Einträge zum Stichwort 'Junge Piraten'

DnC - Politik, Überwachung - 19. November 2009 - 4 Kommentare

Demonstration gegen Videoüberwachung in Wiesbaden – Junge Piraten rufen zur Teilnahme auf

Am Samstag, den 21.11.2009 findet ab 11 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz Wiesbaden eine Demonstration gegen die dort geplante, flächendeckende Videoüberwachung statt. Die Jungen Piraten unterstützen den Protest.

Seit 2003 wird der ?Platz der deutschen Einheit? videoüberwacht. Welchen Erfolg, wenn überhaupt, diese Anlage erbracht hat, lässt sich leicht anhand der dort erfassten Straftaten messen. Ignoriert man die Zahl der Schwarzfahrer, sind die registrierten Straftaten im Bereich des Platzes, trotz Kameras, von 2007 bis 2008 um 21 gestiegen (von 123 auf 144).

Nun sollen Anfang 2010 neue Kameras installiert werden. Nur der Aufbau wird die Stadt fast 200.000 Eur kosten – Finanzmittel, die dringend in der Bildung oder im Sozialhaushalt gebraucht werden.

Das vorgebliche Ziel der Videoüberwachung ist es, die Sicherheit auf dem Bahnhofsareal zu erhöhen. Kritiker sagen jedoch offen, dass unliebsame Gruppen verdrängt werden sollen. Der CDU-Politiker Andreas Knüttelwürde es durchaus begrüßen, wenn die Punker verschwinden: “Ich hätte nichts dagegen, wenn es sich so auswirkt.”

Die Videoüberwachung ist gestützt auf die Zahlen der Polizei, die den Vorplatz und den Bahnhof als ?”Kriminalitätsschwerpunkt” einstuft. Jedoch zeichnet die “?Brennpunkt”-Bilanz, der für das Jahr 2008 vom Bahnhofsareal gemeldeten Straftaten, ein anderes Bild: 139 von 244 Straftaten waren Ladendiebstähle, begangen im Bahnhof und somit auch künftig von den Kameras draußen nicht zu erfassen.

Julia Reda aus dem Bundesvorstand der Jungen Piraten findet es ungeheuerlich, wie hier mit Steuermitteln umgegangen wird: “200.000 Euro sind eine Summe, die man besser in Schulausstattung oder soziale Einrichtungen investiert. Beides ist für die Gesellschaft förderlicher als ein Platz, der von Kameras erfasst wird. Wir brauchen nicht mehr Überwachung, sondern mehr Bildung, Aufklärung und Präventionsprogramme.”


Ansprechpartner für die Jungen Piraten:
Heiko Herberg, kommissarischer Vorstandsvorsitzender
eMail: vorstand@junge-piraten.de

Pressekontakt: presse@junge-piraten.de



DnC - Allgemein, Pressemitteilungen - 9. November 2009 - 2 Kommentare

Junge Piraten veranstalten außerordentliche Bundesmitgliederversammlung in Berlin

Abstimmung auf der 3. BMV 2009Es wird nicht ruhig bei den Jungen Piraten. Am 07.11.09 fand im Amtshaus Buchholz, Berlin, eine außerordentliche Bundes­mitglieder­versammlung statt. Inhaltlich drehte sich alles um die bevorstehende Vereinsgründung, wozu es noch einiger Satzungsänderungen bedurfte. Zusätzlich stellte sich der kommissarische Vorsitzende der Jungen Piraten Heiko Herberg den Fragen der angereisten Vorstände der Landesverbände Niedersachsen und Berlin. Die BMV ist ein Zeichen, dass es trotz Joshua Brücks Rücktritt aus persönlichen Gründen weiter geht und die Jungen Piraten die Energie, die sie aus der ersten Bundesmitgliederversammlung gezogen haben, weiterhin nutzen.

