Heute vor einem Jahr, am 11. März 2009, wurde Win­nen­den zum Ort eines schreck­li­chen Vor­gan­ges. 13 Schü­le­rin­nen und Schü­ler wur­den in der Schule, drei wei­tere Men­schen auf der spä­te­ren Flucht erschos­sen, dar­un­ter auch der 17-jährige Täter. Für die Ange­hö­ri­gen und Nahe­ste­hen­den, für die Men­schen des Ortes, ist dies eine schreck­li­che Tra­gö­die, die noch lange brau­chen wird, um ver­ar­bei­tet zu werden.

Für uns als Junge Pira­ten sollte die­ser Tag zum Anlass genom­men wer­den, auch ein wenig über uns selbst zu reflek­tie­ren. Oft beru­hen Amok­läufe auf der Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit und sozia­len Iso­lie­rung der Täter. Gibt es Men­schen in unse­rer Umge­bung, die Aus­gren­zung aus­ge­setzt sind? Was kön­nen wir dage­gen tun? Wo ist unsere Mit­mensch­lich­keit von Nöten, wo sind wir viel­leicht selbst die­je­ni­gen, die aus­gren­zen? Wo kön­nen wir uns noch bes­ser für ein posi­ti­ves gesell­schaft­li­ches Mit­ein­an­der einsetzen?

Haben wir dabei als ver­ant­wor­tungs­volle Com­pu­ter­spie­le­rin­nen und Com­pu­ter­spie­ler eine beson­dere Verantwortung?

Ich meine, ja. Wir wer­den oft in das Zen­trum einer Dis­kus­sion gescho­ben, die hier gar nicht auf­ge­wärmt wer­den soll. Sie gibt uns aller­dings die Posi­tion und die Pflicht, aktiv dafür ein­zu­tre­ten, dass Kon­se­quen­zen gezo­gen wer­den — ver­ant­wort­li­che Kon­se­quen­zen, die nie­man­den dis­kri­mi­nie­ren, aber hel­fen. Dafür kön­nen wir als Junge Pira­ten, aber auch als Men­schen in unse­rem jewei­li­gen Umfeld eintreten.

Arbei­ten wir daran!

Update: Klei­nen Kor­rek­tur vor­ge­nom­men: Im drit­ten Absatz muss es natür­lich „ver­ant­wor­tungs­volle Com­pu­ter­spie­le­rin­nen und Com­pu­ter­spie­ler“ hei­ßen, nicht „ver­ant­wort­li­che“