Am 17. Juni 2009 fin­det bun­des­weit ein wei­te­rer Bil­dungs­streik statt, um auf die Mis­stände in der Bil­dungs­po­li­tik auf­merk­sam zu machen. Die JuPis betei­li­gen sich an die­sem Bil­dungs­streik. Mehr Infos  hier.

Auf­ruf zum Bil­dungs­streik 2009

Die der­zei­ti­gen Zustände und Ent­wick­lun­gen im Bil­dungs­sys­tem sind nicht wei­ter
hin­nehm­bar! Welt­weit sind Umstruk­tu­rie­run­gen aller Lebens­be­rei­che nicht mehr
gemein­wohlo­ri­en­tiert, son­dern den soge­nann­ten Geset­zen des Mark­tes unter­wor­fen. Seit ein paar Jah­ren ist auch das Bil­dungs­sys­tem in den Fokus sol­cher „Refor­men“ geraten:

Bil­dungs­ge­büh­ren und die Pri­va­ti­sie­rung tref­fen uns alle!
Die Finanz– und Wirt­schafts­krise zeigt deut­lich, dass die Aus­wir­kun­gen
wett­be­werbs­ori­en­tier­ter Ent­schei­dungs­kri­te­rien ver­hee­rend sind. In vie­len Län­dern pro­tes­tie­ren Men­schen dage­gen, so z.B. in Mexiko, Spa­nien, Ita­lien, Frank­reich undGriechenland.

In die­sem inter­na­tio­na­len Zusam­men­hang steht der Bil­dungs­streik 2009.
Der anhal­tende Pro­test gegen Stu­di­en­ge­büh­ren und Sozi­al­ab­bau in den letz­ten Jah­ren­hat bei den Ver­ant­wort­li­chen in Medien, Wirt­schaft und Poli­tik zu wenig Wir­kung gezeigt.

Des­we­gen rufen wir nun dazu auf, unsere demo­kra­ti­schen Rechte in Form eines bun­des­wei­ten Bil­dungs­streiks wahr­zu­neh­men. Hier wer­den plu­ra­lis­ti­sche Akti­ons­for­men (Demons­tra­tio­nen, Blo­cka­den, Beset­zun­gen etc.) ihren Platz fin­den. Wäh­rend einer bun­des­wei­ten Akti­ons­wo­che vom 15.-20.06.2009 wer­den wir gemein­sam mit Schü­le­rin­nen und Schü­lern im gesam­ten Bun­des­ge­biet demonstrieren.

Wir suchen das Bünd­nis mit vie­len gesell­schaft­li­chen Grup­pen, wie Gewerk­schaf­ten und sozia­len Bewe­gun­gen, die wir aus­drück­lich ein­la­den, mit uns zu pro­tes­tie­ren, denn wir sind über­all mit der glei­chen Poli­tik kon­fron­tiert: An der Hoch­schule, in den Schu­len und im Betrieb.

Ziel des Bil­dungs­streiks ist es, eine Dis­kus­sion zur Zukunft des Bil­dungs­ys­tems
anzu­re­gen. Des Wei­te­ren sol­len Mög­lich­kei­ten einer fort­schritt­li­chen und
eman­zi­pa­to­ri­schen Bil­dungs– und Gesell­schafts­po­litk auf­ge­zeigt und durch­ge­setzt werden.

Dem Ein­fluss der maß­geb­li­chen poli­ti­schen und ökono­mi­schen Inter­es­sen im
Bil­dungs­be­reich set­zen wir unsere Alter­na­ti­ven entgegen:

• selbst­be­stimm­tes Ler­nen und Leben statt star­rem Zeit­rah­men,
Leis­tungs­druck und Konkurrenzdruck,

• freier Bil­dungs­zu­gang und Abschaf­fung von sämt­li­chen Bil­dungs­ge­büh­ren
wie Stu­di­en­ge­büh­ren, Aus­bil­dungs­ge­büh­ren und Kita-Gebühren,

• öffent­li­che Finan­zie­rung des Bil­dungs­sys­tems ohne Ein­fluss­nahme der
Wirt­schaft unter ande­rem auf Lehr­in­halte, Stu­di­en­st­ruk­tu­ren und
Stel­len­ver­gabe und

• Demo­kra­ti­sie­rung und Stär­kung der Mit– und Selbst­ver­wal­tung in allen
Bildungseinrichtungen.

Wir, die Pro­jekt­gruppe Bil­dungs­streik 2009, rufen zur Bil­dung regio­na­ler und loka­ler Bünd­nisse auf. Bringt Euch in unsere bun­des­wei­ten Pla­nun­gen ein:

Ein ande­res Bil­dungs­sys­tem ist mög­lich – und drin­gend nötig!