Einträge aus der Kategorie 'Jugendschutz'

Julia Reda - Jugendschutz, Medien, Politik - 6. April 2011 - Kommentare deaktivierthttp://jupis.de/1da

Junge Piraten fördern das JMStV Camp

Am 30.04.2011 fin­det im Esse­ner Unper­fekt­haus das JMStV Camp statt. Die Jun­gen Pira­ten sind neben der Pira­ten­par­tei NRW, Jugend­on­line und ande­ren poli­ti­schen Grup­pen Spon­sor der Ver­an­stal­tung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, einen neuen Ent­wurf für einen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag aus­zu­ar­bei­ten, der den Anfor­de­run­gen des digi­ta­len Zeit­al­ters gerecht wird.


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Julia Reda - Bildung, Internetkultur, Jugendschutz, Kommentare, Politik - 25. Dezember 2010 - 8 Kommentarehttp://jupis.de/7ya

Ist der JMStV zu retten?

Auf­at­men: Die geplante und von den JuPis aus­führ­lich kri­ti­sierte Neu­fas­sung des Jugend­me­di­en­schutz­staats­ver­trags ist kürz­lich am nordrhein-westfälischen Land­tag geschei­tert – wenn auch nicht aus inhalt­li­chen Grün­den, son­dern am Par­tei­en­ge­scha­cher. Auf Grün­Di­gi­tal wünscht sich die Grünen-Bundestagsabgeordnete Tabea Röß­ner zu Weih­nach­ten kon­struk­tive Vor­schläge, wie der JMStV refor­miert wer­den kann. Ein durch­aus löb­li­ches Unter­fan­gen, schließ­lich birgt das Ver­trags­werk nach wie vor eine ganze Reihe gru­se­li­ger Rege­lun­gen: Nicht nur die völ­lig welt­frem­den Internet-Sendezeitregelungen, son­dern sogar die Mög­lich­keit von Netz­sper­ren fin­det sich in der aktu­ell gül­ti­gen Ver­sion des JMStV.

Bedenk­lich ist aller­dings die Art der Vor­schläge, die Grün­Di­gi­tal hier­bei im Auge hat:

Des­halb hier ein ers­ter Auf­ruf: Wan­delt Eure Kri­tik in kon­struk­tive Vor­schläge um! Teilt uns Eure Ideen mit, wie wir gewähr­leis­ten kön­nen, dass Kin­der aktiv, aber geschützt vor Por­no­gra­fie, Gewalt und der­glei­chen am WWW teil­ha­ben kön­nen. Ich bitte vor allem Netz-Aktive mit Kin­dern, sich zu betei­li­gen und über ihre eige­nen Erfah­run­gen zu berichten.“

Die­ser Auf­ruf, obwohl zwei­fel­los gut gemeint, geht am eigent­li­chen Pro­blem des JMStV vor­bei. Zwar ist es sinn­voll, nach dem geschei­ter­ten Ände­rungs­ver­trag pro­ak­tiv Ein­fluss auf den sicher fol­gen­den nächs­ten Anlauf zur Reform des JMStV zu neh­men, aber „wie wir gewähr­leis­ten kön­nen, dass Kin­der aktiv, aber geschützt vor Por­no­gra­fie, Gewalt und der­glei­chen am WWW teil­ha­ben kön­nen“ ist dabei eben nicht die bren­nende Frage.
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Julia Reda - Jugendschutz, Piratenpartei, Politik, Pressemitteilungen - 22. Oktober 2010 - 2 Kommentarehttp://jupis.de/lmf

