (von 123 auf 144).
Nun sollen Anfang 2010 neue Kameras installiert werden. Nur der Aufbau wird die Stadt fast 200.000 Eur kosten – Finanzmittel, die dringend in der Bildung oder im Sozialhaushalt gebraucht werden.
Das vorgebliche Ziel der Videoüberwachung ist es, die Sicherheit auf dem Bahnhofsareal zu erhöhen. Kritiker sagen jedoch offen, dass unliebsame Gruppen verdrängt werden sollen. Der CDU-Politiker Andreas Knüttelwürde es durchaus begrüßen, wenn die Punker verschwinden: “Ich hätte nichts dagegen, wenn es sich so auswirkt.”
Die Videoüberwachung ist gestützt auf die Zahlen der Polizei, die den Vorplatz und den Bahnhof als ?”Kriminalitätsschwerpunkt” einstuft. Jedoch zeichnet die “?Brennpunkt”-Bilanz, der für das Jahr 2008 vom Bahnhofsareal gemeldeten Straftaten, ein anderes Bild: 139 von 244 Straftaten waren Ladendiebstähle, begangen im Bahnhof und somit auch künftig von den Kameras draußen nicht zu erfassen.
Julia Reda aus dem Bundesvorstand der Jungen Piraten findet es ungeheuerlich, wie hier mit Steuermitteln umgegangen wird: “200.000 Euro sind eine Summe, die man besser in Schulausstattung oder soziale Einrichtungen investiert. Beides ist für die Gesellschaft förderlicher als ein Platz, der von Kameras erfasst wird. Wir brauchen nicht mehr Überwachung, sondern mehr Bildung, Aufklärung und Präventionsprogramme.”
Pressekontakt: presse@junge-piraten.de
Nachdem im Juni 2009 in über einhundert Städten 270.000 Menschen auf die Straße gingen, um gegen die Zustände im Bildungssystem zu protestieren, ist es Zeit für eine Fortsetzung, denn: NICHTS ist passiert. Die Forderungen sind unerfüllt.
* selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungs- und Konkurrenzdruck ist NICHT gegeben
* freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren ist NICHT gegeben
* öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft u.a. auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe ist NICHT gegeben
* Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen ist NICHT gegeben
Deshalb unterstützen die Jungen Piraten den Aufruf des bundesweiten Bildungsstreik-Bündnisses [1]. Vom 17. November bis zum 10. Dezember, insbesondere am 17. November, sollen in Bezug auf die “Global Week of Action” Proteste mit Aktionen und Demonstrationen stattfinden.
Für den Fall, dass diese Proteste keine Wirkung zeigen, soll am 10. Dezember in Bonn die Kultusministerkonferenz blockiert werden und für die Zukunft weitere Proteste erdacht werden.
Die Jungen Piraten hatten bereits im Sommer zur Beteiligung an den Bildungsprotesten aufgerufen. [2] Wir hoffen dabei natürlich auch auf tatkräftige Unterstützung der Mitglieder der Piratenpartei, die Studenten oder Auszubildende sind. Nur gemeinsam und in großer Zahl kann Protest Erfolg haben!
[1] http://www.bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/
[2] http://www.junge-piraten.de/2009/06/09/jupis_unterstuetzen_bildungsstreik/