Klimaschutz mal richtig: Emissionen auf fast null!
Der WWF zeigt mit einer neuen Studie einen Weg auf, wie Deutschland einen wirklichen, überzeugenden Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Keine halbherzigen Versprechen und warmen Worte werden benötigt, sondern klare, überzeugende Taten.
Nach dem Plan wäre es möglich, den Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 um etwa 95 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Die Kosten liegen jährlich zwischen 0.3 und 0.6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes – also etwa ein Drittel bis zur Hälfte des derzeitigen Verteidigungshaushalts.
Natürlich sind dies nicht unbeträchtliche Anstrengungen, doch sie sind vertretbar: auf lange Sicht wären sie wahrscheinlich billiger als die stetig steigenden Energiepreise, von den Folgekosten des Klimawandels einmal ganz abgesehen. Die Folgewirkungen für andere Länder würde den Effekt der Einsparung um vieles vergrößern – die Chancen, eine Klimakatastrophe abzuwehren, würden steigen. Deutschland könnte die Rolle des Vorreiters in Sachen Klimaschutz übernehmen – als eines der größten Industrieländer.
Nötige Veränderungen
Gebäude
- Sofortige Auflage eines Programms zur Wärmedämmung – Wohnungen müssen so gedämmt und modernisiert werden, dass nahezu nicht mehr geheizt werden muss – technische Innovation und verbindliche Gesetze tun ihr nötiges: Der Heizwärmebedarf bis 2050 wird um fast 90% verringert. Ab 2020 wird kein neues Haus mehr Treibhausgase verursachen.
- Die restliche nötige Wärme würde über erneuerbare Energien, Fernwärme oder innovative Gastechnologen gedeckt.
- Resultat: Sinken der Emissionen von 212 Mio. t 2005 auf 3 Mio. t 2050.
Verkehr
- Autos müssen weiterhin drastisch optimiert werden – der Wunsch nach Mobilität wird nicht abnehmen. 2050 wird nur noch ein Drittel der heutigen Energie benötigt. Beiträge leisten strenge Grenzwerte und ein generelles Tempolimit von 120 km/h.
- Die meisten Autos werden entweder Elektro- oder Hybridfahrzeuge sein oder mit Biokraftstoffen betrieben werden.
- Der Anteil der Bahn am Gütertransport wird deutlich ansteigen – eine Verdreifachung auf einen Anteil von ¼ am Gesamtverkehr ist nötig. Dabei wird der Gesamtverkehr gegenüber 2005 um 80 Prozent anwachsen.
- Flugzeuge werden mit nachhaltig erzeugten Biotreibstoffen angetrieben
Energie
- Der Ausstoß von Treibhausgasen wird zwischen 2005 und 2050 um 96 Prozent zurückgehen – bei gleichzeitigem Atomausstieg.
- Voraussetzung ist eine effiziente Nutzung des Stroms in Haushalten, Industrie, Handel und Gewerbe. Der Bedarf sinkt um ein Drittel auf 3405 Terrawattstunden. Ebenso reduziert sich die Spitzenlast von 84 GW 2005 auf 54 GW 2050.
- Können erneuerbare Energien nicht schnell genug zum Einsatz kommen, so werden konventionelle Kohlekraftwerke ab 2025 mit Technologie zur Abtrennung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS) im Einsatz sein. Reduktion findet dann nur noch in Höhe von 93 Prozent statt. Kohlekraftwerke ohne CCS-Technologie werden nicht gebaut.
- Ohne CCS werden erneuerbare Energien 2050 einen Anteil von 84 Prozent haben, mit CCS lediglich 66 Prozent.
- Die Stromspeicherkapazitäten werden um das Sechsfache ausgebaut.
Weitere Informationen, so die komplette Studie oder auch Informationen über die Bereiche Elektrogeräte, Industrie und Landwirtschaft können weiterhin unter folgender Adresse eingesehen werden: http://www.wwf.de/themen/klima-energie/modell-deutschland-klimaschutz-2050/modell-deutschland-klimaschutz-2050-zentrale-ergebnisse/
Die Jungen Piraten meinen deshalb: wahrer, engagierter Klimaschutz geht über das heutige und die Programme der Bundesregierung weit hinaus. Deswegen sollte die Piratenpartei so bald wie möglich ein Programm beschließen, welches mindestens Ziele vertritt, die den oben gesteckten in ihrer Tragweite ähneln. Diese sind nicht idealistisch, sie sind von Experten berechnet. Sie sind möglich. Die Jungen Piraten rufen für einen kommenden Bundesparteitag zu einem derartigen Beschluss auf, denn einer jungen, zukunftsorientierten Generation muss Klimaschutz ein Hauptanliegen sein, genauso wie Freiheit in und außerhalb des Internets.
Ebenfalls rufen die Jungen Piraten die Politik auf, ihre Möglichkeiten mutig auszuschöpfen. Sei es im Inland, sei es in Kopenhagen – eine bessere Welt ist möglich!
Wir zählen darauf!
