Julia Reda - Bildung, Internetkultur, Jugendschutz, Kommentare, Politik - 25. Dezember 2010 - 8 Kommentare – http://jupis.de/7ya
Aufatmen: Die geplante und von den JuPis ausführlich kritisierte Neufassung des Jugendmedienschutzstaatsvertrags ist kürzlich am nordrhein-westfälischen Landtag gescheitert – wenn auch nicht aus inhaltlichen Gründen, sondern am Parteiengeschacher. Auf GrünDigital wünscht sich die Grünen-Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner zu Weihnachten konstruktive Vorschläge, wie der JMStV reformiert werden kann. Ein durchaus löbliches Unterfangen, schließlich birgt das Vertragswerk nach wie vor eine ganze Reihe gruseliger Regelungen: Nicht nur die völlig weltfremden Internet-Sendezeitregelungen, sondern sogar die Möglichkeit von Netzsperren findet sich in der aktuell gültigen Version des JMStV.
Bedenklich ist allerdings die Art der Vorschläge, die GrünDigital hierbei im Auge hat:
„Deshalb hier ein erster Aufruf: Wandelt Eure Kritik in konstruktive Vorschläge um! Teilt uns Eure Ideen mit, wie wir gewährleisten können, dass Kinder aktiv, aber geschützt vor Pornografie, Gewalt und dergleichen am WWW teilhaben können. Ich bitte vor allem Netz-Aktive mit Kindern, sich zu beteiligen und über ihre eigenen Erfahrungen zu berichten.“
Dieser Aufruf, obwohl zweifellos gut gemeint, geht am eigentlichen Problem des JMStV vorbei. Zwar ist es sinnvoll, nach dem gescheiterten Änderungsvertrag proaktiv Einfluss auf den sicher folgenden nächsten Anlauf zur Reform des JMStV zu nehmen, aber „wie wir gewährleisten können, dass Kinder aktiv, aber geschützt vor Pornografie, Gewalt und dergleichen am WWW teilhaben können“ ist dabei eben nicht die brennende Frage.
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Alexander Schilling - Allgemein, Gaming, Internetkultur, Pressemitteilungen - 30. November 2010 - Kommentare deaktiviert – http://jupis.de/qjm

Wieder einmal ist ein Jahr vorbei und die NorthCon 2010 steht vor der Tür. Vom 16. bis 19. Dezember hat die größte deutsche LAN-Party wieder ihre Pforten für Besucher geöffnet.
Die in Neumünster gelegene Holstenhalle wird mit bis zu 4000 Gamern gefüllt sein und sowohl Pirate Gaming als auch die Jungen Piraten sind erneut mit dabei!
Wie auch in den letzen Jahren haben die Jungen Piraten zusammen mit Pirate Gaming wieder etwas besonderes für die Besucher der Northcon vorbereitet:
„Dieses Jahr werden wir euch mit einer Retro-Gaming-Chill-Out-Lounge überraschen! Ihr könnt euch einfach gemütlich auf die Couch fallen lassen und etwas NES und Atari zocken,“ kündigt Sven Krumbeck, Hauptorganisator der Aktion und Vorsitzender von Pirate Gaming e.V. an.
Neben weiteren bekannten Ausstellern wie z.B. SNOGARD Computer und PC-Cooling wird unter anderem auch Jan Hegenberg live auf der NorthCon auftreten.
Verpasst also nicht das LAN-Event des Jahres und stattet den jungen Mitgliedern von Pirate Gaming e.V. und den Jungen Piraten einen Besuch ab!
Verantwortlich für das Erstellen der Pressemitteilung: Bundespressestelle der Jungen Piraten
Verantwortlich für den Versand der Pressemitteilung: Bundespressestelle der Jungen Piraten
Alexander Schilling - Informatives, Internetkultur, Urheberrecht - 15. November 2010 - 1 Kommentar – http://jupis.de/icj
Anlässlich der OpenRheinRuhr 2010, einer Veranstaltung, die vom gleichnamigen Verein organisiert wird, möchten wir euch Freie Software vorstellen. Auf der OpenRheinRuhr gibt es verschiede Vorträge zu Freier Software sowie Aussteller, die ihre Freie Software und die Community präsentieren. Zunächst stellt sich natürlich die Frage, was diese Freie Software eigentlich ist. Im Grunde ist es ganz einfach, denn bei Freier Software geht es darum, dass der ihr zu Grunde liegende Quellcode, der die Anweisungen enthält, was das Program eigentlich macht, offen für alle einsehbar, hoffentlich auch nachvollziehbar und anpassbar ist. Herkömmliche properitäre Software wird meist für eine Prozessorversion als ausführbares Programm und ohne ihren Quellcode geliefert, so dass man nicht sehen kann, aus welchem Code die Software eigentlich besteht.
Woher kommt sie?