Im informellen Teil wurde viel über die Arbeit bei den Jungen Piraten gesprochen. Viele junge Menschen haben noch nicht mitbekommen, dass sich jeder einbringen kann und darf, und das auch, ohne Mitglied zu sein. Der Vorsitzende des frisch gegründeten Landesverbandes Niedersachsens, André Ulrich, ist fest überzeugt, dass es gerade der Mitmachfaktor ist, der junge Menschen zu den JuPis bringt. “Die Jungen Piraten bieten eine perfekte Chance, sich politisch zu engagieren. Bei den meisten Jugendorganisationen sind die Themen schon zu sehr gefestigt, um dort noch etwas selbst mitbestimmen zu können. Die JuPis sind also die Gelegenheit, sich politisch zu mobilisieren und aktiv mitzumachen”, so seine weitere Ausführung.

Julia Reda, Beisitzerin im Bundesvorstand, ist auch überzeugt: “Die Jungen Piraten brechen alte Strukturen auf. Jeder kann neue Ideen einbringen und Dank unserer flachen Entscheidungswege sind sie auch schnell umgesetzt.”

In Anlehnung an die Piratenpartei, als deren Jugendorganisation man sich versteht, gilt auch hier: “Klarmachen zum Ändern!” – und in diesem Fall den Arbeitsalltag einer Jugendorganisation, die zum Mitmachen einlädt.


Ansprechpartner für die Jungen Piraten:
Heiko Herberg, kommissarischer Vorstandsvorsitzender
eMail: vorstand@junge-piraten.de

Pressekontakt: presse@junge-piraten.de



DnC - Allgemein, Gründung - 29. Oktober 2009 - 1 Kommentar

Landesverband Niedersachsen: Segel gesetzt!

In Cloppenburg hat sich am Nachmittag des 24. Oktober 2009 der Landesverband Niedersachsen der Jungen Piraten gegründet. Nach erfolgreicher Eintragung ins Vereinsregister wird sich der LV Niedersachsen dem Bundesverband als eigenständiger Unterverband angliedern.

Ein Team aus sieben Vorstandsmitgliedern wurde gewählt und beauftragt, die Geschicke des Landesverbandes zu lenken. Dem Vorstand gehören an:
- 1. Vorsitzender André Ulrich
- 2. Vorsitzender Philipp Kathmann
- Schatzmeister Simon Rupsch
- Generalsekretär Andrea Abeln
- Pressesprecher Ronald Becher
- Beisitzer Christina König
- Beisitzer Mathis Elling

Soweit alles klar: Eine Untergliederung mehr bedeuten mehr Aktionen, mehr JuPis auf der Straße und in Stammtischen, mehr Verwaltung vor Ort – also genau das was die JuPis brauchen! Folglich: alles Gute vom JuPis Bundesverband! Wir wünschen den JuPis in Niedersachsen viel Erfolg und eine steife Brise für den Aufwind!

Das gilt natürlich auch für alle anderen existierenden und in Gründung befindlichen Landesverbände: Genau das brauchen die JuPis: Initiative und Engagement der Mitglieder! Kommt, traut euch! Die Unterstützung des Junge Piraten Bundesverbandes habt ihr, wo es angesichts der Situation möglich ist.

Wir würden euch im Übrigen bitten, möglichst alle paar Wochen in eine Vorstandssitzung zu kommen und uns über die Entwicklungen im Land zu berichten. Wo Rückfragen und Kritik bestehen: Haltet nicht hinter dem Berg. Wir haben ein offenes Ohr für alles.

In diesem Sinne: Klarmachen zum Ändern!

