Einträge aus der Kategorie 'Piratenpartei'

Lukas Martini - Allgemein, Informatives, Piratenpartei - 31. Dezember 2011 - 0 Kommentarehttp://jupis.de/lrc

Jahresrückblick der Jungen Piraten

2011 neigt sich dem Ende zu und die Jun­gen Pira­ten schauen zurück auf ein sehr erfolg­rei­ches Jahr:

Die Bun­des­mit­glie­der­ver­samm­lung im Februar, bei der die Jun­gen Pira­ten nicht nur einen neuen Vor­stand gewählt, son­dern auch ihr Leit­bild beschlos­sen haben, das als Grund­lage ihrer poli­ti­schen Jugend­ar­beit dient und das Selbst­ver­ständ­nis als Junge Pira­ten zusammenfasst.

Das Früh­jahr war geprägt von Wah­len in ver­schie­de­nen Bun­des­län­dern und auf Kom­mu­nal­ebene, wo auch viele Junge Pira­ten regel­mä­ßig den älte­ren Pira­ten beim Wahl­kampf hal­fen. Belohnt wurde die­ses Enga­ge­ment mit Sit­zen in Ham­burg, Bre­men, Hes­sen und Nie­der­sach­sen.
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Julia Reda - Bildung, Piratenpartei, Politik - 19. März 2011 - 4 Kommentarehttp://jupis.de/xhn

Piraten bei U18-Wahl viertstärkste Kraft

Wenn es nach den Jugend­li­chen in Baden-Württemberg ginge, hät­ten vier Par­teien den Ein­zug in den Land­tag geschafft: die Grü­nen, die SPD, die CDU und die Pira­ten­par­tei. Mit 8,7% der Stim­men errin­gen die Pira­ten bei der U18-Wahl in Baden-Württemberg den vier­ten Platz und 10% der Sitze im Jugend­par­la­ment – FDP und Linke schei­tern an der 5%-Hürde. Das Wahl­er­geb­nis zeigt, dass sich Jugend­li­che mit den The­men der Pira­ten­par­tei iden­ti­fi­zie­ren kön­nen und sich von der Regie­rung offen­sicht­lich nicht ver­tre­ten fühlen.

Von den unde­mo­kra­ti­schen Bemü­hun­gen des Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums, den nicht im Land­tag ver­tre­te­nen Par­teien im Wahl­kampf Steine in den Weg zu legen, indem diese von Podi­ums­dis­kus­sio­nen in Schu­len aus­ge­schlos­sen wur­den, haben sich die Jung­wäh­ler offen­sicht­lich nicht beein­dru­cken las­sen.
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Julia Reda - Bildung, Piratenpartei, Politik - 22. Januar 2011 - 6 Kommentarehttp://jupis.de/tp5

Politikverdrossenheit per Erlass

Das baden-württembergische Kul­tus­mi­nis­te­rium hat im Vor­feld der statt­fin­den­den Land­tags­wahl eine Anord­nung an die Schu­len des Lan­des her­aus­ge­ge­ben, die es ver­bie­tet außer­par­la­men­ta­ri­sche Par­teien zu Podi­ums­dis­kus­sio­nen ein­zu­la­den. Unter Beru­fung auf das Haus­recht soll so dafür gesorgt wer­den, dass Par­teien, die noch nicht im Land­tag ver­tre­ten sind, gezielt aus­ge­schlos­sen werden. leerer Stuhl

Dabei sind in der Ver­gan­gen­heit schon mehr­fach Jugend­li­che, die an ihren Schu­len Dis­kus­si­ons­run­den orga­ni­sie­ren, auf die Pira­ten­par­tei bzw. die Jun­gen Pira­ten zuge­gan­gen und haben Ver­tre­ter ein­ge­la­den. Das Inter­esse an Par­teien, die noch nicht im Land­tag ver­tre­ten sind, ist also offen­sicht­lich gege­ben. Mit sei­ner Anord­nung hat das Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums den Inter­es­sen und poli­ti­schen Bestre­bun­gen der Jugend­li­chen nun einen Rie­gel vor­ge­scho­ben.
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Julia Reda - Piratenpartei, Politik - 7. Januar 2011 - 2 Kommentarehttp://jupis.de/g33

Piratenparteien verurteilen die ungerechtfertigten Festnahmen von Bürgerrechtlern und Mitgliedern der Piratenpartei in Tunesien

Seit Mitte Dezem­ber 2010 wird Tune­sien von Pro­test­wel­len über­rollt. Men­schen im gan­zen Land ver­schaf­fen ihrer Unzu­frie­den­heit mit der Regie­rung des amtie­ren­den Prä­si­den­ten Zineel-Abidine Ben Ali Gehör.