Freie Software ensteht meistens, wenn ein Nutzer ein Stück Software mit bestimmten Funktionen sucht und festellt, dass es kein Programm mit diesen Funktionen gibt bzw. vorhandene nicht nützlich für seinen Zweck sind. Er schreibt selbst ein kleines Programm und stellt es unter einer freien Softwarelizenz anderen Leuten, die eventuell das gleiche Programm suchen, zur Verfügung. Vielleicht finden sie es interessant und korrigieren einen Fehler oder schreiben eine Verbesserung für das Programm. So entsteht über die Zeit eine Gemeinschaft, die sich die ständige Verbesserung und Verbreitung des Programms zur Aufgabe macht.
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Julia Reda - Internetkultur, Jugendschutz, Politik - 13. Oktober 2010 - 4 Kommentare – http://jupis.de/44c
Dies ist eine E-Mail an Horst Seehofer:
Sehr geehrter Herr Seehofer,
das Magazin heise.de berichtete in einer Nachrichtenmeldung, dass Sie für den Schutz des geistigen Eigentums eintreten. Dabei erteilten Sie uns, den Jungen Piraten – so heise.de – eine Absage, in der Sie uns unterstellten, dass wir einen „fast rechtsfreien Raum“ diesbezüglich befürworteten.
Dies hat bei uns für Verwirrung gesorgt, denn die von Ihnen uns zugeschriebene Meinung wurde so nie geäußert. Richtig ist, dass wir die Praxis, bei geistigem Schaffen von „Eigentum“ zu sprechen, als überaus fragwürdig erachten. Nichtsdestotrotz verlangen wir keine komplette Deregulierung des Urheberrechts in– oder außerhalb des Netzes. Wer in unseren Forderungen oder denen der Piratenpartei den Ruf nach einem „rechtsfreien Raum“ vermutet, verkennt die Tatsache, dass das Internet in Urheberrechtsfragen gegenüber der analogen Welt weit überreguliert ist.
Die überzogenen Jugendschutzmaßnahmen, die wir anprangern, gelten nicht nur im Internet, sondern auch am Kiosk oder im Kino. Die Jungen Piraten sehen nicht tatenlos zu, wie von Politikern der Lebensraum junger Menschen auf eine Art und Weise reglementiert wird, die der freien Kommunikation, dem freien Wissen und dem freien Denken schadet. Dass selbst Erwachsene durch die in ihrer Schärfe nahezu unübertroffene deutsche Jugendschutzgesetzgebung massiv eingeschränkt werden, ist ebenfalls ein unhaltbarer Zustand.
Daher fragen wir Sie, was Sie zu der Annahme bewogen hat, wir forderten einen „fast rechtsfreien Raum“, und bitten Sie uns darüber zu informieren und dies alsbald richtigzustellen.
Mit freundlichen Grüßen
Julia Reda
Vorsitzende der Jungen Piraten
P.S.: Willkommen auf der Datenautobahn.
Julia Reda - Gaming, Internetkultur - 17. August 2010 - 6 Kommentare – http://jupis.de/mou
It’s official:
Ab Mittwoch, dem 18.08, findet Ihr uns auf der gamescom in Halle 9, Standnummer C-045!
Vor Ort könnt Ihr Euch am gemeinsamen Stand von Jungen Piraten und Pirate Gaming über unsere Aktivitäten im Bereich Computer– und Videospiele informieren.

Die Missverständnisse, die es im Vorfeld bezüglich der Teilnahme politischer Jugendorganisationen gegeben hatte, konnten dank der Gesprächsbereitschaft der Veranstalter glücklicherweise rechtzeitig aus der Welt geschafft werden. Für das großzügige Entgegenkommen der koelnmesse bei der kurzfristigen Anmeldung des Standes bedanken wir uns ganz herzlich.
Die gamescom ist eine der weltgrößten Video– & Computerspielmessen. Im letzten Jahr besuchten über 245.000 Menschen die Stände von über 450 Ausstellern aus 31 Ländern. Gigantische Möglichkeiten zum Testen, Begutachten, Kennenlernen, Spaß haben!
Also: Setzt die Segel gen Köln! Wir freuen uns auf euren Besuch am Stand.
Bild: © Koelnmesse
admin - Internetkultur - 1. August 2010 - 2 Kommentare – http://jupis.de/tle
Update 1. August:
Inzwischen hat der BIU (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V.) die ursprüngliche Aussage der Koelnmesse relativiert. So ist nicht mehr von einem pauschalen konzeptionellen Ausschluss die Rede, vielmehr bestehe unter bestimmten Umständen auch für politische Jugendverbände die Option einer Teilnahme als Aussteller.
Ruth Lemmen, Referentin Medienkompetenz beim BIU dazu:
„Die Koelnmesse hat entschieden, dass politische Parteien keine Aussteller der gamescom sein können, da die gamescom keine politische Veranstaltung ist. Politische Jugendorganisationen können aber generell Aussteller der gamescom sein, wenn sichergestellt ist, dass nicht die politische Willensbildung und Werbung für eine politische Partei im Vordergrund der Präsenz steht, sondern Jugendarbeit mit Bezug auf Computer– und Videospiele.“
Für das im Juni vorgestellte Messekonzept von Pirate Gaming gibt es damit dann auch noch einen Hoffnungsschimmer. Ob sich in der Kürze der Zeit nun aber ein Stand tatsächlich realisieren lässt, ist fraglich. Wir halten euch auf den Laufenden!