Euer Bundesvorstand

Die Jungen Piraten sind eine selbstständige, politisch orientierte Jugendorganisation und bieten jungen Menschen die Möglichkeit, sich selbst zu organisieren und sich ohne Mitgliedschaft in einer Partei politisch zu engagieren und weiterzubilden. Die Jungen Piraten streben Freiheit, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit in allen Bereichen der Gesellschaft an und lehnen jegliche Art totalitärer und diktatorischer Bestrebungen ab. Sie setzen sich für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein. Insbesondere versuchen die Jungen Piraten, neue Wege der Basisdemokratie zu entwickeln und zu leben.
Bei den Jungen Piraten werden Medienkompetenz und politische Methoden erlernt und freiheitlich-demokratische Werte vermittelt. Besonderen Wert legen die Jungen Piraten auf Meinungsfreiheit, Demokratie, Datenschutz, Fragen rund um das Urheberrecht, den freien Austausch von Wissen und Kultur, Gleichberechtigung und Gleichstellung aller Menschen sowie jugendliche Mitbestimmung. Ziel der Jungen Piraten ist es, junge Menschen auf geistigem und sittlichem Gebiet zu fördern, die Möglichkeit zu bieten, sich selbst zu organisieren und sich ohne Mitgliedschaft in einer Partei politisch zu engagieren und weiterzubilden. Die Jungen Piraten sehen die Organisation und Durchführung von Schulungs-, Bildungs-, Freizeit- und Informationsangebote im Sinne außerschulischer Jugendarbeit als ihre Hauptaufgabe. Erreicht werden diese Ziele insbesondere durch die Angebote außerschulischer Jugendarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe nach den Richtlinien des Bundesministerium fur Senioren, Familien, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
Dies ist nach dem LV Berlin bereits der zweite Landesverband der Jungen Piraten, zwei weitere befinden sich in der Vorbereitungsphase. Diese Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit dem hohen Grad der positiven Resonanz auf die Piratenpartei im Allgemeinen und die Jungen Piraten im Speziellen.
Die Piratenpartei Deutschland beschäftigt sich mit den entscheidenden Themen des 21. Jahrhunderts. Das Recht auf Privatsphäre, eine transparente Verwaltung, eine Modernisierung des Urheberrechtes, freie Kultur, freies Wissen und freie Kommunikation sind die grundlegenden Ziele der Piratenpartei.

Links:

- Webseite JuPis Niedersachsen: http://www.jupis-niedersachsen.de/
- Gründungsprotokoll: http://wiki.junge-piraten.de/wiki/Gruendungsprotokoll NDS
- Satzung: http://wiki.junge-piraten.de/wiki/Satzung NDS



DnC - Allgemein - 25. Oktober 2009 - 26 Kommentare

Aufstellung der Kosten der Bundesmitgliederversammlung

Einnahmen


Betrag Bezeichnung


3.353,32 € Einnahmen durch Spenden vor der BMV und auf der BMV
950,00 € Gesamteinnahmen durch Snacks und Getränke
3.074,00 € Darlehen der Piratenpartei
500,00 € Darlehen einer Einzelperson (Name bekannt)
120,00 € Darlehen Andreas Schieberle


4.303,32 € Gesamteinnahmen der BMV ohne Darlehen
7.997,32 € Gesamteinnahmen aus der BMV inklusive der Darlehen




374,72 € Geld in der Barkasse
626,00 € Geld bei den Main Kinzing Piraten für das Darlehen

Ausgaben






Betrag offen/bezahlt Bezeichnung Leistungen




331,25 € bezahlt sweetbusiness Snacks (Haribo, Schokorigel, Bifi usw.)
150,00 € bezahlt SCV-Frankfurt Gestattung Alkoholausschank
27,86 € bezahlt ID-ACC Armbänder (Alterskontrolle)
79,60 € bezahlt Vogel & Sauer GbR Becher und Rührstäbchen
149,94 € bezahlt Saarland Feuervers. Vereinshaftpflichtversicherung
10,00 € bezahlt Peter Held Barmaß
3.074,70 € bezahlt Proteus GmbH Beschallungstechnik für Bands
19,95 € bezahlt Shopartikel 24 Namensschilder
2.734,03 € bezahlt Cavendish Grundbesitz Saal
238,00 € bezahlt K1 Eventservice Kühlschrank, Kühltruhe, Rednerpult
242,76 € bezahlt gigahertz Equipment Netzwerktechnik Verleih
36,30 € bezahlt Copyshop Anja Scheel Ordner, Hüllen, Ausdrucke
38,35 € bezahlt METRO Tesa Klebeband, Kopierpapier, Eiswürfel
20,08 € bezahlt Schlecker Gala Kaffee, Kaffeesahne, Filter
200,00 € bezahlt Strahlemann Band
100,00 € bezahlt Pornophonique Band
180,00 € bezahlt Borrachos Band
469,47 € bezahlt IXI-Getränke Getränke
70,00 € bezahlt Security Security
257,19 € bezahlt Telekom Internetanschluss

8.429,48 € Gesamtausgaben mit letzter Proteusrate
7.671,26 € Gesamtausgaben ohne die letzte Proteusrate von 758,22 €

-4.126,16 € Durch die BMV verursachter Verlust
-383,50 € Betrag der bis zur letzten Proteusrate noch von uns erwirtschaftet werden muss
-3.451,50 € Betrag den wir derzeit effektiv noch als Schuldlast haben

So ist nun festzuhalten:

- Wir haben ein dickes, fettes Problem.