Pira­ten­par­teien aus min­des­tens 21 Län­dern welt­weit* ver­ur­tei­len die gewalt­tä­ti­gen Reak­tio­nen der Geset­zes­hü­ter gegen­über Tune­si­ern sowie die Fest­nah­men und das Ver­schwin­den von vie­len Blog­gern, Künst­lern, Akti­vis­ten und Dis­si­den­ten in Tunesien.

Am 6. Januar 2011 wur­den der Blog­ger und Akti­vist Hamadi Kalout­cha sowie der Rap­per „El Gene­ral“ (bür­ger­li­cher Name: Hamada Ben Aoun) von der Poli­zei zum Ver­hör fest­ge­nom­men. Am glei­chen Tag noch wur­den die Dok­to­ran­den und Mit­glie­der der Pira­ten­par­tei Tune­sien Azyz Ammami, Slim Amma­mou und Slah Eddine Kchouk eben­falls von der Poli­zei ent­führt. Bis heute liegt kein Haft­be­fehl gegen sie vor und auch ihre aktu­elle Situa­tion ist unbe­kannt.
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Julia Reda - Jugendschutz, Piratenpartei, Politik, Pressemitteilungen - 22. Oktober 2010 - 2 Kommentarehttp://jupis.de/lmf

Piratenpartei greift Jugendschutz-Positionen der Jungen Piraten auf

Der Bun­des­vor­stand der Pira­ten­par­tei hat in sei­ner gest­ri­gen Vor­stands­sit­zung die For­de­run­gen der Jun­gen Pira­ten nach einer Reform des Jugend­schut­zes weit­ge­hend über­nom­men. „Wir sind hoch erfreut, dass die Pira­ten­par­tei Deutsch­land unsere Vor­stel­lun­gen zum Jugend­me­di­en­schutz auf­ge­grif­fen hat“, so Julia Reda, Vor­sit­zende der Jun­gen Pira­ten. Das Posi­ti­ons­pa­pier, das auf der Bun­des­mit­glie­der­ver­samm­lung der Jun­gen Pira­ten vor zwei Wochen ver­ab­schie­det wurde, hat auch bei den Pira­ten gro­ßes Inter­esse geweckt. Die nun von der Pira­ten­par­tei ver­ab­schie­dete Fas­sung des Papiers unter­stützt auch die Kri­tik der Jun­gen Pira­ten an der Neu­fas­sung des Jugend­me­di­en­schutz­staats­ver­tra­ges (JMStV-E).


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Julia Reda - Allgemein, Piratenpartei, Pressemitteilungen - 18. Mai 2010 - 6 Kommentarehttp://jupis.de/d3a

Junge Piraten werden offizielle Jugendorganisation der Piratenpartei

Der Par­tei­tag der Pira­ten­par­tei, der am letz­ten Wochen­ende in Bin­gen am Rhein statt­fand, war ein vol­ler Erfolg für die Jun­gen Piraten.

Der vor gut einem Jahr gegrün­dete Ver­ein wurde per Par­tei­tags­be­schluss mit über­wäl­ti­gen­der Mehr­heit als offi­zi­elle Jugend­or­ga­ni­sa­tion der Pira­ten­par­tei Deutsch­land aner­kannt. Die Vor­stel­lung der erfolg­rei­chen Arbeit der Jun­gen Pira­ten durch ihren Vor­sit­zen­den Heiko Her­berg bewog über 50 Pira­ten, noch auf dem Par­tei­tag Mit­glied der Jun­gen Pira­ten zu wer­den. Die Mit­glie­der­zahl wuchs damit auf über 500 an.

