Einträge zum Stichwort 'Junge Piraten'

admin - Politik, Überwachung - 19. November 2009 - 4 Kommentarehttp://jupis.de/blg

Demonstration gegen Videoüberwachung in Wiesbaden — Junge Piraten rufen zur Teilnahme auf

Am Sams­tag, den 21.11.2009 fin­det ab 11 Uhr auf dem Bahn­hofs­vor­platz Wies­ba­den eine Demons­tra­tion gegen die dort geplante, flä­chen­de­ckende Video­über­wa­chung statt. Die Jun­gen Pira­ten unter­stüt­zen den Protest.

Seit 2003 wird der ?Platz der deut­schen Ein­heit? video­über­wacht. Wel­chen Erfolg, wenn über­haupt, diese Anlage erbracht hat, lässt sich leicht anhand der dort erfass­ten Straf­ta­ten mes­sen. Igno­riert man die Zahl der Schwarz­fah­rer, sind die regis­trier­ten Straf­ta­ten im Bereich des Plat­zes, trotz Kame­ras, von 2007 bis 2008 um 21 gestie­gen (von 123 auf 144).

Nun sol­len Anfang 2010 neue Kame­ras instal­liert wer­den. Nur der Auf­bau wird die Stadt fast 200.000 Eur kos­ten — Finanz­mit­tel, die drin­gend in der Bil­dung oder im Sozi­al­haus­halt gebraucht werden.

Das vor­geb­li­che Ziel der Video­über­wa­chung ist es, die Sicher­heit auf dem Bahn­hofs­areal zu erhö­hen. Kri­ti­ker sagen jedoch offen, dass unlieb­same Grup­pen ver­drängt wer­den sol­len. Der CDU-Politiker Andreas Knüt­tel­würde es durch­aus begrü­ßen, wenn die Pun­ker ver­schwin­den: „Ich hätte nichts dage­gen, wenn es sich so auswirkt.“

Die Video­über­wa­chung ist gestützt auf die Zah­len der Poli­zei, die den Vor­platz und den Bahn­hof als ?„Kri­mi­na­li­täts­schwer­punkt“ ein­stuft. Jedoch zeich­net die „?Brennpunkt“-Bilanz, der für das Jahr 2008 vom Bahn­hofs­areal gemel­de­ten Straf­ta­ten, ein ande­res Bild: 139 von 244 Straf­ta­ten waren Laden­dieb­stähle, began­gen im Bahn­hof und somit auch künf­tig von den Kame­ras drau­ßen nicht zu erfassen.

Julia Reda aus dem Bun­des­vor­stand der Jun­gen Pira­ten fin­det es unge­heu­er­lich, wie hier mit Steu­er­mit­teln umge­gan­gen wird: „200.000 Euro sind eine Summe, die man bes­ser in Schul­aus­stat­tung oder soziale Ein­rich­tun­gen inves­tiert. Bei­des ist für die Gesell­schaft för­der­li­cher als ein Platz, der von Kame­ras erfasst wird. Wir brau­chen nicht mehr Über­wa­chung, son­dern mehr Bil­dung, Auf­klä­rung und Präventionsprogramme.“


Ansprech­part­ner für die Jun­gen Pira­ten:
Heiko Her­berg, kom­mis­sa­ri­scher Vor­stands­vor­sit­zen­der
eMail: vorstand@junge-piraten.de

Pres­se­kon­takt: presse@junge-piraten.de



admin - Allgemein, Pressemitteilungen - 9. November 2009 - 2 Kommentarehttp://jupis.de/6tj

Junge Piraten veranstalten außerordentliche Bundesmitgliederversammlung in Berlin

Abstimmung auf der 3. BMV 2009Es wird nicht ruhig bei den Jun­gen Pira­ten. Am 07.11.09 fand im Amts­haus Buch­holz, Ber­lin, eine außer­or­dent­li­che Bundes­mitglieder­versammlung statt. Inhalt­lich drehte sich alles um die bevor­ste­hende Ver­eins­grün­dung, wozu es noch eini­ger Sat­zungs­än­de­run­gen bedurfte. Zusätz­lich stellte sich der kom­mis­sa­ri­sche Vor­sit­zende der Jun­gen Pira­ten Heiko Her­berg den Fra­gen der ange­reis­ten Vor­stände der Lan­des­ver­bände Nie­der­sach­sen und Ber­lin. Die BMV ist ein Zei­chen, dass es trotz Jos­hua Brücks Rück­tritt aus per­sön­li­chen Grün­den wei­ter geht und die Jun­gen Pira­ten die Ener­gie, die sie aus der ers­ten Bun­des­mit­glie­der­ver­samm­lung gezo­gen haben, wei­ter­hin nut­zen.

Im infor­mel­len Teil wurde viel über die Arbeit bei den Jun­gen Pira­ten gespro­chen. Viele junge Men­schen haben noch nicht mit­be­kom­men, dass sich jeder ein­brin­gen kann und darf, und das auch, ohne Mit­glied zu sein. Der Vor­sit­zende des frisch gegrün­de­ten Lan­des­ver­ban­des Nie­der­sach­sens, André Ulrich, ist fest über­zeugt, dass es gerade der Mit­mach­fak­tor ist, der junge Men­schen zu den JuPis bringt. „Die Jun­gen Pira­ten bie­ten eine per­fekte Chance, sich poli­tisch zu enga­gie­ren. Bei den meis­ten Jugend­or­ga­ni­sa­tio­nen sind die The­men schon zu sehr gefes­tigt, um dort noch etwas selbst mit­be­stim­men zu kön­nen. Die JuPis sind also die Gele­gen­heit, sich poli­tisch zu mobi­li­sie­ren und aktiv mit­zu­ma­chen“, so seine wei­tere Ausführung.

Julia Reda, Bei­sit­ze­rin im Bun­des­vor­stand, ist auch über­zeugt: „Die Jun­gen Pira­ten bre­chen alte Struk­tu­ren auf. Jeder kann neue Ideen ein­brin­gen und Dank unse­rer fla­chen Ent­schei­dungs­wege sind sie auch schnell umgesetzt.“

In Anleh­nung an die Pira­ten­par­tei, als deren Jugend­or­ga­ni­sa­tion man sich ver­steht, gilt auch hier: „Klar­ma­chen zum Ändern!“ — und in die­sem Fall den Arbeits­all­tag einer Jugend­or­ga­ni­sa­tion, die zum Mit­ma­chen einlädt.


Ansprech­part­ner für die Jun­gen Pira­ten:
Heiko Her­berg, kom­mis­sa­ri­scher Vor­stands­vor­sit­zen­der
eMail: vorstand@junge-piraten.de

Pres­se­kon­takt: presse@junge-piraten.de



admin - Allgemein, Gründung - 29. Oktober 2009 - 1 Kommentarhttp://jupis.de/70t

Landesverband Niedersachsen: Segel gesetzt!

In Clop­pen­burg hat sich am Nach­mit­tag des 24. Okto­ber 2009 der Lan­des­ver­band Nie­der­sach­sen der Jun­gen Pira­ten gegrün­det. Nach erfolg­rei­cher Ein­tra­gung ins Ver­eins­re­gis­ter wird sich der LV Nie­der­sach­sen dem Bun­des­ver­band als eigen­stän­di­ger Unter­ver­band angliedern.

