Geocacher — Eine Horde rücksichtsloser Trampeltiere?
„Der Antrag hat suggeriert, dass Geocacher wilde Barbaren sind, die nachts in die Wälder Freigerichts einfallen, Wild erschrecken und die Natur schädigen“, meint René Waller, Junger Pirat und Kreistagsabgeordneter im Main-Kinzig-Kreis. „Das ist BIödsinn. Geocacher tun Ihr Möglichstes, um die Umwelt nicht zu schädigen. Denn darum geht es in Ihrem Hobby: Um die Umwelt.„
So ist eine der Grundregeln beim Geocaching, den Platz so zu verlassen, wie man ihn vorgefunden hat, um die Natur zu schützen und anderen „Cachern“ die Möglichkeit zu geben, ihn zu besuchen und neu zu entdecken.
Früher war es ganz normal, dass die Jugend zum Toben in der Natur war, Hütten und Dämme baute, Seile über Schluchten spannte und als „Forscher“ durch die Wälder zog. Warum sollte das auf einmal Wald und Wild schaden, obwohl es sich damals nicht davon beeindrucken ließ? Und heißt der Appell gegen Geocaching im Klartext: „Jungs und Mädels, zurück an die Spielekonsolen“?
Denn entgegen der Befürchtungen der CDU Freigericht verursachen Geocacher keinen Müll, sondern versuchen sogar, ihn zu beseitigen: Cache in – Trash out ist ein weiterer wichtiger Aspekt des Geocaching. Hierbei handeIt es sich um den Grundsatz, dass MüII, der durch andere in die Natur gebracht wurde, durch die Geocacher eingesammelt und seiner korrekten Bestimmung zugeführt wird. Dadurch woIIen die Cacher zeigen, wie wichtig ihnen die Natur ist, und dass es gerade nicht um die Verschmutzung, sondern um den Erhalt der Natur geht.
Gerne laden wir natürlich die Gemeindevertreter aus Freigericht einmal zum Geocaching ein. Wir erklären Ihnen die Suchtechniken und können uns gemeinsam auf die Suche nach einem Cache machen. Dann können sich die Freigerichter Gemeindevertreter selbst ein Bild von dieser schönen Freizeitbeschäftigung machen.
Beim Geochaching geht es darum, kleine „Schätze“ zu finden, die entweder per Koordinaten oder in Verbindung mit Rätseln in speziellen Portalen aufgelistet sind. Oftmals findet man auch Hinweise auf die Geschichte des Ortes oder auf schöne Plätze in der Nähe.
Verantwortlich für das Erstellen der Pressemitteilung: Bundespressestelle der Jungen Piraten
Verantwortlich für den Versand der Pressemitteilung: Piratenpartei Deutschland, Kreisverband Main-Kinzig
Das in diesem Artikel verwendete Bild ist von Nomad Tales auf Flickr und steht unter einer Creative Commons-BY-NC-ND-Lizenz.



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Markus am Oktober 12th, 2011 um 16:12
Es sei in diesem Zusammenhang auch noch auf die so genannten CITO-Events hingewiesen. CITO steht für „Cache in, Trash out“. Bei diesen Events bekommen Geocacher ein Statistik-Pünktchen dafür, dass sie die Natur vom Müll anderer Bürger befreien. CITO ist ein offizieller-Eventtype, den man auf geocaching.com einstellen kann.
btw: Captcha gehört auch in Trash…
AngelEye am Oktober 13th, 2011 um 16:54
Es verdammt dreist von der CDU etwas zu bemängeln wovon sie anscheinend keine Ahnung haben.
In meiner Schulzeit habe ich durch Geocaching einiges über die Natur gelernt. Es hat Spaß gemacht mit anderen Jugendlichen auf ein „Abenteuer“ zu gehen, die Natur zu erforschen und einen Cache zu finden.
Es ist eine wirklich schöne Freizeitgestaltung für Jugendliche & Erwachsene.
Oder ist die CDU nun Partner von einem Konsolen Hersteller geworden?
Gueni am Oktober 18th, 2011 um 08:47
Endlich hab ich mal die richtigen gewählt
Jörg Bertram (DWJ_Bund) am Oktober 18th, 2011 um 11:38
Die Deutsche Wanderjugend (www.wanderjugend.de) als eine im Naturschutz tätige Jugendorganisation ist Unterstützer und Förderer von zwei thematischen Internetseiten rund um das Geocaching (Infoplattform http://www.geocaching.de und Listingplattform http://www.opencaching.de).
Wir würden das nicht tun, wenn Geocaching aus unserer Sicht eine erhebliche Belastung für die Natur darstellen würde. Sicherlich ist Sensibilisierung für Naturschutzbelange auch weiterhin erforderlich.
Uns ist es wichtig, deutlich zu machen, dass der allergrößte Teil der Geocacher überaus rücksichtsvoll und naturverträglich agiert. Zudem sind der größte Teil der Schatzverstecke urban und nicht im Wald versteckt.