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admin - Intern, Piratenpartei, Politik, Pressemitteilungen, Uncategorized - 1. April 2010 - 17 Kommentarehttp://jupis.de/mux

Junge Piraten werden Jugendorganisation der Front Deutscher Äpfel

[UPDATE] Natür­lich war das hier ein Bei­trag zum 1. April. Wir hof­fen, ihr hat­tet so viel Spaß wie wir :)

Die Jun­gen Pira­ten geben heute bekannt, dass Sie sich von der Pira­ten­par­tei Deutsch­land abwen­den und von nun an als Jugend­or­ga­ni­sa­tion der Front Deut­scher Äpfel fun­gie­ren werden.
Die Pira­ten­par­tei Deutsch­land hat sich in ihren Zie­len und Ansich­ten lei­der mehr und mehr von denen der Jugend­or­ga­ni­sa­tion ent­fernt. Nicht nur, dass mit Mier­scheidt schon wie­der ein SPD-Abgeordneter den Pira­ten bei­tritt, nein, auch das kau­fen einer Insel in der Ägäis steht plötz­lich auf dem Plan.

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admin - Jugendschutz, Piratenpartei, Pressemitteilungen - 24. Februar 2010 - Kommentare deaktivierthttp://jupis.de/wr6

CDU nimmt Dialog mit Piratenpartei auf

Erfolg­rei­che Kri­tik der PIRATEN am Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV)

Hes­sens Minis­ter­prä­si­dent Roland Koch (CDU) und der neue NRW-Generalsekretär der CDU, Andreas Kraut­scheid, haben Ver­tre­ter der Pira­ten­par­tei und ihrer Jugend­or­ga­ni­sa­tion „Junge Pira­ten“ (JuPis) zu Gesprä­chen in ihre Staats­kanz­leien ein­ge­la­den. Zuvor hat­ten die PIRATEN ges­tern in 12 deut­schen Lan­des­haupt­städ­ten gegen die geplante Neu­fas­sung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) demons­triert. (mehr…)



admin - Piratenpartei, Politik, Pressemitteilungen - 28. September 2009 - 3 Kommentarehttp://jupis.de/xfa

Piratenpartei erreicht bundesweit 2%!

Die Jun­gen Pira­ten sind über das gute Abschnei­den der Pira­ten­par­tei bei der Bun­des­tags­wahl und der Land­tags­wahl in Schleswig-Holstein hoch­er­freut. Laut dem vor­läu­fi­gen amt­li­chen End­er­geb­nis kom­men die Pira­ten bun­des­weit auf 2,0 Pro­zent der Stim­men und sind damit auf Anhieb die stärkste Kraft unter den „klei­nen“ Par­teien. Bei der Land­tags­wahl in Schleswig-Holstein erzielte die Pira­ten­par­tei mit 1,8 Pro­zent der Stim­men ein ähnlich star­kes Ergeb­nis. Damit konnte das Ergeb­nis der Euro­pa­wahl mehr als ver­dop­pelt und deut­lich das Wachs­tums­po­ten­tial der Pira­ten­par­tei auf­ge­zeigt werden!

Gerade unter jun­gen Wäh­lern waren die Pira­ten erfolg­reich, so wähl­ten laut infra­test dimap bei der Bun­des­tags­wahl ganze 13% der männ­li­chen Erst­wäh­ler die Pira­ten­par­tei. „Unser star­kes Abschnei­den bei den jun­gen Wäh­lern zeigt, dass die eta­blier­ten Par­teien eine Wäh­ler­kli­en­tel sträf­lich ver­nach­läs­sigt haben. Anstatt den Lebens­stil jun­ger Men­schen durch Com­pu­ter­spiel­ver­bote oder dra­ko­ni­sche Stra­fen auf File­sha­ring zu kri­mi­na­li­sie­ren, bin­den die Pira­ten die junge Gene­ra­tion unmit­tel­bar in die Ent­schei­dungs­fin­dung ein“, sagt Jos­hua Brück, Vor­sit­zen­der der Jun­gen Piraten.