Ein Team aus sie­ben Vor­stands­mit­glie­dern wurde gewählt und beauf­tragt, die Geschi­cke des Lan­des­ver­ban­des zu len­ken. Dem Vor­stand gehö­ren an:
– 1. Vor­sit­zen­der André Ulrich
– 2. Vor­sit­zen­der Phil­ipp Kath­mann
– Schatz­meis­ter Simon Rupsch
– Gene­ral­se­kre­tär Andrea Abeln
– Pres­se­spre­cher Ronald Becher
– Bei­sit­zer Chris­tina König
– Bei­sit­zer Mathis Elling

Soweit alles klar: Eine Unter­glie­de­rung mehr bedeu­ten mehr Aktio­nen, mehr JuPis auf der Straße und in Stamm­ti­schen, mehr Ver­wal­tung vor Ort — also genau das was die JuPis brau­chen! Folg­lich: alles Gute vom JuPis Bun­des­ver­band! Wir wün­schen den JuPis in Nie­der­sach­sen viel Erfolg und eine steife Brise für den Aufwind!

Das gilt natür­lich auch für alle ande­ren exis­tie­ren­den und in Grün­dung befind­li­chen Lan­des­ver­bände: Genau das brau­chen die JuPis: Initia­tive und Enga­ge­ment der Mit­glie­der! Kommt, traut euch! Die Unter­stüt­zung des Junge Pira­ten Bun­des­ver­ban­des habt ihr, wo es ange­sichts der Situa­tion mög­lich ist.

Wir wür­den euch im Übri­gen bit­ten, mög­lichst alle paar Wochen in eine Vor­stands­sit­zung zu kom­men und uns über die Ent­wick­lun­gen im Land zu berich­ten. Wo Rück­fra­gen und Kri­tik beste­hen: Hal­tet nicht hin­ter dem Berg. Wir haben ein offe­nes Ohr für alles.

In die­sem Sinne: Klar­ma­chen zum Ändern!

Euer Bun­des­vor­stand

Die Jun­gen Pira­ten sind eine selbst­stän­dige, poli­tisch ori­en­tierte Jugend­or­ga­ni­sa­tion und bie­ten jun­gen Men­schen die Mög­lich­keit, sich selbst zu orga­ni­sie­ren und sich ohne Mit­glied­schaft in einer Par­tei poli­tisch zu enga­gie­ren und wei­ter­zu­bil­den. Die Jun­gen Pira­ten stre­ben Frei­heit, Selbst­be­stim­mung und Gerech­tig­keit in allen Berei­chen der Gesell­schaft an und leh­nen jeg­li­che Art tota­li­tä­rer und dik­ta­to­ri­scher Bestre­bun­gen ab. Sie set­zen sich für Demo­kra­tie und Rechts­staat­lich­keit ein. Ins­be­son­dere ver­su­chen die Jun­gen Pira­ten, neue Wege der Basis­de­mo­kra­tie zu ent­wi­ckeln und zu leben.
Bei den Jun­gen Pira­ten wer­den Medi­en­kom­pe­tenz und poli­ti­sche Metho­den erlernt und freiheitlich-demokratische Werte ver­mit­telt. Beson­de­ren Wert legen die Jun­gen Pira­ten auf Mei­nungs­frei­heit, Demo­kra­tie, Daten­schutz, Fra­gen rund um das Urhe­ber­recht, den freien Aus­tausch von Wis­sen und Kul­tur, Gleich­be­rech­ti­gung und Gleich­stel­lung aller Men­schen sowie jugend­li­che Mit­be­stim­mung. Ziel der Jun­gen Pira­ten ist es, junge Men­schen auf geis­ti­gem und sitt­li­chem Gebiet zu för­dern, die Mög­lich­keit zu bie­ten, sich selbst zu orga­ni­sie­ren und sich ohne Mit­glied­schaft in einer Par­tei poli­tisch zu enga­gie­ren und wei­ter­zu­bil­den. Die Jun­gen Pira­ten sehen die Orga­ni­sa­tion und Durch­füh­rung von Schulungs-, Bildungs-, Frei­zeit– und Infor­ma­ti­ons­an­ge­bote im Sinne außer­schu­li­scher Jugend­ar­beit als ihre Haupt­auf­gabe. Erreicht wer­den diese Ziele ins­be­son­dere durch die Ange­bote außer­schu­li­scher Jugend­ar­beit in der Kin­der– und Jugend­hilfe nach den Richt­li­nien des Bun­des­mi­nis­te­rium fur Senio­ren, Fami­lien, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
Dies ist nach dem LV Ber­lin bereits der zweite Lan­des­ver­band der Jun­gen Pira­ten, zwei wei­tere befin­den sich in der Vor­be­rei­tungs­phase. Diese Ent­wick­lung steht in engem Zusam­men­hang mit dem hohen Grad der posi­ti­ven Reso­nanz auf die Pira­ten­par­tei im All­ge­mei­nen und die Jun­gen Pira­ten im Spe­zi­el­len.
Die Pira­ten­par­tei Deutsch­land beschäf­tigt sich mit den ent­schei­den­den The­men des 21. Jahr­hun­derts. Das Recht auf Pri­vat­sphäre, eine trans­pa­rente Ver­wal­tung, eine Moder­ni­sie­rung des Urhe­ber­rech­tes, freie Kul­tur, freies Wis­sen und freie Kom­mu­ni­ka­tion sind die grund­le­gen­den Ziele der Piratenpartei.

Links:

- Web­seite JuPis Nie­der­sach­sen: http://www.jupis-niedersachsen.de/
– Grün­dungs­pro­to­koll: http://wiki.junge-piraten.de/wiki/Gruendungsprotokoll NDS
– Sat­zung: http://wiki.junge-piraten.de/wiki/Satzung NDS



admin - Allgemein - 25. Oktober 2009 - 26 Kommentarehttp://jupis.de/scy

Aufstellung der Kosten der Bundesmitgliederversammlung

Ein­nah­men


Betrag Bezeich­nung


3.353,32 € Ein­nah­men durch Spen­den vor der BMV und auf der BMV
950,00 € Gesamt­ein­nah­men durch Snacks und Getränke
3.074,00 € Dar­le­hen der Piratenpartei
500,00 € Dar­le­hen einer Ein­zel­per­son (Name bekannt)
120,00 € Dar­le­hen Andreas Schieberle


4.303,32 € Gesamt­ein­nah­men der BMV ohne Darlehen
7.997,32 € Gesamt­ein­nah­men aus der BMV inklu­sive der Darlehen




374,72 € Geld in der Barkasse
626,00 € Geld bei den Main Kin­zing Pira­ten für das Darlehen

Aus­ga­ben






Betrag offen/bezahlt Bezeich­nung Leis­tun­gen




331,25 € bezahlt sweet­busi­ness Snacks (Haribo, Scho­ko­ri­gel, Bifi usw.)
150,00 € bezahlt SCV-Frankfurt Gestat­tung Alkoholausschank
27,86 € bezahlt ID-ACC Arm­bän­der (Alterskontrolle)
79,60 € bezahlt Vogel & Sauer GbR Becher und Rührstäbchen
149,94 € bezahlt Saar­land Feuervers. Ver­eins­haft­pflicht­ver­si­che­rung
10,00 € bezahlt Peter Held Bar­maß
3.074,70 € bezahlt Pro­teus GmbH Beschal­lungs­tech­nik für Bands
19,95 € bezahlt Sho­par­ti­kel 24 Namens­schil­der
2.734,03 € bezahlt Caven­dish Grundbesitz Saal
238,00 € bezahlt K1 Event­ser­vice Kühl­schrank, Kühl­truhe, Rednerpult
242,76 € bezahlt giga­hertz Equipment Netz­werk­tech­nik Verleih
36,30 € bezahlt Copy­shop Anja Scheel Ord­ner, Hül­len, Ausdrucke
38,35 € bezahlt METRO Tesa Kle­be­band, Kopier­pa­pier, Eiswürfel
20,08 € bezahlt Schle­cker Gala Kaf­fee, Kaf­fee­sahne, Filter
200,00 € bezahlt Strah­le­mann Band
100,00 € bezahlt Por­no­pho­ni­que Band
180,00 € bezahlt Bor­ra­chos Band
469,47 € bezahlt IXI-Getränke Getränke
70,00 € bezahlt Secu­rity Secu­rity
257,19 € bezahlt Tele­kom Inter­net­an­schluss