Piratenpartei greift Jugendschutz-Positionen der Jungen Piraten auf

Der Bun­des­vor­stand der Pira­ten­par­tei hat in sei­ner gest­ri­gen Vor­stands­sit­zung die For­de­run­gen der Jun­gen Pira­ten nach einer Reform des Jugend­schut­zes weit­ge­hend über­nom­men. „Wir sind hoch erfreut, dass die Pira­ten­par­tei Deutsch­land unsere Vor­stel­lun­gen zum Jugend­me­di­en­schutz auf­ge­grif­fen hat“, so Julia Reda, Vor­sit­zende der Jun­gen Pira­ten. Das Posi­ti­ons­pa­pier, das auf der Bun­des­mit­glie­der­ver­samm­lung der Jun­gen Pira­ten vor zwei Wochen ver­ab­schie­det wurde, hat auch bei den Pira­ten gro­ßes Inter­esse geweckt. Die nun von der Pira­ten­par­tei ver­ab­schie­dete Fas­sung des Papiers unter­stützt auch die Kri­tik der Jun­gen Pira­ten an der Neu­fas­sung des Jugend­me­di­en­schutz­staats­ver­tra­ges (JMStV-E).


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Julia Reda - Internetkultur, Jugendschutz, Politik - 13. Oktober 2010 - 4 Kommentarehttp://jupis.de/44c

E-Mail an Horst Seehofer

Dies ist eine E-Mail an Horst Seehofer:

Sehr geehr­ter Herr Seehofer,

das Maga­zin heise.de berich­tete in einer Nach­rich­ten­mel­dung, dass Sie für den Schutz des geis­ti­gen Eigen­tums ein­tre­ten. Dabei erteil­ten Sie uns, den Jun­gen Pira­ten – so heise.de – eine Absage, in der Sie uns unter­stell­ten, dass wir einen „fast rechts­freien Raum“ dies­be­züg­lich befürworteten.

Dies hat bei uns für Ver­wir­rung gesorgt, denn die von Ihnen uns zuge­schrie­bene Mei­nung wurde so nie geäu­ßert. Rich­tig ist, dass wir die Pra­xis, bei geis­ti­gem Schaf­fen von „Eigen­tum“ zu spre­chen, als über­aus frag­wür­dig erach­ten. Nichts­des­to­trotz ver­lan­gen wir keine kom­plette Dere­gu­lie­rung des Urhe­ber­rechts in– oder außer­halb des Net­zes. Wer in unse­ren For­de­run­gen oder denen der Pira­ten­par­tei den Ruf nach einem „rechts­freien Raum“ ver­mu­tet, ver­kennt die Tat­sa­che, dass das Inter­net in Urhe­ber­rechts­fra­gen gegen­über der ana­lo­gen Welt weit über­re­gu­liert ist.

Die über­zo­ge­nen Jugend­schutz­maß­nah­men, die wir anpran­gern, gel­ten nicht nur im Inter­net, son­dern auch am Kiosk oder im Kino. Die Jun­gen Pira­ten sehen nicht taten­los zu, wie von Poli­ti­kern der Lebens­raum jun­ger Men­schen auf eine Art und Weise regle­men­tiert wird, die der freien Kom­mu­ni­ka­tion, dem freien Wis­sen und dem freien Den­ken scha­det. Dass selbst Erwach­sene durch die in ihrer Schärfe nahezu unüber­trof­fene deut­sche Jugend­schutz­ge­setz­ge­bung mas­siv ein­ge­schränkt wer­den, ist eben­falls ein unhalt­ba­rer Zustand.

Daher fra­gen wir Sie, was Sie zu der Annahme bewo­gen hat, wir for­der­ten einen „fast rechts­freien Raum“, und bit­ten Sie uns dar­über zu infor­mie­ren und dies als­bald richtigzustellen.

Mit freund­li­chen Grüßen

Julia Reda
Vor­sit­zende der Jun­gen Piraten

P.S.: Will­kom­men auf der Daten­au­to­bahn. :)



Julia Reda - Allgemein, Jugendschutz, Politik, Pressemitteilungen - 11. Oktober 2010 - 12 Kommentarehttp://jupis.de/l93

Junge Piraten stellen Jugendschutz auf den Prüfstand

Auf ihrer dies­jäh­ri­gen Bun­des­mit­glie­der­ver­samm­lung in Düs­sel­dorf haben die Jun­gen Pira­ten am ver­gan­ge­nen Wochen­ende umfas­sende For­de­run­gen nach Locke­rung des Jugend­me­di­en­schut­zes erho­ben. „Viele Ver­mu­tun­gen über schäd­li­che Aus­wir­kun­gen von Medi­en­in­hal­ten ent­beh­ren jeg­li­cher wis­sen­schaft­li­chen Grund­lage“, erläu­tert Phil­lip The­len, frisch gewähl­tes Mit­glied im Vor­stand der Jun­gen Pira­ten. „Alle Jugend­schutz­ge­setze, die auf unge­prüf­ten Annah­men beru­hen, müs­sen auf den Prüfstand.“