Auch wenn es für einen Ein­zug in die Par­la­mente bei die­ser Wahl noch nicht gereicht hat, illus­triert der rasante Auf­stieg der Pira­ten­par­tei, welch hohen Stel­len­wert die The­men Bür­ger­rechte, Daten­schutz, freier Zugang zu Wis­sen und eine umfas­sende Urhe­ber­rechts­re­form gerade bei der jün­ge­ren Gene­ra­tion spie­len. Etli­che Mit­glie­der der Pira­ten­par­tei und der Jun­gen Pira­ten haben unter Ein­satz ihrer Frei­zeit, ihres Know-Hows und schier unend­li­cher krea­ti­ver Ener­gie zu die­sem Wahl­er­folg beige­tra­gen. Julia Reda, Mit­glied im Vor­stand der Jun­gen Pira­ten, ist sich sicher: „Die­ser Wahl­kampf hat eine Welle los­ge­tre­ten, deren Ein­fluss auf die poli­ti­sche Land­schaft so schnell nicht ver­eb­ben wird. Wir haben gezeigt, dass die Pira­ten­par­tei eine poli­ti­sche Kraft ist, mit der auch in Zukunft gerech­net wer­den muss. Die Segel sind jetzt gesetzt, um Kurs auf die Land­tage und den Bun­des­tag zu neh­men.“
Über die Jun­gen Piraten:

Die Jun­gen Pira­ten sind die Jugend­or­ga­ni­sa­tion der Pira­ten­par­tei Deutsch­land und bie­ten jun­gen Men­schen die Mög­lich­keit, sich selbst zu orga­ni­sie­ren und sich ohne Mit­glied­schaft in einer Par­tei poli­tisch zu enga­gie­ren und weiterzubilden.

Kin­der und Jugend­li­che sol­len bei den Jun­gen Pira­ten selbst­be­wusste und kri­ti­sche Per­sön­lich­kei­ten ent­fal­ten und ler­nen, ihre Inter­es­sen wahr­zu­neh­men und zu for­mu­lie­ren. Die Jun­gen Pira­ten ver­tre­ten zudem die Inter­es­sen ihrer Mit­glie­der gegen­über der Pira­ten­par­tei Deutsch­land — so kön­nen Jugend­li­che schon früh Ein­fluss auf das poli­ti­sche Gesche­hen nehmen.

Die Jun­gen Pira­ten geben Jugend­li­chen die Mög­lich­keit, sich aktiv für Bür­ger­rechte wie Mei­nungs– und Pres­se­frei­heit, Daten­schutz, neue Kon­zepte wie eine Neu­auf­lage des Copy­rights und vie­les mehr ein­zu­set­zen. Außer­dem steht die kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit der täg­lich fort­schrei­ten­den Tech­ni­sie­rung des All­tags und den damit ver­bun­de­nen Gefah­ren sowie das Ver­mit­teln von Medi­en­kom­pe­tenz auf der Agenda der Jun­gen Piraten.

Wei­tere Infos über die Jun­gen Pira­ten fin­den Sie unter: www.junge-piraten.de


Ansprech­part­ner für die Jun­gen Piraten:

Jos­hua Brück, Vorstandsvorsitzender

eMail: joshua@ztoa.eu


Pres­se­kon­takt: presse@junge-piraten.de



admin - Piratenpartei, Politik, Spitzenkandidatenserie - 20. September 2009 - 2 Kommentarehttp://jupis.de/o6j

Spitzenkandidatenserie — Teil vier: Axel Mehldau

Da ist er: Teil vier! Axel Mehl­dau ist Vor­stands­vor­sit­zen­der des Lan­des­ver­ban­des Bran­den­burg und außer­dem Pira­ten­kan­di­dat. Der nun dritte Teil über Spit­zen­kan­di­da­ten über die “OPis” ver­sucht, sich ihm per Inter­view zu nähern. So soll den Jun­gen Pira­ten und inter­es­sier­ten Men­schen ein bes­se­rer Ein­blick in die Fülle von Kan­di­da­ten gege­ben wer­den, die vom Bun­des­tag träu­men — ob zurecht, wer­den wir sehen. Denn nächs­ten Sonn­tag ist Bundestagswahl!

Bis zur Bun­des­tags­wahl wer­den wir so viele Ant­wor­ten wie mög­lich für euch veröffentlichen.

Profilfoto von Axel Mehldau
Name: Axel Mehldau

Lan­des­ver­band: Brandenburg

Pro­fil: Hier

Wir glau­ben an die Selbst­be­stim­mung, wie auch an die per­sön­li­che Frei­heit, die uns jetzt nach und nach weg genom­men wird. Wir wol­len nicht noch mehr kon­trol­liert, mani­pu­liert, kom­man­diert, ange­schmiert, aus­ge­trickst, abge­zockt, belo­gen und gesteu­ert werden.