8.429,48 € Gesamt­aus­ga­ben mit letz­ter Proteusrate
7.671,26 € Gesamt­aus­ga­ben ohne die letzte Pro­teus­rate von 758,22 €

–4.126,16 € Durch die BMV ver­ur­sach­ter Verlust
–383,50 € Betrag der bis zur letz­ten Pro­teus­rate noch von uns erwirt­schaf­tet wer­den muss
–3.451,50 € Betrag den wir der­zeit effek­tiv noch als Schuld­last haben

So ist nun festzuhalten:

- Wir haben ein dickes, fet­tes Problem.

- Einige Leute haben dicke, fette Feh­ler began­gen, ABER: Anfein­dun­gen und Streit brin­gen nichts.

- Die ein­zige Mög­lich­keit, da wie­der raus zu kom­men, ist aktiv dage­gen vor­zu­ge­hen. Dabei müs­sen alle mit­hel­fen! Das bedeu­tet: Mit­glie­der wer­ben, Aktio­nen machen, um Spen­den bit­ten! Ande­res ist ein­fach nicht drin.

- Die Lösung des der­zei­ti­gen Pro­blems kann nicht alleine beim Vor­stand lie­gen. Wir tun bereits unser Bes­tes und wer­den das auch wei­ter­hin machen, aber wir brau­chen vor allem eins: Eure Hilfe! Diese muss gar nicht finan­zi­ell sein, aber wir brau­chen viele aktive Mit­glie­der: Helft bei AGs, macht die JuPis bekann­ter, trefft euch auf Stamm­ti­schen. Nur so haben wir eine gute Chance, mit den Pro­ble­men fer­tig zu werden.

Fol­gende Anek­do­ten entstanden:

– Für die Inter­net­ver­sor­gung wurde ein Ver­trag über drei Monate abge­schlos­sen. Die­ser kos­tete 399.75 Euro. Der Ver­an­stal­tungs­ort ist also auf die Kos­ten der Jun­gen Pira­ten immer noch mit Inter­net versorgt.

– Etwa zwei Tage vor der Bun­des­mit­glie­der­ver­samm­lung wurde klar, dass ein Sicher­heits­mann benö­tigt wird. Pro­blem: Der Kos­ten­punkt für den durch­aus net­ten Men­schen betrug 481.95 Euro. Dafür dass er 48 Stun­den vor Ort war, ging dies aber noch.

– Pro­ble­ma­ti­scher war die sach­kun­dige Ver­an­stal­tungs­auf­sicht: 680.22 Euro dafür, dass die­ser Mensch etwa 10 Minu­ten vor Ort war. Ein saf­ti­ger Stundenlohn.

(Anm.: Dies soll ledig­lich die Absur­di­tät von ver­schie­de­nen Aus­ga­ben deut­lich machen, die Art und Weise der For­mu­lie­rung heißt kei­nes­wegs, dass der Vor­stand der Jun­gen Pira­ten die Ange­le­gen­heit nicht über­aus ernst nimmt.)

Update:
Den aktu­ells­ten Bericht gibt es als PDF zum Download

Ein­nah­men


Betrag Bezeich­nung


3.353,32 € Ein­nah­men durch Spen­den vor der BMV und auf der BMV
950,00 € Gesamt­ein­nah­men durch Snacks und Getränke
3.074,00 € Dar­le­hen der Piratenpartei
500,00 € Dar­le­hen einer Ein­zel­per­son (Name bekannt)
120,00 € Dar­le­hen Andreas Schieberle


4.303,32 € Gesamt­ein­nah­men der BMV ohne Darlehen
7.997,32 € Gesamt­ein­nah­men aus der BMV inklu­sive der Darlehen




374,72 € Geld in der Barkasse
626,00 € Geld bei den Main Kin­zing Pira­ten für das Darlehen


















–4.126,16 € Durch die BMV ver­ur­sach­ter Verlust
–383,50 € Betrag der bis zur letz­ten Pro­teus­rate noch von uns erwirt­schaf­tet wer­den muss
–3.451,50 € Betrag den wir der­zeit effek­tiv noch als Schuld­last haben



admin - Allgemein - 19. Oktober 2009 - 40 Kommentarehttp://jupis.de/w7h

JuPis bitten um Spenden!

Liebe Freunde der Jun­gen Piraten,

der ver­gan­gene Kon­gress der Jun­gen Pira­ten in Frank­furt hat neben neuen Pro­gramm­punk­ten, einer neuen Sat­zung und einem neuen Vor­stand lei­der auch eini­ges an Schul­den hin­ter­las­sen. Bei der Größe der Ver­an­stal­tung, der Besu­cher­zahl und der Ver­pfle­gung haben wir uns deut­lich ver­kal­ku­liert, sodass die Kos­ten der Mit­glie­der­ver­samm­lung unsere Ein­nah­men um etwa 3500 Euro über­stie­gen. Mit Hilfe eines Dar­le­hens über 3074 Euro, das die Pira­ten­par­tei uns dan­kens­wer­ter­weise gewährt hat, und einem Refi­nan­zie­rungs­plan, der monat­li­che Raten von 256 Euro vor­sieht, wol­len wir mög­lichst bald wie­der schwarze Zah­len schreiben.

Der hohe Schul­den­berg stellt den neuen Vor­stand vor große Schwie­rig­kei­ten, die Hand­lungs­fä­hig­keit der Jun­gen Pira­ten zu erhal­ten. Als Jugend­or­ga­ni­sa­tion nahe der Pira­ten­par­tei wol­len wir jun­gen Men­schen die Mög­lich­keit geben, sich auch ohne Par­tei­mit­glied­schaft poli­tisch zu enga­gie­ren und weiterzubilden.

Das her­vor­ra­gende Abschnei­den der Pira­ten­par­tei bei den U18-Wahlen hat gezeigt, dass unsere The­men auch in der Alters­gruppe, der eine Par­tei­mit­glied­schaft noch nicht mög­lich ist, gro­ßen Anklang fin­den. Wir wol­len die­sen Jugend­li­chen die Mög­lich­keit geben schon jetzt die Zukunft mit­zu­ge­stal­ten. Durch Teil­nahme an Events wie den Jugend­me­di­en­ta­gen Mann­heim vom 23.-25. Okto­ber oder der North­con vom 18.-20. Dezem­ber suchen wir direkt den Kon­takt zu akti­ven jun­gen Men­schen, die die Pira­ten­be­we­gung enorm berei­chern kön­nen. Die Aus­ar­bei­tung von Pro­gramm­punk­ten auch über die Kern­the­men der Pira­ten­par­tei hin­aus [2] trägt zur poli­ti­schen Dis­kus­sion und Ver­tre­tung jun­ger Inter­es­sen in der Pira­ten­par­tei bei.