(Anm.: Dieser Artikel stellt die oben genannte Studie vor und nennt Möglichkeiten. Die Studie ist kein programmatischer Beschluss der Jungen Piraten. Ein programmatischer Beschluss, der einen Teil der Studie berührt, findet sich hier)


Heiko Herberg am Oktober 30th, 2009 um 20:52
Gut das wir hier nur eine Studie des WWF haben, denn von CCS halte ich gar nix…
DnC am Oktober 30th, 2009 um 21:37
Geht mir auch so – aber es ist selbst in der Studie nur der schlechtere Fall. Besser wären viele, viele erneuerbare Energien.
leodom am November 1st, 2009 um 04:13
CCS ist nicht das Wahre, und sicherlich schlechter als erneuerbare Energien.
Die Frage ist nur, ob man innerhalb von kürzester Zeit die gesamte Stromversorgung auf erneuerbar umbauen kann. Das wage ich zu bezweifeln, und in dem Fall ist CCS das kleinere Übel. Welche Alternativen gäbe es denn sonst auch ?
Heiko Herberg am November 1st, 2009 um 05:25
Die Alternative ist ganz einfach: Regenerative Energien massiv fördern, Punkt.
Denn das ist nur ein politisches Problem. In keinster Weise ein finanzielles oder technisches.
Die Technik um die GANZE Welt sauber zu machen gibt es schon lange.
Seit den 6 MW Windrädern und Solartürmen sind diese nun auch endlich rentabel.
Wir sprechen hier für Deutschland von Investitionen im Bereich von einigen Milliarden €
Hört sich erst einmal nach richtig viel Geld an und ist es auch.
Doch die Kosten die wir in der Energieproduktion dadurch einsparen sind auf Dauer enorm.
Genaue Berechnungen hierzu gibt es von Czisch.
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Amy am November 4th, 2009 um 18:50
Oho, die WWF-Nazis sagen …
dann muß der autoritätsgläubige Lemming aber strammstehen und auf weitere Befehle warten.
WWF-Studie, aber jetzt ernsthaft:
” (…) die Umweltorganisation “World Wide Fund for Nature” (WWF) hat gemeinsam mit der Europäischen Kommission eine brisante Studie über die Zerstörung von Tropenwäldern durch Multinationale Holzkonzerne drei Jahre lang geheimgehalten.
… werden in der Untersuchung Firmen namentlich genannt, die sich mit Bestechung und Einschüchterung häufig illegal Zugang zu Regenwaldgebieten verschafft hätten. Die Studie beschuldige auch die Weltbank und den Internationalen Währungsfond, sie würden Länder zwingen, ihre Wälder für schnelles Geld auszubeuten, um Schulden bei den westlichen Staaten bezahlen zu können. … ”
http://emanzipationhumanum.de/deutsch/wto013.html
WWF, wer hat’s gegründet? Der SS-Prinz “Zyklon-Bernhard”, der bei den Nazis als SS-Offozier mit Herstellung und Vertrieb von Zyklon-B befaßt war. Da staunt der Lemming (“Sheeple”).
http://freenet-homepage.de/Der-Maulwurfhuegel/wwf-info-2.htm
Der Informationsstand bezgl. politischer / historischer Bildung bei manchen Piraten ist eine Katastrophe. Auch der wohlwollende Beobachter muß denken, daß ein paar spätpubertierende bildungsferne Ökolemminge die Meinungshoheit anstreben.
Da staunt der Bildungsferne:
Von 1998 bis 2008 ist die globale Temperatur um 0,2°C zurückgegangen.
Die Nordhalbkugel hat sich um 0,1°C, die Südhalbkugel sogar um 0,3°C abgekühlt.
Das sind belastbare Zahlen vom Hadley Center.
Welche belastbaren Zahlen liegen der “Church of Global Warming” denn vor?
Amy am November 4th, 2009 um 18:54
Nachtrag – Klimaschutz mal richtig: 100.000.000 US$
” … der eigentliche Grund für die Anhörung von Al Gore im Kongress. Es sollte die Frage der Kosten für den globalen Handel mit CO2-Zertifikaten untersucht werden sowie geklärt werden, inwieweit Al Gore persönlich von diesem Handel profitiert. Schließlich ist er mit seiner Firma Generation Investment Management einer der großen Gewinner des Geschäftes mit den „Verschmutzungsrechten“. Diese Aktivitäten haben dem Träger des Friedensnobelpreises bislang etwa 100 Millionen Dollar eingebracht. In Anbetracht der geplanten weiteren Ausweitung des „Handels mit heißer Luft“ ist Al Gore wohl auf dem besten Weg, der erste CO2-Milliardär zu werden. …”
http://www.readers-edition.de/2009/05/19/klimawandel-neues-aus-dem-kuriositaetenkabinett/
Georg am November 4th, 2009 um 23:56
CO2 ist nicht an dem Klimawandel schuld, diesem gab es schon IMMER ! Wir sollten aus dem Gund schnellstmöglich auf natürliche Energiequellen umsteigen, da diese frei sind und nicht privatisiert werden können -> jedes Land hat eine faire Chance. Vorschläge gibt es bereits schon genug, siehe The Venus Project.
fake am November 9th, 2009 um 14:56
Tempolimit auf deutschen Autobahnen? kommt nie durch…
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