Inter­view mit Axel Mehldau

Per­sön­lich:

Wie heißt du, wie alt bist du und was machst du beruflich?

Mein Name ist Axel Mehl­dau.
Ich bin jetzt noch 49 Jahre jung.
Bin seit 1999 in einem Indus­trie­ver­band als Sys­tem­ad­mi­nis­tra­tor beschäftigt.

Hast du Fami­lie und Kin­der?
Ja, ich habe Fami­lie: bin ver­hei­ra­tet und habe 3 erwach­sene Töchter.

Wie und wann hast du von den Pira­ten erfah­ren und warum bist du ihnen beige­tre­ten?
Eigent­lich hatte ich nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung Deutsch­lands durch die Aus­wir­kun­gen des  soge­nann­ten Eini­gungs­ver­tra­ges auf die Wirt­schaft und die Bevöl­ke­rung in der ehe­ma­li­gen DDR die Nase gestri­chen voll. Lieb­äu­gelte mit einer Aus­wan­de­rung aus Deutsch­land. Im März/April 2008. Las ich im Inter­net von den Zie­len der Pira­ten, der Inter­na­tio­na­li­tät, das Pro­gramm sowie auch die Sat­zung. Hier fand ich mich wie­der. Mein Kol­lege füllte schon stumm einen Mit­glieds­an­trag aus und hat ihn im Mai 2008 an die Pira­ten gefaxt. Nach etwa einer Woche, auch noch im Mai, war auch ich so weit.
Ich habe mir gesagt nur meckern kann nicht meine Zukunft sein. Ein­fach das Land ver­las­sen, auch nicht.

Bist Du Mit­glied in einer ande­ren Par­tei oder warst es?
Nein

Zur poli­ti­schen Ver­gan­gen­heit:
Bis­her war ich, seit mei­ner Jugend, immer poli­tisch und geschicht­lich sehr inter­es­siert. Habe jede Menge über die deut­sche Geschichte gele­sen. Enga­giert aber, habe ich mich nicht. Erst seit der Ver­än­de­run­gen in Deutsch­land, mei­nem per­sön­li­chem Lebens­lauf nach der Wider­ver­ei­ni­gung, dem immer deut­li­cher wer­den­den Ver­än­de­run­gen in der Poli­tik seit der Regie­rung mit Bun­des­kanz­ler Hel­mut Kohl, habe ich gespürt, dass ich mich ein­mi­schen muss.

Warum hast du dich zur Bun­des­tags­wahl auf­stel­len las­sen?
Hierzu kam ich wie die Jung­frau zum Kind. Bei unse­rer Lan­des­ver­bands­grün­dung waren wir im Okto­ber 2008 genau 7 aktive Pira­ten. Jeder von uns bekam eine Funk­tion. Da ich der älteste war, mein­ten sie, ich solle doch den Vor­sitz über­neh­men. Da habe ich ja gesagt. Auf unse­rem 1. Par­tei­tag wur­den dann die Kan­di­da­ten nomi­niert. Hier waren wir zwar ein paar Pira­ten mehr, aber auch hier hatte man das Ver­trauen in mich.
Wenn du ein Man­dat bekommst, wie kannst du das mit dei­nem Beruf ver­ein­ba­ren?
Genau das wird nicht gehen. Ich glaube dass das Ein­mi­schen in die jet­zige Poli­tik so viel Anstren­gung und vor allem Zeit und Geduld benö­tigt, dass die gesamte Zeit dafür drauf gehen wird. Und das sind wir Pira­ten auch den Hoff­nun­gen unse­rer Wäh­ler schuldig.

Poli­tisch

Wel­che Auf­ga­ben über­nimmst du für die Pira­ten­be­we­gung, was sind deine Inter­es­sen und
Tätig­kei­ten dabei?

Ich sehe meine Auf­gabe in der Koor­di­nie­rung und Ide­en­fin­dung, gemein­sam mit dem gesam­ten Vor­stand des Lan­des­ver­ban­des, zum Auf­bau einer fes­ten Struk­tur, der Orga­ni­sa­tion und Moti­va­tion der neuen Pira­ten. Kana­li­sie­ren der Akti­vi­tä­ten. Ich bin das Gesicht nach außen. Ansprech­part­ner für die Pres­se­an­fra­gen. Inter­esse habe ich auch an den per­sön­li­chen Kon­tak­ten zu den Piraten.