Unsere Arbeit wird durch die Schul­den vom JuPis-Kongress natür­lich deut­lich erschwert. Des­we­gen bit­ten wir um Eure Hilfe! Der Kreis­ver­band Main-Kinzig der Pira­ten­par­tei hat freund­li­cher­weise ein Spen­den­konto für uns zur Ver­fü­gung gestellt, da die Jun­gen Pira­ten noch nicht über ein Ver­eins­konto ver­fü­gen: Die Jun­gen Pira­ten haben jetzt auch ein eige­nes Konto:

Kon­to­in­ha­ber Junge Pira­ten
Konto-Nr. 6016506900
BLZ 43060967
Bank GLS Gemein­schafts­bank

Eine Spen­den­quit­tung kann lei­der nicht aus­ge­stellt wer­den, wir noch kein ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein sind. Alle Spen­den flie­ßen direkt in die Abbe­zah­lung unse­res Dar­le­hens bei der Piratenpartei.

So kön­nen wir uns finan­zi­ell wie­der neu auf­stel­len und unsere inhalt­li­che Arbeit vor­an­trei­ben – ein­schließ­lich der ange­streb­ten Ein­tra­gung als gemein­nüt­zi­ger Ver­ein, die uns dau­er­haft neue Mög­lich­kei­ten zur Gestal­tung und Finan­zie­rung unse­rer Arbeit eröff­nen wird.

Wenn du Inter­esse hast, die Jun­gen Pira­ten dau­er­haft zu unter­stüt­zen, gibt es zwei Möglichkeiten:

- Per­so­nen bis zum Alter von ein­schließ­lich 27 Jah­ren kön­nen ordent­li­ches Mit­glied der Jun­gen Pira­ten wer­den, diese haben vol­les Wahl­recht. Jah­res­bei­trag: 12 Euro

- Per­so­nen, die 28 Jahre oder älter sind, und juris­ti­sche Per­so­nen, kön­nen För­der­mit­glie­der wer­den. Sie haben kein Wahl­recht, möch­ten mit ihrer Mit­glied­schaft die Jun­gen Pira­ten aber den­noch finan­zi­ell und ide­ell unter­stüt­zen. Jah­res­bei­trag: ent­spricht dem für ordent­li­che Mitglieder.

[2] Pro­gramm­punkte der Jun­gen Piraten

- Ener­gie

- Bil­dung



admin - Pressemitteilungen - 6. Oktober 2009 - 1 Kommentarhttp://jupis.de/oqn

Ung Pirat Dänemark gegründet

Am Sams­tag, den 3.10.2009 wurde in Viborg die Ung Pirat Däne­mark gegrün­det. Bei dem Tref­fen waren auch der Prä­si­dent der Ung Pirat Schwe­den, Ste­fan River, sowie der Vor­sit­zende der däni­schen Pira­ten­par­tei, Ole Hus­gaard, anwe­send.

Der 16-jährige Magnus Ves­ter­gaard aus Viborg wurde zum ers­ten Vor­sit­zen­den der Ung Pirat Däne­mark gewählt, stell­ver­tre­ten­der Vor­stands­vor­sit­zen­der wurde der 20-jährige David Kofoed Wind aus Lyngby.

Ung Pirat Däne­mark ist die welt­weit fünfte Jugend­or­ga­ni­sa­tion einer Pira­ten­par­tei. Die Jun­gen Pira­ten begrü­ßen damit eine neue Orga­ni­sa­tion und freuen sich auf die Aktio­nen eines neuen Mitstreiters.

Wir freuen uns außer­or­dent­lich über das Enga­ge­ment in Däne­mark und hof­fen auf eine gute inter­na­tio­nale Zusam­men­ar­beit“, so Jos­hua Brück, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Jun­gen Pira­ten. „Wir sehen für die Zukunft große Mög­lich­kei­ten, gemein­sam mit den Ung Pirat Däne­mark Pro­jekte in Angriff neh­men zu können.“

Inter­es­sierte aus Däne­mark und welt­weit sind natür­lich immer auf Ver­an­stal­tun­gen der Jun­gen Pira­ten in Deutsch­land eingeladen.

— english version —

The Junge Pira­ten con­gra­tu­late the new Pirate Youth orga­ni­sa­tion from Den­mark on their for­ma­tion and look for­ward to future cooperation.

We would like to con­gra­tu­late Ung Pirat of Den­mark on their for­ma­tion, and wel­come the Ung Pirat to par­ti­ci­pate in future col­la­bo­ra­tive pro­jects with their Ger­man sis­ter orga­niza­tion.“ decla­res Jos­hua Brück,
the chair­man of the Ger­man Junge Pira­ten. „We anxiously await the many excit­ing endea­vors that may be accom­plis­hed through col­la­bo­ra­tive efforts made by the Junge Pira­ten of Ger­many and the Ung Pirat of Denmark.“

Inte­res­ted mem­bers of the Ung Pirat are always wel­come to attend any events pre­sen­ted by the Junge Piraten.


Ansprech­part­ner für die Jun­gen Pira­ten:
Jos­hua Brück, Vor­stands­vor­sit­zen­der
eMail: joshua@ztoa.eu


Pres­se­kon­takt: presse@junge-piraten.de



admin - Piratenpartei, Politik, Spitzenkandidatenserie - 20. September 2009 - 2 Kommentarehttp://jupis.de/o6j

Spitzenkandidatenserie — Teil vier: Axel Mehldau

Da ist er: Teil vier! Axel Mehl­dau ist Vor­stands­vor­sit­zen­der des Lan­des­ver­ban­des Bran­den­burg und außer­dem Pira­ten­kan­di­dat. Der nun dritte Teil über Spit­zen­kan­di­da­ten über die “OPis” ver­sucht, sich ihm per Inter­view zu nähern. So soll den Jun­gen Pira­ten und inter­es­sier­ten Men­schen ein bes­se­rer Ein­blick in die Fülle von Kan­di­da­ten gege­ben wer­den, die vom Bun­des­tag träu­men — ob zurecht, wer­den wir sehen. Denn nächs­ten Sonn­tag ist Bundestagswahl!

Bis zur Bun­des­tags­wahl wer­den wir so viele Ant­wor­ten wie mög­lich für euch veröffentlichen.

Profilfoto von Axel Mehldau
Name: Axel Mehldau

Lan­des­ver­band: Brandenburg

Pro­fil: Hier

Wir glau­ben an die Selbst­be­stim­mung, wie auch an die per­sön­li­che Frei­heit, die uns jetzt nach und nach weg genom­men wird. Wir wol­len nicht noch mehr kon­trol­liert, mani­pu­liert, kom­man­diert, ange­schmiert, aus­ge­trickst, abge­zockt, belo­gen und gesteu­ert werden.

Inter­view mit Axel Mehldau

Per­sön­lich:

Wie heißt du, wie alt bist du und was machst du beruflich?

Mein Name ist Axel Mehl­dau.
Ich bin jetzt noch 49 Jahre jung.
Bin seit 1999 in einem Indus­trie­ver­band als Sys­tem­ad­mi­nis­tra­tor beschäftigt.

Hast du Fami­lie und Kin­der?
Ja, ich habe Fami­lie: bin ver­hei­ra­tet und habe 3 erwach­sene Töchter.

