Pres­se­mit­tei­lung des Ver­bands für Deutsch­lands Video– und Com­pu­ter­spie­ler (VDVC)

Die Nach­richt vom geplan­ten Vor­ha­ben des „Akti­ons­bünd­nis­ses Amok­lauf
Win­nen­den”, Spiele zu sam­meln, nur um diese anschlie­ßend zu ent­sor­gen,
wurde vom VDVC und zahl­rei­chen wei­te­ren Com­pu­ter­spie­lern mit Ent­set­zen
ent­ge­gen­ge­nom­men. Vor allem die Sym­bo­lik, wel­che von dem Vor­ha­ben
aus­geht, wird kritisiert.

Der VDVC begrüßt die Bemü­hun­gen des Akti­ons­bünd­nis­ses, Eltern auf­merk­sam
zu machen, dass nicht alle Medien für ihre Kin­der geeig­net sind.
Offen­bar fehlte aber bis­her eine sinn­volle Mög­lich­keit, was mit im
Haus­halt vor­han­de­nen, nicht kind­ge­rech­ten Spie­len pas­sie­ren soll. Diese
Lücke möchte der VDVC mit sei­ner Aktion „Video­spiele für Inte­gra­tion”
schlie­ßen: Anstatt aner­kann­tes Kul­tur­gut zu ver­nich­ten, wer­den beim VDVC
abge­ge­be­nen Spiele zuguns­ten der Inte­gra­tion eingesetzt.

Gemein­sa­mes Spie­len schafft bekannt­lich Freund­schaf­ten und trägt somit
zu einem bes­se­ren Mit­ein­an­der bei. Auch gegen­über Men­schen, denen die
Gesell­schaft oft mit Vor­ur­tei­len gegen­über tritt, kann so ein
posi­ti­ve­res Klima geschaf­fen wer­den: Spiele brin­gen von Natur aus
ver­bind­li­che Regeln mit sich. Durch das Befol­gen die­ser gemein­sa­men
Regeln wird eine Gemein­schaft unter den Spie­len­den geschaf­fen. Wäh­rend
die Regeln des Spiels nach Spie­lende ihre Gül­tig­keit ver­lie­ren, kann die
emo­tio­nale Bin­dung auch außer­halb des Spie­les erhal­ten bleiben.

So möchte der VDVC die abge­ge­be­nen Video­spiele im Sinne der
Ver­stän­di­gung ein­set­zen. Die Samm­lung star­tet vor­aus­sicht­lich am
Sams­tag, den 17. Okto­ber, ab 10:30 Uhr auf dem Schloss­platz Stutt­gart.
Dort wer­den im Rah­men einer Mahn­wa­che unter dem Titel „Video­spiele –
Men­schen ver­bin­den statt auf­het­zen” auch Spiele ange­nom­men wer­den. Für
den Zweck gut geeig­nete Spiele wird der VDVC direkt zuguns­ten der
Kom­mu­ni­ka­ti­ons­för­de­rung an ent­spre­chende Grup­pen wei­ter geben. Natür­lich
wird dabei auf den Jugend­schutz geach­tet wer­den: Die stren­gen Vor­ga­ben
der deut­schen Gesetze wer­den selbst­re­dend eingehalten.

Der VDVC ruft das „Akti­ons­bünd­nis Amok­lauf Win­nen­den”, Eltern und Gamer
auf, nicht genutzte Spiele einem sinn­vol­len Zweck zu stif­ten, anstatt
sie in den Müll zu wer­fen. Patrik Schön­feldt, stell­ver­tre­ten­der
Vor­stands­vor­sit­zen­der des VDVC, unter­streicht: „Die mas­sen­hafte
Ver­nich­tung von Kul­tur­gut könnte ange­sichts der Geschichte falsch
auf­ge­fasst wer­den. Einen sol­chen Fehl­tritt möch­ten wir nie­man­dem
wünschen.”

Ver­band für Deutsch­lands Video– und Com­pu­ter­spie­ler:
http://www.vdvc.de

Auf­ruf des Akti­ons­bünd­nis­ses Amok­lauf Win­nen­den:
http://www.memo-software.de/aaw/index.php/aktionen/148-familien-gegen-killerspiele

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Patrik Schönfeldt

Stellvertretender
Vorstandsvorsitzender

Verband für Deutschlands
Video- und Computerspieler
www.vdvc.de
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Die Jungen Piraten unterstützen die Intentionen des VDVC.