Was wür­dest du als das Wich­tigste anse­hen, das du als Par­la­men­ta­rier bewe­gen kannst?
Ich könnte für die Pira­ten und die Men­schen die ihr Ver­trauen in die Pira­ten gesetzt haben eine Stimme sein. Die Regie­rungs­ko­ali­tion mit Anfra­gen und Ein­sprü­chen auf Män­gel hin­wei­sen, Dis­kus­sio­nen über Fehl­ent­schei­dun­gen ent­fa­chen, andere Par­la­men­ta­rier ver­su­chen zu über­zeu­gen, dass sol­che Gesetze wie Hartz und Vor­rats­da­ten­spei­che­rung ein Feh­ler waren und diese kor­ri­giert gehören.

Was wür­dest du als das Wich­tigste anse­hen, das du als Par­la­men­ta­rier im Bereich
Grund­rechte bewe­gen kannst?

Das Grund­ge­setz ist als Ergeb­nis des zwei­ten Welt­krie­ges und der unsäg­li­chen Lei­den für alle Völ­ker und Men­schen ent­stan­den. Hier sollte nicht wei­ter modi­fi­ziert wer­den, um anschlie­ßend Gesetze zu ver­ab­schie­den, die das Volk immer wei­ter von Frei­heit und Gerech­tig­keit, sowie von Lebens­qua­li­tät abtren­nen. Das möchte ich gern hel­fen zu verhindern.

Was wür­dest du als das Wich­tigste anse­hen, das du als Par­la­men­ta­rier im Bereich
Jugend­po­li­tik bewe­gen kannst?

Hier liegt lei­der schon viel im Argen. Ein Arbeits­feld so weit das Auge reicht. Die Kin­der und Jugend­li­chen haben in die­sem Lande wohl kaum eine Lobby. Immer wie­der wird fest­ge­stellt, dass Kin­dern aus Geld­man­gel das Pau­sen­brot nicht mit­ge­ge­ben wer­den kann. 2.500.000 Kin­der leben in Armut. Die Unter­schiede im Aus­bil­dungs­ni­veau. Die Ange­bote zur Frei­zeit­ge­stal­tung, die der­ar­tig viel Geld kos­ten, dass eine sinn­volle Frei­zeit­be­schäf­ti­gung für die meis­ten unmög­lich ist. Wir müs­sen uns dafür Ein­set­zen, dass die Gel­der der Bür­ger aus Steu­ern weni­ger für Sub­ven­tio­nen und Ver­schwen­dung ein­ge­setzt wer­den. Hier sehe ich jede
Menge Poten­zial. Z.B. für kos­ten­lose Frei­zeit­an­ge­bote für Kin­der und Jugend­li­che, wie kos­ten­lose Mit­glied­schaf­ten in Sport­ver­ei­nen, Tanz­schu­len, außer­schu­li­schen Musik– und Kunst­un­ter­richt, kos­ten­lo­sem Schu­les­sen, Kos­ten­be­frei­ung für Klas­sen­fahr­ten, einer Bil­dungs­po­li­tik, die auch echte Chan­cen­gleich­heit für alle Kin­der bie­tet, egal aus wel­cher sozia­len Schicht sie stam­men. Ich bin für eine Eli­ten­bil­dung, doch nur wegen des Kön­nens und nicht wegen der Geburt!

Wenn du als Pirat Teil einer Regie­rungs­ko­ali­tion wer­den könn­test, mit wem wür­dest du am
liebs­ten koalie­ren?