Wie und wann hast du von den Pira­ten erfah­ren und warum bist du ihnen beige­tre­ten?
Eigent­lich hatte ich nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung Deutsch­lands durch die Aus­wir­kun­gen des  soge­nann­ten Eini­gungs­ver­tra­ges auf die Wirt­schaft und die Bevöl­ke­rung in der ehe­ma­li­gen DDR die Nase gestri­chen voll. Lieb­äu­gelte mit einer Aus­wan­de­rung aus Deutsch­land. Im März/April 2008. Las ich im Inter­net von den Zie­len der Pira­ten, der Inter­na­tio­na­li­tät, das Pro­gramm sowie auch die Sat­zung. Hier fand ich mich wie­der. Mein Kol­lege füllte schon stumm einen Mit­glieds­an­trag aus und hat ihn im Mai 2008 an die Pira­ten gefaxt. Nach etwa einer Woche, auch noch im Mai, war auch ich so weit.
Ich habe mir gesagt nur meckern kann nicht meine Zukunft sein. Ein­fach das Land ver­las­sen, auch nicht.

Bist Du Mit­glied in einer ande­ren Par­tei oder warst es?
Nein

Zur poli­ti­schen Ver­gan­gen­heit:
Bis­her war ich, seit mei­ner Jugend, immer poli­tisch und geschicht­lich sehr inter­es­siert. Habe jede Menge über die deut­sche Geschichte gele­sen. Enga­giert aber, habe ich mich nicht. Erst seit der Ver­än­de­run­gen in Deutsch­land, mei­nem per­sön­li­chem Lebens­lauf nach der Wider­ver­ei­ni­gung, dem immer deut­li­cher wer­den­den Ver­än­de­run­gen in der Poli­tik seit der Regie­rung mit Bun­des­kanz­ler Hel­mut Kohl, habe ich gespürt, dass ich mich ein­mi­schen muss.

Warum hast du dich zur Bun­des­tags­wahl auf­stel­len las­sen?
Hierzu kam ich wie die Jung­frau zum Kind. Bei unse­rer Lan­des­ver­bands­grün­dung waren wir im Okto­ber 2008 genau 7 aktive Pira­ten. Jeder von uns bekam eine Funk­tion. Da ich der älteste war, mein­ten sie, ich solle doch den Vor­sitz über­neh­men. Da habe ich ja gesagt. Auf unse­rem 1. Par­tei­tag wur­den dann die Kan­di­da­ten nomi­niert. Hier waren wir zwar ein paar Pira­ten mehr, aber auch hier hatte man das Ver­trauen in mich.
Wenn du ein Man­dat bekommst, wie kannst du das mit dei­nem Beruf ver­ein­ba­ren?
Genau das wird nicht gehen. Ich glaube dass das Ein­mi­schen in die jet­zige Poli­tik so viel Anstren­gung und vor allem Zeit und Geduld benö­tigt, dass die gesamte Zeit dafür drauf gehen wird. Und das sind wir Pira­ten auch den Hoff­nun­gen unse­rer Wäh­ler schuldig.

Poli­tisch

Wel­che Auf­ga­ben über­nimmst du für die Pira­ten­be­we­gung, was sind deine Inter­es­sen und
Tätig­kei­ten dabei?

Ich sehe meine Auf­gabe in der Koor­di­nie­rung und Ide­en­fin­dung, gemein­sam mit dem gesam­ten Vor­stand des Lan­des­ver­ban­des, zum Auf­bau einer fes­ten Struk­tur, der Orga­ni­sa­tion und Moti­va­tion der neuen Pira­ten. Kana­li­sie­ren der Akti­vi­tä­ten. Ich bin das Gesicht nach außen. Ansprech­part­ner für die Pres­se­an­fra­gen. Inter­esse habe ich auch an den per­sön­li­chen Kon­tak­ten zu den Piraten.

Was wür­dest du als das Wich­tigste anse­hen, das du als Par­la­men­ta­rier bewe­gen kannst?
Ich könnte für die Pira­ten und die Men­schen die ihr Ver­trauen in die Pira­ten gesetzt haben eine Stimme sein. Die Regie­rungs­ko­ali­tion mit Anfra­gen und Ein­sprü­chen auf Män­gel hin­wei­sen, Dis­kus­sio­nen über Fehl­ent­schei­dun­gen ent­fa­chen, andere Par­la­men­ta­rier ver­su­chen zu über­zeu­gen, dass sol­che Gesetze wie Hartz und Vor­rats­da­ten­spei­che­rung ein Feh­ler waren und diese kor­ri­giert gehören.

Was wür­dest du als das Wich­tigste anse­hen, das du als Par­la­men­ta­rier im Bereich
Grund­rechte bewe­gen kannst?

Das Grund­ge­setz ist als Ergeb­nis des zwei­ten Welt­krie­ges und der unsäg­li­chen Lei­den für alle Völ­ker und Men­schen ent­stan­den. Hier sollte nicht wei­ter modi­fi­ziert wer­den, um anschlie­ßend Gesetze zu ver­ab­schie­den, die das Volk immer wei­ter von Frei­heit und Gerech­tig­keit, sowie von Lebens­qua­li­tät abtren­nen. Das möchte ich gern hel­fen zu verhindern.

Was wür­dest du als das Wich­tigste anse­hen, das du als Par­la­men­ta­rier im Bereich
Jugend­po­li­tik bewe­gen kannst?

Hier liegt lei­der schon viel im Argen. Ein Arbeits­feld so weit das Auge reicht. Die Kin­der und Jugend­li­chen haben in die­sem Lande wohl kaum eine Lobby. Immer wie­der wird fest­ge­stellt, dass Kin­dern aus Geld­man­gel das Pau­sen­brot nicht mit­ge­ge­ben wer­den kann. 2.500.000 Kin­der leben in Armut. Die Unter­schiede im Aus­bil­dungs­ni­veau. Die Ange­bote zur Frei­zeit­ge­stal­tung, die der­ar­tig viel Geld kos­ten, dass eine sinn­volle Frei­zeit­be­schäf­ti­gung für die meis­ten unmög­lich ist. Wir müs­sen uns dafür Ein­set­zen, dass die Gel­der der Bür­ger aus Steu­ern weni­ger für Sub­ven­tio­nen und Ver­schwen­dung ein­ge­setzt wer­den. Hier sehe ich jede
Menge Poten­zial. Z.B. für kos­ten­lose Frei­zeit­an­ge­bote für Kin­der und Jugend­li­che, wie kos­ten­lose Mit­glied­schaf­ten in Sport­ver­ei­nen, Tanz­schu­len, außer­schu­li­schen Musik– und Kunst­un­ter­richt, kos­ten­lo­sem Schu­les­sen, Kos­ten­be­frei­ung für Klas­sen­fahr­ten, einer Bil­dungs­po­li­tik, die auch echte Chan­cen­gleich­heit für alle Kin­der bie­tet, egal aus wel­cher sozia­len Schicht sie stam­men. Ich bin für eine Eli­ten­bil­dung, doch nur wegen des Kön­nens und nicht wegen der Geburt!

Wenn du als Pirat Teil einer Regie­rungs­ko­ali­tion wer­den könn­test, mit wem wür­dest du am
liebs­ten koalie­ren?