Der For­de­rungs­ka­ta­log der Jun­gen Pira­ten umfasst die Abschaf­fung der Bun­des­prüf­stelle für jugend­ge­fähr­dende Medien (BPjM), eine strikte Frei­wil­lig­keit von Alters­frei­ga­ben und eine Anpas­sung des deut­schen Jugend­schut­zes an das in gro­ßen Tei­len Euro­pas eta­blierte PEGI-System für Altersfreigaben.

Neben inhalt­li­chen Beschlüs­sen wurde auf der Bun­des­mit­glie­der­ver­samm­lung ein neuer Vor­stand gewählt. Die 23-jährige Stu­den­tin Julia Reda wurde im Amt der Vor­sit­zen­den bestä­tigt. Stell­ver­tre­tende Vor­sit­zende ist Susanne Graf (18). Wei­tere Vor­stands­mit­glie­der sind Jan Zaeske (18), Phil­lip The­len (18), Chris­tina König (18), Leo Bel­ler­sen (15) und Andreas Schie­berle (23).

Der Beschluss­text „Jugend­schutz und Medi­en­zen­sur“ als PDF


Bild [CC-by-sa] by Tobias M. Eckrich


Ver­ant­wort­lich für das Erstel­len der Pres­se­mit­tei­lung: Bun­des­pres­se­stelle der Jun­gen Pira­ten
Ver­ant­wort­lich für den Ver­sand der Pres­se­mit­tei­lung: Bun­des­pres­se­stelle der Jun­gen Piraten



Julia Reda - Gaming, Jugendschutz, Pressemitteilungen - 17. August 2010 - Kommentare deaktivierthttp://jupis.de/yg3

Junge Piraten und Pirate Gaming unterstützen Petition gegen Indizierung

IndizierungAls Erst­un­ter­zeich­ner unter­stüt­zen die Jun­gen Pira­ten und der Pirate Gaming e.V. die Peti­tion des Ver­bands für Deutsch­lands Video– und Com­pu­ter­spie­ler (VDVC) gegen die Indi­zie­rung von Kul­tur­gü­tern. „Mit der Indi­zie­rung befin­det sich die deut­sche Poli­tik auf dem Holz­weg. Das wich­tige Ziel des Jugend­schut­zes wird durch sie nicht geför­dert. Statt­des­sen ver­hin­dert die Indi­zie­rung eine dif­fe­ren­zierte Aus­ein­an­der­set­zung mit Medi­en­in­hal­ten auch durch erwach­sene Rezi­pi­en­ten“, bemän­gelt Julia Reda, Vor­sit­zende der Jun­gen Pira­ten. Sven Krum­beck, Vor­sit­zen­der von Pirate Gaming, fügt hinzu: „Der deut­sche Jugend­schutz ist einer der här­tes­ten der Welt. Große Erfolge hat diese Ver­bots­po­li­tik nicht vor­zu­wei­sen. Es muss ein Umden­ken erfol­gen.“
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Lukas Martini - Jugendschutz, Killerspiele, Pressemitteilungen - 23. Juli 2010 - 15 Kommentarehttp://jupis.de/icb

Offener Brief an das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden

Die Jun­gen Pira­ten unter­zeich­nen zusam­men mit dem Pirate gaming e.V. und dem Ver­band für Deutsch­lands Video– und Com­pu­ter­spie­ler einen offe­nen Brief an das Akti­ons­bünd­nis Amok­lauf Winnenden.