Das wird immer eine Tea­mentschei­dung sein. Meine per­sön­li­che Sicht der Dinge wird nicht allein maß­ge­bend sein, ich würde mich aber schon mit ein­brin­gen. Koali­ti­ons­ver­träge sind meist Kom­pro­misse. Jeder der Ver­hand­lungs­par­teien wird Zuge­ständ­nisse machen müs­sen. Immer bis zu einem gewis­sen Grad ist so etwas mög­lich. Par­al­le­len zu unse­ren Zie­len und Ideen sehe ich bei eini­gen Par­teien. Einige unse­rer Ideen und Ziele wur­den auch schon von ande­ren Par­teien kopiert und modi­fi­ziert. z.B. bei den Grü­nen und der FDP. Auch bei den Lin­ken ist das in Bran­den­burg schon in einem Kreis gesche­hen. Die Kul­tur­flat­rate wird dis­ku­tiert, Bür­ger­geld wird dis­ku­tiert, die Ein­schrän­kun­gen der per­sön­li­chen Frei­hei­ten, die Zen­sur im Inter­net und viele andere Dinge sind schon Par­tei­über­grei­fend im Gespräch. Ich glaube das mit der Koali­tion wird erst noch inter­es­sant. Wie weit kön­nen sich die Par­teien auf­ein­an­der zu bewe­gen. Auch wir Pira­ten wer­den eine Menge bewe­gen kön­nen, wenn wir einig sind und offen auch für neue Ideen, bereit dazu zu ler­nen. Bei der CDU/CSU und den rech­ten Par­teien, kann ich mir im Moment keine Koali­tion vor­stel­len. Wobei die SPD im Moment für mich auch nicht koali­ti­ons­fä­hig wäre.

Was sagst Du zu der Ansicht, die Pira­ten­par­tei hätte sich nicht deut­lich genug vom Rechts­ex­tre­mis­mus dis­tan­ziert?
Wer ver­tritt denn so eine absurde Mei­nung? Die Pira­ten sind viel­leicht ein bun­tes Völk­chen, aber sie sind frei­heit­lich demo­kra­tisch, und kei­nes­wegs irgendwo rechts­ex­trem und natio­nal gleich gar nicht. Sie gibt es inter­na­tio­nal. In einer Anzahl Län­der schon gegrün­det. Sie set­zen sich in ihren Dis­kus­sio­nen für die Bür­ger­rechte ein, für die per­sön­li­che Frei­heit und den Schutz der Pri­vat­sphäre. Sie kämp­fen für freies Wis­sen, für alle die im Inter­net gegen die dro­hende Zen­sur sind. Also ich kann kei­nen Extre­mis­mus in irgend­eine Rich­tung erken­nen.
Weder nach Rechts noch nach Links.

Was sagst du zu der Ansicht, die Pira­ten­par­tei würde sich nicht aus­rei­chend gegen ille­ga­les File­sha­ring, wel­ches die Künst­ler schä­digt, aus­spre­chen?

Die Pira­ten­par­tei Deutsch­land ver­folgt das Ziel, künst­li­che Mono­pole abzu­bauen. Diese ent­ste­hen nur des­halb, weil z.B. die Künst­ler und Kul­tur­schaf­fen­den über die Ver­lage, Labels und Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten mit Ver­trä­gen um einen gro­ßen Teil ihrer Ver­gü­tung gebracht wer­den. Das File­sha­ring im Inter­net ist nur eine neue Form von Tausch. Man besucht sich nicht mehr, wie frü­her ein­mal, zum Plat­ten hören, trifft sich nicht mehr bei Tausch­bör­sen. Meine Mei­nung ist, dass Tau­schen ein Jahr­hun­dert altes Men­schen­recht ist. Das gehört nicht abge­schafft, son­dern als nor­mal ange­se­hen und gedul­det. Das Tau­schen bringt auch nicht die Kul­tur­schaf­fen­den um die ihnen zuste­hen­den Hono­rare. Die Lösung ist nach wie vor umstrit­ten. Heute schon wer­den alle mög­li­chen Abga­ben auf Kopie­rer etwa und CD-Player, Roh­linge, Recor­der und so wei­ter erho­ben. Die GEMA, als Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft erhebt
Gebüh­ren und ver­teilt diese. Strit­tig ist, ob diese Modelle noch zeit­ge­mäß sind. Ideen, wie die Kul­tur­flat­rate, wer­den par­tei­en­über­grei­fend dis­ku­tiert. End­gül­tige Lösun­gen müss­ten gemein­sam mit den Krea­ti­ven erar­bei­tet werden.

Siehst du die Pira­ten­par­tei als Par­tei der Nerds und Com­pu­ter­freaks? Wenn ja, siehst du das
als hilf­reich an, wenn nein, wie möch­test du gegen­steu­ern?