Das wird immer eine Tea­mentschei­dung sein. Meine per­sön­li­che Sicht der Dinge wird nicht allein maß­ge­bend sein, ich würde mich aber schon mit ein­brin­gen. Koali­ti­ons­ver­träge sind meist Kom­pro­misse. Jeder der Ver­hand­lungs­par­teien wird Zuge­ständ­nisse machen müs­sen. Immer bis zu einem gewis­sen Grad ist so etwas mög­lich. Par­al­le­len zu unse­ren Zie­len und Ideen sehe ich bei eini­gen Par­teien. Einige unse­rer Ideen und Ziele wur­den auch schon von ande­ren Par­teien kopiert und modi­fi­ziert. z.B. bei den Grü­nen und der FDP. Auch bei den Lin­ken ist das in Bran­den­burg schon in einem Kreis gesche­hen. Die Kul­tur­flat­rate wird dis­ku­tiert, Bür­ger­geld wird dis­ku­tiert, die Ein­schrän­kun­gen der per­sön­li­chen Frei­hei­ten, die Zen­sur im Inter­net und viele andere Dinge sind schon Par­tei­über­grei­fend im Gespräch. Ich glaube das mit der Koali­tion wird erst noch inter­es­sant. Wie weit kön­nen sich die Par­teien auf­ein­an­der zu bewe­gen. Auch wir Pira­ten wer­den eine Menge bewe­gen kön­nen, wenn wir einig sind und offen auch für neue Ideen, bereit dazu zu ler­nen. Bei der CDU/CSU und den rech­ten Par­teien, kann ich mir im Moment keine Koali­tion vor­stel­len. Wobei die SPD im Moment für mich auch nicht koali­ti­ons­fä­hig wäre.

Was sagst Du zu der Ansicht, die Pira­ten­par­tei hätte sich nicht deut­lich genug vom Rechts­ex­tre­mis­mus dis­tan­ziert?
Wer ver­tritt denn so eine absurde Mei­nung? Die Pira­ten sind viel­leicht ein bun­tes Völk­chen, aber sie sind frei­heit­lich demo­kra­tisch, und kei­nes­wegs irgendwo rechts­ex­trem und natio­nal gleich gar nicht. Sie gibt es inter­na­tio­nal. In einer Anzahl Län­der schon gegrün­det. Sie set­zen sich in ihren Dis­kus­sio­nen für die Bür­ger­rechte ein, für die per­sön­li­che Frei­heit und den Schutz der Pri­vat­sphäre. Sie kämp­fen für freies Wis­sen, für alle die im Inter­net gegen die dro­hende Zen­sur sind. Also ich kann kei­nen Extre­mis­mus in irgend­eine Rich­tung erken­nen.
Weder nach Rechts noch nach Links.

Was sagst du zu der Ansicht, die Pira­ten­par­tei würde sich nicht aus­rei­chend gegen ille­ga­les File­sha­ring, wel­ches die Künst­ler schä­digt, aus­spre­chen?

Die Pira­ten­par­tei Deutsch­land ver­folgt das Ziel, künst­li­che Mono­pole abzu­bauen. Diese ent­ste­hen nur des­halb, weil z.B. die Künst­ler und Kul­tur­schaf­fen­den über die Ver­lage, Labels und Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten mit Ver­trä­gen um einen gro­ßen Teil ihrer Ver­gü­tung gebracht wer­den. Das File­sha­ring im Inter­net ist nur eine neue Form von Tausch. Man besucht sich nicht mehr, wie frü­her ein­mal, zum Plat­ten hören, trifft sich nicht mehr bei Tausch­bör­sen. Meine Mei­nung ist, dass Tau­schen ein Jahr­hun­dert altes Men­schen­recht ist. Das gehört nicht abge­schafft, son­dern als nor­mal ange­se­hen und gedul­det. Das Tau­schen bringt auch nicht die Kul­tur­schaf­fen­den um die ihnen zuste­hen­den Hono­rare. Die Lösung ist nach wie vor umstrit­ten. Heute schon wer­den alle mög­li­chen Abga­ben auf Kopie­rer etwa und CD-Player, Roh­linge, Recor­der und so wei­ter erho­ben. Die GEMA, als Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft erhebt
Gebüh­ren und ver­teilt diese. Strit­tig ist, ob diese Modelle noch zeit­ge­mäß sind. Ideen, wie die Kul­tur­flat­rate, wer­den par­tei­en­über­grei­fend dis­ku­tiert. End­gül­tige Lösun­gen müss­ten gemein­sam mit den Krea­ti­ven erar­bei­tet werden.

Siehst du die Pira­ten­par­tei als Par­tei der Nerds und Com­pu­ter­freaks? Wenn ja, siehst du das
als hilf­reich an, wenn nein, wie möch­test du gegen­steu­ern?

Ja und nein. Ja, als sol­che ist sie ent­stan­den. Gegrün­det auf Grund der Igno­ranz von Poli­tik und Indus­trie. Nein, weil wir nicht mehr nur Com­pu­ter­freaks sind. Seit eini­gen Wochen kom­men immer mehr Pira­ten dazu. Aus allen Berei­chen der gesell­schaft­li­chen Struk­tur. Wis­sen­schaft­ler, Ärzte und Ange­stellte, Arbeits­lose und Arbei­ter. Auch viele ohne Affi­ni­tät zum Com­pu­ter. Ein­fach weil unsere Posi­tio­nen rich­tig sind. Weil wir basis­de­mo­kra­tisch sind und eine Streit­kul­tur an den Tag legen, die ihres glei­chen in der eta­blier­ten poli­ti­schen Umge­bung sucht. Weil bei uns jede Mei­nung gehört wird. Jeder kann sich ein­mi­schen, die Trans­pa­renz unse­rer Par­tei lässt die­ses ja auch zu.


Sollte sich die Pira­ten­par­tei auch in der Lokal­po­li­tik und auf Län­der­ebene mit eige­nen Pro­gramm­punk­ten auf­stel­len?

Hier bin ich dafür. Gerade in den ein­zel­nen Län­dern gibt es Pro­bleme, die im Bund nicht gehört wer­den. Pro­bleme die die Men­schen vor Ort bewe­gen. Ich sage nur Atom­müll­end­la­ger, oder unter­ir­di­sche CO2 Ver­klap­pung. Flug­ha­fen­er­wei­te­run­gen, Schiff­fahrts­wege, Bin­nen­hä­fen, Infra­struk­tu­ren und Dinge die als Län­der­sa­che betrach­tet wer­den. Hierzu müs­sen Lan­des­ver­bände eine Mei­nung haben und auf Län­der­ebene Alter­na­ti­ven auf­zei­gen, die die Bür­ger dazu bewe­gen, Pira­ten zu wählen.

Über die Jun­gen Piraten

Kennst Du die jun­gen Pira­ten, schon? Wenn ja woher?
Ja, lei­der bis­her nur von der Web­seite!
Bist du selbst ein jun­ger Pirat?
Nein, ich glaube dem Alter schon ent­wach­sen zu sein.

Was denkst du zu den Jun­gen Pira­ten?
Alles was ich bis­her auf Eurer Seite lesen konnte, gibt mir die Hoff­nung, dass wir für die Pira­ten­par­tei und ihre hohen Ziele, Enthu­si­as­ten fin­den, die sich ein­brin­gen und ein­mi­schen. Die mit frei­heit­li­cher Selbst­si­cher­heit das beste­hende und künf­tige Kon­zept für eine neue zuschaf­fende mensch­li­chere Welt ein­tre­ten. Uns „Alte“ erset­zen und noch bes­ser in das Rad der sich der­zeit ver­än­dern­den Rea­li­tät ein­grei­fen. Wir star­ten das Ganze und ihr wer­det es gut fort­set­zen, denn auch eure Stimme wird gehört.

Hoff­nun­gen und Wün­sche an die Jun­gen Pira­ten:
Zeigt Euch, werbt wei­ter, orga­ni­siert öffent­li­che Aktio­nen. Die Men­schen in unse­rem Lande haben nicht alle Inter­net und Online­ver­ständ­nis. Erhebt Eure Stimme immer wie­der, wenn etwas unge­recht ist. Wenn vor allem in den Schu­len und Uni­ver­si­tä­ten, ins­ge­samt im Bil­dungs­we­sen, etwas unan­ge­nehm auf­stößt. Wehrt Euch, wenn Ihr ange­grif­fen wer­det, strei­tet Euch in geschlos­se­nen Räu­men, bis Ihr Kon­sens, eine gemein­same Spra­che gefun­den habt. Ver­zeiht Feh­ler der Ande­ren, sie wer­den dar­aus ler­nen, und sucht Gleich­ge­sinnte auf allen The­men­ge­bie­ten auch aus ande­ren Ver­ei­nen und arbei­tet mit ihnen zusam­men. So wer­det Ihr grö­ßer und stär­ker und helft damit auch der Piratenpartei!