Zusam­men mit den ande­ren Unter­zeich­nern set­zen wir uns dafür ein, dass die Kri­mi­na­li­sie­rung von Com­pu­ter­spie­len ohne stich­hal­tige Begrün­dun­gen gestoppt wird, denn wir möch­ten uns nicht als Geg­ner, son­dern als Ver­bün­dete im Kampf um eine bes­sere und gewalt­freie Zukunft enga­gie­ren.
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Julia Reda - Jugendschutz, Killerspiele, Politik - 6. Juli 2010 - 14 Kommentarehttp://jupis.de/trq

Spiele töten keine Menschen

Die Tole­ranz behielt nicht lange die Ober­hand: Noch kurz vor Weih­nach­ten des letz­ten Jah­res hatte das Akti­ons­bünd­nis Amok­lauf Win­nen­den (auch bekannt als Stif­tung gegen Gewalt an Schu­len) zusam­men mit dem VDVC (Ver­band für Deutsch­lands Video– und Com­pu­ter­spie­ler) ver­kün­det, von einem all­ge­mei­nen Ver­bot für PC– und Video­spiele, die die Dar­stel­lung von Gewalt beinhal­ten, abzurücken.

Wir sind GamerDavon kann nun keine Rede mehr sein: In einem offi­zi­el­len Appell an den Bun­des­tag for­dert das Akti­ons­bünd­nis ein gene­rel­les „Ver­bot von Kil­ler­spie­len, die dazu die­nen, vir­tu­ell Men­schen zu ermor­den“.
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admin - Internetkultur, Jugendschutz, Pressemitteilungen - 5. Juli 2010 - 7 Kommentarehttp://jupis.de/5fh

Junge Piraten fordern Neuordnung des Medienrechts

Das Inter­net ist kein Rund­funk­me­dium!“
Diese sim­ple Erkennt­nis muss der Aus­gangs­punkt einer Neu­aus­rich­tung des Medi­en­rechts für das Inter­net sein, so die For­de­rung der Jun­gen Pira­ten, die sie in einer Ana­lyse der Begrün­dung zum neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV-E) vorstellen.

Wir wen­den uns ent­schie­den gegen die ver­geb­li­chen Ver­su­che der Poli­tik, durch Sen­de­zei­ten und Kenn­zeich­nungs­pflich­ten die Logik des Rund­funks auf das Read-Write-Medium Inter­net zu über­tra­gen“, erläu­tert Heiko Her­berg, Vor­sit­zen­der der Jun­gen Pira­ten. „Wo der Rund­funk regio­nal ist, ist das Inter­net glo­bal, wo der Rund­funk ein geord­ne­tes Pro­gramm bie­tet, hat das Inter­net eine nahezu unend­li­che Aus­wahl“, kon­tras­tie­ren die Jun­gen Pira­ten zwei Medi­en­ty­pen, die unter­schied­li­cher kaum sein könn­ten. (mehr…)



Julia Reda - Jugendschutz, Killerspiele, Kommentare, Politik - 1. Juli 2010 - 14 Kommentarehttp://jupis.de/opivc

Wer schützt uns vor den Jugendschützern?

Als die Jun­gen Pira­ten zu Beginn die­ses Jah­res in der Main­zer Staats­kanz­lei ihre Kri­tik an der geplan­ten Ände­rung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV-E) vor­tru­gen, war der zustän­dige Staats­se­kre­tär Sta­del­maier um Beschwich­ti­gung bemüht. Zahl­rei­che Beden­ken bezüg­lich der Umsetz­bar­keit und Ver­hält­nis­mä­ßig­keit der geplan­ten Maß­nah­men wür­den sich spä­tes­tens mit Ver­öf­fent­li­chung der amt­li­chen Begrün­dung der Ver­trags­no­velle erübrigen.

Das Gegenteil von Freiheit ist Gesetz

Die Begrün­dung liegt nun, Monate spä­ter, end­lich vor. Ent­war­nung kann jedoch keine gege­ben wer­den. Viel­mehr ent­spricht die Inter­pre­ta­tion wei­test­ge­hend genau dem, was der Ver­trags­text befürch­ten ließ. Eine Ent­schär­fung fin­det durch die Begrün­dung nicht statt. Auf die umfas­sende Kri­tik der Zivil­ge­sell­schaft an dem Ver­trags­werk wurde nicht ein­ge­gan­gen.
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