Das letztjährige Debut der gamescom in Köln war nicht nur aus Veranstalter-Sicht ein Erfolg. Die Messe kam zu einem idealen Zeitpunkt, um ein öffentliches Gegengewicht zur „Killerspiel-Debatte“ zu etablieren. Neben dem politischen Bildungsangebot des gamescom congress suchten auch die Jugendorganisationen der Parteien das direkte Gespräch mit den Gamern. Das wird sich in diesem Jahr jedoch ändern.
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Julia Reda - Internetkultur, Pressemitteilungen - 30. Juli 2010 - 10 Kommentare – http://jupis.de/i9p
Die Jungen Piraten sind enttäuscht über die Antwort des Aktionsbündnisses Amoklauf Winnenden auf den Offenen Brief des VDVC, Pirate Gaming und der Jungen Piraten. Während diese drei Organisationen dem Aktionsbündnis die Zusammenarbeit anbieten, um sinnvoll gegen Gewalt an Schulen vorzugehen, schlägt das Bündnis alle Annäherungsversuche aus und argumentiert weiterhin unfundiert und ohne auf die Argumente anderer näher einzugehen.
„Das Aktionsbündnis offenbart einen erschreckenden Mangel an fachlicher Auseinandersetzung mit Computerspielen“, kritisiert Heiko Herberg, der Vorsitzende der Jungen Piraten. „Die Aussagen des Aktionsbündnisses entbehren jeder Grundlage.“ Obwohl im gemeinsamen offenen Brief dargelegt wurde, dass Ego-Shooter nicht vom US-Militär zur Senkung der Tötungshemmung eingesetzt werden, greift Schober sogar dieses Vorurteil wieder auf. Somit bestätigt die Reaktion Anschuldigungen der Gamer, der AAW-Vorsitzdende wiederhole Unwahrheiten wider besseres Wissen.
„Wer überall nur Gegner sieht und engstirnig alle Hilfe ablehnt, lebt weit entfernt von der Realität und ist nur noch zu bedauern“, sagt Sven Krumbeck, der Vorsitzende des Vereins Pirate Gaming.
Verantwortlich für das Erstellen der Pressemitteilung: Bundespressestelle der Jungen Piraten
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admin - Internetkultur, Termine - 21. Juli 2010 - 1 Kommentar – http://jupis.de/q55
Vom 18. bis 22.08.2010 ist in Köln die diesjährige gamescom. Der öffentliche Zeitraum ist ab dem 19.08.
Mehr Informationen unter: www.gamescom.de
Julia Reda - Datenschutz, Internetkultur, Pressemitteilungen - 8. Juli 2010 - 15 Kommentare – http://jupis.de/4y7
Mit Bestürzung nehmen die Jungen Piraten zur Kenntnis, dass der Computerspiele-Entwickler Activision Blizzard den Datenschutz in seinen Spielen, darunter das weit verbreitete Multiplayer-Onlinespiel World of Warcraft (WoW), komplett aufheben will. Ab 27. Juli können die Internetforen von Blizzard, über die neben Diskussionen auch aktuelle Informationen und Support für die Spiele abgewickelt werden, nur noch unter Veröffentlichung des vollen Namens von Kunden verwendet werden.

„Mit der Entscheidung von Activision Blizzard sind die Persönlichkeitsrechte von Millionen Deutschen in Gefahr“, kritisiert André Ulrich, Chef der WoW-Gilde des Pirate Gaming e.V. Allein World of Warcraft hat weltweit über elf Millionen Abonnenten.
Die Reaktion der Nutzer im offiziellen Forum von World of Warcraft zeigt die volle Palette der Gefährdungen, die von dieser neuen Praxis ausgehen: Spieler berichten über ihre negativen Erfahrungen mit Identitätsdiebstahl, Stalking und persönlichen Racheakten, die durch Veröffentlichung scheinbar unbedeutender persönlicher Daten im Netz entstanden sind. Von den über 35.000 weitestgehend bestürzten Forenbeiträgen seiner Kunden zeigt sich Activision Blizzard bislang völlig unbeeindruckt.
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admin - Internetkultur, Jugendschutz, Pressemitteilungen - 5. Juli 2010 - 7 Kommentare – http://jupis.de/5fh
„Das Internet ist kein Rundfunkmedium!“
Diese simple Erkenntnis muss der Ausgangspunkt einer Neuausrichtung des Medienrechts für das Internet sein, so die Forderung der Jungen Piraten, die sie in einer Analyse der Begründung zum neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV-E) vorstellen.
„Wir wenden uns entschieden gegen die vergeblichen Versuche der Politik, durch Sendezeiten und Kennzeichnungspflichten die Logik des Rundfunks auf das Read-Write-Medium Internet zu übertragen“, erläutert Heiko Herberg, Vorsitzender der Jungen Piraten. „Wo der Rundfunk regional ist, ist das Internet global, wo der Rundfunk ein geordnetes Programm bietet, hat das Internet eine nahezu unendliche Auswahl“, kontrastieren die Jungen Piraten zwei Medientypen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. (mehr…)