Euer Axel Mehldau

Vor­stand des Lan­des­ver­ban­des Brandenburg

Der Pira­ten­par­tei Deutschland

Die Jun­gen Pira­ten bedan­ken sich für die Ant­wor­ten und wün­schen viel Erfolg im Wahlkampf!

Ein herz­li­ches: ARRRRRR!



admin - Internetkultur, Jugendschutz, Killerspiele, Politik - 19. August 2009 - 5 Kommentarehttp://jupis.de/0978

Pirate Gaming geht an den Start!

Pirate Gaming Logo

Pünkt­lich zur ers­ten games­com in Köln star­tet Pirate Gaming als Com­mu­nity für alle poli­tik­in­ter­es­sier­ten Gamer. Ab sofort ver­sorgt euch die Web­site mit News von Gro­ßevents wie der games­com, dem Neu­es­ten aus der Spie­le­bran­che und der Poli­tik — spe­zi­ell alle The­men, die für Jugend­li­che und Gamer inter­es­sant sind.

Auch soll das Image der Gamer-Szene in der Öffent­lich­keit gerade gerückt und eine umfas­sende Infor­ma­ti­ons­quelle für inter­es­sierte Eltern und die Presse gebo­ten wer­den. Neben unse­rem Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot könnt ihr auch Teil der Gamer-Community wer­den und Pirate Gaming mitgestalten!

Ihr wollt mehr über Pirate Gaming wis­sen? Hier fin­det ihr alle wich­ti­gen Basis-Infos!

(XPost von hier). Pirate Gaming ist ein Pro­jekt der Jun­gen Piraten.



admin - Gründung - 26. Juli 2009 - 16 Kommentarehttp://jupis.de/g5c

Landesverband Berlin gegründet!

Heute wurde im Mau­er­park in Ber­lin der erste Lan­des­ver­band der Jun­gen Pira­ten gegrün­det. Die Jun­gen Pira­ten sind die Jugend­or­ga­ni­sa­tion der Pira­ten­par­tei Deutsch­land und wol­len jun­gen Men­schen die Mög­lich­keit geben, sich poli­tisch zu betä­ti­gen. Als Vor­sit­zende wurde die 25 jäh­rige Lena Simon gewählt, als Stell­ver­tre­ter Chris­tian Mül­ler. Schatz­meis­ter wurde Cor­ne­lius Engelmann-Strauß. Als Bei­sit­zer wur­den Sven Weh­rend und Yan­nick Eckl gewählt. Die erste Grün­dungs eines Lan­des­ver­ban­des der JuPis ebnet den Weg für wei­tere Organisationsstrukturen.

Der Alters­durch­schnitt der Pira­ten­par­tei liegt zwar ohne­hin deut­lich unter dem der Alt­par­teien“, sagt Lena Simon, die neue Lan­des­vor­sit­zende der Ber­li­ner JuPis. „Den­noch ist eine eigene Jugend­or­ga­ni­sa­tion wich­tig für uns, um für junge Leute attrak­tiv zu sein und ihre The­men aktiv zu vertreten.“

In Schwe­den sind die jun­gen Pira­ten bereits die größte Jugend­or­ga­ni­sa­tion aller Par­teien“, ergänzt der JuPi-Bundesvorsitzende Car­me­lito Bauer. „Bei dem Tempo, mit dem wir zu Zeit wach­sen, könnte das in Deutsch­land auch bald der Fall sein.“

Die Pira­ten­par­tei hat ihre Mit­glie­der­zahl seit Juni 2009 auf rund 5000 ver­vier­facht. Bei der EU-Wahl hat sie in Schwe­den 7,1% der Stim­men bekom­men. Sie ist mit je einem Abge­ord­ne­ten im EU-Parlament und im Bun­des­tag ver­tre­ten und hat das Ziel, die 5%-Hürde zu über­sprin­gen und in vol­ler Frak­ti­ons­stärke in den Bun­des­tag ein­zu­zie­hen. Sie beschäf­tigt sich mit den Kern­the­men des 21. Jahr­hun­derts und tritt für mehr Bür­ger­rechte, mehr Frei­heit und mehr Demo­kra­tie ein.

PM vom Lan­des­ver­band Berlin



admin - Internetkultur, Jugendschutz, Killerspiele, Politik, Pressemitteilungen - 5. Juni 2009 - 4 Kommentarehttp://jupis.de/4qz

Innenminister gegen Killerspiele — JuPis gegen Spielekiller

Wie die Welt berich­tete, hat sich die Innen­mi­nis­ter­kon­fe­renz (IMK) in Bre­mer­ha­ven heute, Frei­tag den 5.6.09, für ein Her­stel­lungs– und Ver­brei­tungs­ver­bot von soge­nann­ten „Kil­ler­spie­len“ ausgesprochen.

Für Spiele, bei denen ein wesent­li­cher Bestand­teil der Spiel­hand­lung die vir­tu­elle Aus­übung von wirk­lich­keits­nah dar­ge­stell­ten Tötungs­hand­lun­gen oder ande­ren grau­sa­men oder sonst unmensch­li­chen Gewalt­tä­tig­kei­ten gegen Men­schen oder men­schen­ähn­li­che Wesen ist, [ist] ein aus­drück­li­ches Her­stel­lungs– und Ver­brei­tungs­ver­bot so schnell wie mög­lich umzu­set­zen.“ heißt es in der Beschluss­vor­lage der IMK, die WELT ONLINE vor­liege, so der Autor. Die Beschlüsse sind bis­her (Stand 15:10) nicht einsehbar.

Der Vor­schlag für ein Ver­bot ist in Zusam­men­hang mit dem Amok­lauf von Win­nen­den Anfang März zu sehen, bei dem ein jugend­li­cher Täter in einer Schule und auf der Flucht 15 Men­schen und nach­dem er von der Poli­zei gestellt wurde, sich selbst erschos­sen hatte.

Überein­stim­mend berich­tet auch FOCUS.

Die Jun­gen Pira­ten sehen diese Ent­wick­lung mit Sorge. Wie auch bei Inter­net­sper­ren wird ver­sucht, durch Ver­bote gesell­schaft­li­chen Ten­den­zen ent­ge­gen­zu­wir­ken, die so nicht umkehr­bar sind. Abge­se­hen davon, dass ver­mehr­tes Spie­len von „Kil­ler­spie­len“ die Agres­si­ons­be­reit­schaft und die Hemm­schwelle nur bei dafür prä­des­ti­nier­ten, also psy­chisch labi­len Indi­vi­duen beein­flusst, kann so einem gene­rel­len Wer­te­ver­fall in der Gesell­schaft nicht ent­ge­gen­ge­wirkt werden.

Stei­gende Aus­län­der­feind­lich­keit, gene­relle Jugend­kri­mi­na­li­tät, man­gel­hafte Inte­gra­tion, Defi­zite an Men­schen­rech­ten in Deutsch­land (Ver­weis: Tages­spie­gel) kön­nen so nicht bekämpft werden.

