Nach­dem das Netz­sper­ren­ge­setz der dama­li­gen Fami­li­en­mi­nis­te­rin Ursula von der Leyen infolge mas­si­ver Pro­teste aus der Bevöl­ke­rung keine Anwen­dung fin­det, hat nun die Innen­kom­mis­sa­rin der EU, Ceci­lia Malm­ström, Gefal­len an der Idee gefun­den. Sie möchte eine Richt­li­nie erlas­sen, deren Umset­zung wie bei der Vor­rats­da­ten­spei­che­rung ver­pflich­tend wäre. Euro­pa­weit würde so gegen den Wil­len vie­ler kri­ti­scher Stim­men eine Rege­lung Gesetz, die büro­kra­tisch, tech­nisch sinn­frei und unwirk­sam ist.

Beson­ders scho­ckie­rend für die Jun­gen Pira­ten ist aller­dings, dass Malm­ström in ihrem Brief eine gezielte Dif­fa­mie­rung von Bür­ger­be­we­gun­gen betreibt. So schreibt sie: „Beim Thema Regle­men­tie­rung des Inter­nets wer­fen Bür­ger­in­itia­ti­ven zu Recht die Frage nach der freien Mei­nungs­äu­ße­rung auf. Bil­der von Kin­des­miss­brauch kön­nen jedoch unter kei­nen Umstän­den als legi­time Mei­nungs­äu­ße­rung gel­ten“ [1]. (mehr…)