Wie gulli berichtet, sind nun leider auch die Grünen auf dem Pfade des Populismus angelangt und fordern fragwürdige Vorgehensweisen mit Ego-Shootern oder “Killerspielen”, wie sie liebevoll genannt werden. Wie wir bereits berichteten, wurde die Intel Friday Night Game von Nürnberg auf Karlsruhe verlegt, da die Stadt sich weigerte, dem Veranstalter Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Da dort unter anderem der First Person Shooter Counter-Strike gespielt werden wird, gelangt die Veranstaltung unter Beschuss der Spielegegner. Leider fühlen sich nun auch die Grünen dazu aufgefordert, ein Verbot für Spiele wie Counter-Strike zu fordern und stehen so auch der Intel Friday Night Game kritisch gegenüber:

“Wir haben große Bedenken gegen diese Art von Freizeitbeschäftigung. Spiele wie Counter-Strike verherrlichen Gewalt und verletzen die Würde der Menschen. Sie können bei exzessivem Gebrauch abstumpfen und bergen dann ein enormes Gefahrenpotential. Als Grüne fordern wir, dass die Stadt hier eindeutig Stellung bezieht”, so Lisbach und Segor.

Weiterhin zur Veranstaltung:

“Wir erwarten von der städtischen Gesellschaft KMK, dass sie in Zukunft vor der Vermietung einer Halle Informationen über deren geplante Nutzung einholt und gegebenenfalls die Räumlichkeit nicht oder nur unter Auflagen zur Verfügung stellt. Wenn es nach uns ginge, hätte Karlsruhe dem Intel Friday Night Game in der jetzt geplanten Form frühzeitig einen Riegel vorgeschoben, indem die KMK für diese Veranstaltung keine Halle zur Verfügung gestellt hätte.”

Bündnis 90/Die GRÜNEN scheinen nun also den gleichen Kurs wie CDU und SPD einzuschlagen. Dies bedauern die Jungen Piraten sehr, denn nun streben sie, ähnlich wie die Regierungsparteien, nur nach Placebolösungen und verdrängen das eigentliche Problem. Es sollte naheliegender sein, die Gründe für Amokläufe und Gewalt im sozialen Umfeld, den Schulen und deren Schülern sowie dem Elternhaus zu suchen und nicht bei Videospielen.

Sarah Linda, Junge Piratin zum Segelkurs der GRÜNEN:

“Ich finde es schade, dass jetzt auch die Grünen auf den Populismuszug der SPD und CDU/CSU aufspringen. Es kann doch nicht sein, dass ein Großteil der heutigen Jugend von Politikern als “Killerspielspieler” denunziert wird. Wo bleiben die Alternativen für mündige Wähler, die sich nicht unter dem Vorwand des Jugendschutzes von uninformierten Politikern bevormunden lassen wollen?”