Dane­ben bie­tet das Jugend­schutz­ge­setz bereits heute aus­rei­chende Mög­lich­kei­ten: Spiele, die aus­ge­spro­chen grau­same, rea­lis­ti­sche und rei­ße­ri­sche Gewalt beinhal­ten, unter­lie­gen seit einer Über­ar­bei­tung des Geset­zes seit Juli 2008 Werbe-, Abgabe– und Ver­triebs­ver­bot. Vor der Über­ar­bei­tung betraf dies nur kriegs– und gewalt­ver­herr­li­chende Spiele. Spiele, „in denen Gewalt­hand­lun­gen wie Mord– und Met­zel­sze­nen selbst­zweck­haft und detail­liert dar­ge­stellt wer­den oder Selbst­jus­tiz als ein­zig bewähr­tes Mit­tel zur Durch­set­zung der ver­meint­li­chen Gerech­tig­keit nahe gelegt wird“, lan­den bereits jetzt auf dem Index.

In die­sem Sinne ist ein noch wei­ter gehen­des Ver­bot nur als Armuts­zeug­nis und als Ein­ge­ständ­nis der Nutz­lo­sig­keit von Ver­bo­ten zu sehen.

Vor allem als Reak­tion auf Amok­läufe an Schu­len wird sich ein Pro­duk­ti­ons­ver­bot für die soge­nann­ten „Kil­ler­spiele“ als wir­kungs­los erweisen:

Nur inten­sive Jugend­ar­beit und ein vor­sich­ti­ger gesamt­ge­sell­schaft­li­cher Umgang mit Waf­fen und Gewalt kann Erfolge bei der Ver­mei­dung von Gewalt­ta­ten brin­gen. Wie auch im Fall der Kin­der­por­no­gra­phie müss­ten Poli­zei­be­hör­den mit aus­rei­chen­den Mit­teln aus­ge­stat­tet wer­den, um nicht nur Ver­bre­chens­be­kämp­fung, son­dern auch –prä­ven­tion Arbeit zu leis­ten. Wei­ter­hin müs­sen Jugend­clubs wie­der­er­öff­net wer­den, alter­na­tive Frei­zeit­mög­lich­kei­ten erhal­ten und geschaf­fen wer­den. Was nötig ist, ist kein Ver­bot, son­dern ein Über­den­ken der Gesell­schaft. Inves­ti­tion in Prä­ven­tion, in bes­sere Bil­dungs­sys­teme mit neuen Struk­tu­ren, die Schü­ler ein­bin­den anstatt durch­zu­schleu­sen, in Sozi­al­ar­beit anstatt in Ver­bote wären nötig, aber auch kostenintensiver.

Sollte hin­ge­gen ein der­ar­ti­ges Gesetz wirk­lich ver­ab­schie­det wer­den, wer­den sich Spie­le­her­stel­ler wie z.B. Cry­tek mög­li­cher­weise völ­lig aus Deutsch­land zurück­zie­hen. Nicht nur, dass damit wich­tige Teile einer moder­nen Kul­tur völ­lig ver­schwin­den wür­den, wür­den auch Arbeits­plätze ver­lo­ren gehen.

Dane­ben wird ein Ver­bot für Men­schen, die sich wei­ter­hin „Kil­ler­spiele“ kau­fen möch­ten, kein gro­ßes Pro­blem dar­stel­len. Sei es, indem sie aus ande­ren Län­dern direkt gekauft, indem sie über das Inter­net in Online-Shops wie Ama­zon oder eBay legal bestellt, oder indem sie von File­sha­ring­sei­ten oder Tausch­bör­sen ille­gal her­un­ter­ge­la­den werden.

Hier ent­ste­hen bereits die wei­te­ren Gefah­ren: Wenn ein (wenn auch mög­li­cher­weise zwei­fel­haf­tes) Frei­zeit­ver­gnü­gen kri­mi­na­li­siert wird, erzeugt dies eine Spi­rale, die über den Bruch des Ver­bots zu wei­te­ren Ver­bots­maß­nah­men führt. Mit der Legi­ti­ma­tion des Ver­bots der „Kil­ler­spiele“ ist es nicht undenk­bar, dass in abseh­ba­rer Zeit die Web­sites von Spie­le­her­stel­lern (die bei­spiels­weise eng­lisch­spra­chige Demo-Versionen anbie­ten), Tausch­bör­sen und viele wei­tere auf einer erwei­ter­ten Zen­s­ur­liste plat­ziert werden.

Dadurch, dass die Ver­brei­tung ver­bo­ten wird, würde das Gesetz inso­fern keine Wir­kung erlan­gen, dass die Ver­brei­tung über andere Quel­len als dem lega­len Han­del wei­ter­hin statt­fin­den würde. Die Effekte auf den Jugend­schutz wür­den auch durch Ver­bots­maß­nah­men aus­blei­ben, was Anlass für wei­tere Ver­bote wäre. Auch das jet­zige Ver­bot folgt nur dem Ver­schär­fen der Kri­te­rien für eine Indi­zie­rung von Spie­len im Juli 2008. Dies hatte, wie die meis­ten ande­ren Maß­nah­men, so gut wie keine Wir­kung, da das zwar strenge Jugend­schutz­ge­setz sel­ten im vol­len Maße umge­setzt wird. Dies zeigt sich unter ande­rem dadurch, dass Min­der­jäh­rige wei­ter­hin in der Lage sind für sie unge­eig­nete Spiele oder Filme zu kau­fen und zu spie­len bzw. zu sehen.

Daher bezie­hen die jun­gen Pira­ten klar Posi­tion gegen das geplante Ver­bot der soge­nann­ten „Kil­ler­spiele“ und for­dern statt­des­sen die För­de­rung von Medi­en­kom­pe­tenz in der gesam­ten Gesellschaft.

Wir Jun­gen Pira­ten sind Teil der inter­na­tio­na­len Pira­ten­be­we­gung, ins­be­son­dere als Jugend­or­ga­ni­sa­tion der deut­schen Pira­ten­par­tei, die 2009 an Euro­pa­wahl, Bun­des­tags­wahl und Land­tags­wah­len teil­neh­men wird. Wir ver­ste­hen uns als basis­de­mo­kra­ti­sche Bewe­gung, die beson­ders moderne und aktu­ell bri­sante Inhalte wie Daten­schutz und Pri­vat­sphäre, File­sha­ring, Urhe­ber­rechte und Jugend­schutz the­ma­ti­siert, aller­dings aber auch die ver­stärkte Gleich­stel­lung von Men­schen, unab­hän­gig von Geschlecht, Beschäf­ti­gung, sozia­ler Schicht oder sexu­el­ler Ori­en­tie­rung for­dert und neue gesamt­staat­li­che Kon­zepte, bei­spiels­weise für mehr Bür­ger­be­tei­li­gung, ein­brin­gen möchte.

Für eine erfolg­rei­che Arbeit brau­chen wir aber vor allem eines: enga­gierte Mit­glie­der und Unter­stüt­zer! Wer Lust und Zeit hat, kann auf der Web­site (http://www.junge-piraten.de) im IRC-Channel (#JuPis auf freenode), in der Mai­ling­liste (https://service.piratenpartei.de/mailman/listinfo/jugend) oder im Wiki (http://wiki.junge-piraten.de) genauere Infor­ma­tio­nen ein­ho­len. Die Mit­ar­beit steht jedem Men­schen offen, auch wer sich noch nicht sicher ist, ob eine Mit­glied­schaft gewünscht ist, ist willkommen.

Der Pres­se­spre­cher der Jun­gen Piraten

Kon­takt: presse@junge-piraten.de



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