Ja und nein. Ja, als sol­che ist sie ent­stan­den. Gegrün­det auf Grund der Igno­ranz von Poli­tik und Indus­trie. Nein, weil wir nicht mehr nur Com­pu­ter­freaks sind. Seit eini­gen Wochen kom­men immer mehr Pira­ten dazu. Aus allen Berei­chen der gesell­schaft­li­chen Struk­tur. Wis­sen­schaft­ler, Ärzte und Ange­stellte, Arbeits­lose und Arbei­ter. Auch viele ohne Affi­ni­tät zum Com­pu­ter. Ein­fach weil unsere Posi­tio­nen rich­tig sind. Weil wir basis­de­mo­kra­tisch sind und eine Streit­kul­tur an den Tag legen, die ihres glei­chen in der eta­blier­ten poli­ti­schen Umge­bung sucht. Weil bei uns jede Mei­nung gehört wird. Jeder kann sich ein­mi­schen, die Trans­pa­renz unse­rer Par­tei lässt die­ses ja auch zu.


Sollte sich die Pira­ten­par­tei auch in der Lokal­po­li­tik und auf Län­der­ebene mit eige­nen Pro­gramm­punk­ten auf­stel­len?

Hier bin ich dafür. Gerade in den ein­zel­nen Län­dern gibt es Pro­bleme, die im Bund nicht gehört wer­den. Pro­bleme die die Men­schen vor Ort bewe­gen. Ich sage nur Atom­müll­end­la­ger, oder unter­ir­di­sche CO2 Ver­klap­pung. Flug­ha­fen­er­wei­te­run­gen, Schiff­fahrts­wege, Bin­nen­hä­fen, Infra­struk­tu­ren und Dinge die als Län­der­sa­che betrach­tet wer­den. Hierzu müs­sen Lan­des­ver­bände eine Mei­nung haben und auf Län­der­ebene Alter­na­ti­ven auf­zei­gen, die die Bür­ger dazu bewe­gen, Pira­ten zu wählen.

Über die Jun­gen Piraten

Kennst Du die jun­gen Pira­ten, schon? Wenn ja woher?
Ja, lei­der bis­her nur von der Web­seite!
Bist du selbst ein jun­ger Pirat?
Nein, ich glaube dem Alter schon ent­wach­sen zu sein.

Was denkst du zu den Jun­gen Pira­ten?
Alles was ich bis­her auf Eurer Seite lesen konnte, gibt mir die Hoff­nung, dass wir für die Pira­ten­par­tei und ihre hohen Ziele, Enthu­si­as­ten fin­den, die sich ein­brin­gen und ein­mi­schen. Die mit frei­heit­li­cher Selbst­si­cher­heit das beste­hende und künf­tige Kon­zept für eine neue zuschaf­fende mensch­li­chere Welt ein­tre­ten. Uns „Alte“ erset­zen und noch bes­ser in das Rad der sich der­zeit ver­än­dern­den Rea­li­tät ein­grei­fen. Wir star­ten das Ganze und ihr wer­det es gut fort­set­zen, denn auch eure Stimme wird gehört.

Hoff­nun­gen und Wün­sche an die Jun­gen Pira­ten:
Zeigt Euch, werbt wei­ter, orga­ni­siert öffent­li­che Aktio­nen. Die Men­schen in unse­rem Lande haben nicht alle Inter­net und Online­ver­ständ­nis. Erhebt Eure Stimme immer wie­der, wenn etwas unge­recht ist. Wenn vor allem in den Schu­len und Uni­ver­si­tä­ten, ins­ge­samt im Bil­dungs­we­sen, etwas unan­ge­nehm auf­stößt. Wehrt Euch, wenn Ihr ange­grif­fen wer­det, strei­tet Euch in geschlos­se­nen Räu­men, bis Ihr Kon­sens, eine gemein­same Spra­che gefun­den habt. Ver­zeiht Feh­ler der Ande­ren, sie wer­den dar­aus ler­nen, und sucht Gleich­ge­sinnte auf allen The­men­ge­bie­ten auch aus ande­ren Ver­ei­nen und arbei­tet mit ihnen zusam­men. So wer­det Ihr grö­ßer und stär­ker und helft damit auch der Piratenpartei!

Euer Axel Mehldau

Vor­stand des Lan­des­ver­ban­des Brandenburg

Der Pira­ten­par­tei Deutschland

Die Jun­gen Pira­ten bedan­ken sich für die Ant­wor­ten und wün­schen viel Erfolg im Wahlkampf!

Ein herz­li­ches: ARRRRRR!



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