Auffallen (und zT. medial gepusht) werden auch weiterhin — aufgrund der im „Geheimen“ durchgeführten und familientauglichen Freizeitbeschäftigung — lediglich die „Schwarzen Schafe“, wie es sie in allen Bereichen (Pilzesammler, Mountainbiker, Kletterer, Surfer uvm.) leider gibt.
Auch möchte ich den Blick auf (m)einen Artikel aus einer Zeitschrift der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) richten. Der Titel lautet: „Draußen unterwegs und Spaß dabei — Moderne Geländespiele bieten Chancen zum Naturentdecken“. Online Abrufbar unter http://issuu.com/sdwlvhh/docs/100191_unser_wald_2_10 (Seite 24).
Gerade älteren Personen unter uns möchte ich diesen Artikel wärmstens ans Herz legen und sie zum kurzen Innehalten und Nachdenken darüber anregen.
(Nicht nur) Junge Menschen brauchen die Chanche, sinnhaft an die Natur herangeführt zu werden.
Herzliche Grüße
Jörg Bertram
Bundesgeschäftsführer
Deutsche Wanderjugend
Andreas am Oktober 18th, 2011 um 13:25
Zum Beitrag von AngelEye:
Hat die CDU überhaupt von irgendetwas Ahnung, das „neumodisch“ ist?
Mit „neumodisch“ meine ich in diesem Fall alles, das jünger als 30 Jahre ist — und sowas wird von der CDU grundsätzlich bemängelt.
Die CDU sollte sich besser in DEG (Die Ewig Gestrigen) umbenennen. *g*
Ich habe das Geocaching vor drei Jahren entdeckt und ich sehe das genau so wie Herr Waller.
Geocacher gehen sorgsam mit der Natur um. Auch ich habe bereits an „CITO“-Events teilgenommen. Diese stießen ausnahmslos auf Zuspruch.
Markus am November 16th, 2011 um 19:18
Bevor ihr Euch weiter so aufblast und Blödsinn erzählt, solltet Ihr Euch villeicht vorher richtig informieren, denn dann wüßtet ihr, das die CDU einen positivebn Prüfauftrag für das GEO-Caching gestellt hatte, der aber von den anderen Parteien als Blödsinnn abgelehnt wurde. Aber hauptsache erstmal Luft in den raum blasen.
Rafael am November 27th, 2011 um 03:01
Bevor du dich weiter so aufbläst und Blödsinn erzählst solltest du dir vielleicht vorher den Artikel nochmal genau durchlesen, vorallem den ersten Absatz. Dann wüsstest du nämlich, dass da nichts anderes drinsteht, als dass die CDU es prüfen wollte. Aber hauptsache erstmal Luft in den Raum blasen. Aber genau deshalb zeigt es ja, dass die CDU keinen Plan hat und mit ihrem Antrag genau das tut was du hier tust, aber den Piraten vorwirfst.
Paul am November 27th, 2011 um 10:56
Ich bin seit 2004 als Geocacher unterwegs und stelle fest, dass die Caches in der BRD in der Tat immer „problematischer“ werden. Früher gehörte es zum guten Ton, einen genauen Hint oder Spoilerbild anzufügen. Der Weg war das Ziel und vor Ort sollte ein schneller Zugriff ermöglicht werden. Inzwischen sind hierzulande die meisten Caches so versteckt, daß sie möglichst schwer gefunden werden. Dadurch ist der Flurschaden bis zum Auffinden zwangsläufig größer!
Klunkerliesche am November 27th, 2011 um 11:17
99 % aller Geocacher achten die Natur und haben sich das Hobby genau deswegen ausgesucht: Aus der Liebe zur Natur. Wie in jedem Bereich, gibt es auch hier Schwarze Schafe. Die beste Art, von den eigenen schwarzen Flecken abzulenken, ist es schon immer gewesen, auf fremde hinzuweisen.
Geocacher, die die Natur zertrampeln, sind eigentlich gar keine. Sie sind nur Flegel, die mit einem GPS herumlaufen und so tun, als ob sie welche wären. „Echte Geocacher“ sind jedoch die Mehrheit.
Gruß an alle von
Liesche
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Christopher am Dezember 15th, 2011 um 15:13
Es ist schon lustig, über was sich Politiker und Menschen während unser heutigen Krisenlage Gedanken machen. Erinnert mich irgendwie an das Thema „Apfelwein“. Die Weltwirtschaftskrise stand vor der Tür und man stritt sich darum, ob man Apfelwein umbenennen muss oder nicht, da Wein ein Gärgut aus Trauben sei. Da fehlen mir die Worte.
Wer Umweltschutz im Kleinen betreiben will, sollte erstmals die großen Umweltprobleme ((Atom-)Müll, kommerzielle Waldabholzung, fossile Brennstoffe etc. etc. etc.) bekämpfen.
Solche Leute löschen bei Hausbränden wahrscheinlich zuerst die Gartenhütte.