- Einige Leute haben dicke, fette Fehler begangen, ABER: Anfeindungen und Streit bringen nichts.

- Die einzige Möglichkeit, da wieder raus zu kommen, ist aktiv dagegen vorzugehen. Dabei müssen alle mithelfen! Das bedeutet: Mitglieder werben, Aktionen machen, um Spenden bitten! Anderes ist einfach nicht drin.

- Die Lösung des derzeitigen Problems kann nicht alleine beim Vorstand liegen. Wir tun bereits unser Bestes und werden das auch weiterhin machen, aber wir brauchen vor allem eins: Eure Hilfe! Diese muss gar nicht finanziell sein, aber wir brauchen viele aktive Mitglieder: Helft bei AGs, macht die JuPis bekannter, trefft euch auf Stammtischen. Nur so haben wir eine gute Chance, mit den Problemen fertig zu werden.

Folgende Anekdoten entstanden:

– Für die Internetversorgung wurde ein Vertrag über drei Monate abgeschlossen. Dieser kostete 399.75 Euro. Der Veranstaltungsort ist also auf die Kosten der Jungen Piraten immer noch mit Internet versorgt.

– Etwa zwei Tage vor der Bundesmitgliederversammlung wurde klar, dass ein Sicherheitsmann benötigt wird. Problem: Der Kostenpunkt für den durchaus netten Menschen betrug 481.95 Euro. Dafür dass er 48 Stunden vor Ort war, ging dies aber noch.

– Problematischer war die sachkundige Veranstaltungsaufsicht: 680.22 Euro dafür, dass dieser Mensch etwa 10 Minuten vor Ort war. Ein saftiger Stundenlohn.

(Anm.: Dies soll lediglich die Absurdität von verschiedenen Ausgaben deutlich machen, die Art und Weise der Formulierung heißt keineswegs, dass der Vorstand der Jungen Piraten die Angelegenheit nicht überaus ernst nimmt.)

Update:
Den aktuellsten Bericht gibt es als PDF zum Download

Einnahmen


Betrag Bezeichnung


3.353,32 € Einnahmen durch Spenden vor der BMV und auf der BMV
950,00 € Gesamteinnahmen durch Snacks und Getränke
3.074,00 € Darlehen der Piratenpartei
500,00 € Darlehen einer Einzelperson (Name bekannt)
120,00 € Darlehen Andreas Schieberle


4.303,32 € Gesamteinnahmen der BMV ohne Darlehen
7.997,32 € Gesamteinnahmen aus der BMV inklusive der Darlehen




374,72 € Geld in der Barkasse
626,00 € Geld bei den Main Kinzing Piraten für das Darlehen


















-4.126,16 € Durch die BMV verursachter Verlust
-383,50 € Betrag der bis zur letzten Proteusrate noch von uns erwirtschaftet werden muss
-3.451,50 € Betrag den wir derzeit effektiv noch als Schuldlast haben


DnC - Allgemein - 19. Oktober 2009 - 40 Kommentare

JuPis bitten um Spenden!

Liebe Freunde der Jungen Piraten,

der vergangene Kongress der Jungen Piraten in Frankfurt hat neben neuen Programmpunkten, einer neuen Satzung und einem neuen Vorstand leider auch einiges an Schulden hinterlassen. Bei der Größe der Veranstaltung, der Besucherzahl und der Verpflegung haben wir uns deutlich verkalkuliert, sodass die Kosten der Mitgliederversammlung unsere Einnahmen um etwa 3500 Euro überstiegen. Mit Hilfe eines Darlehens über 3074 Euro, das die Piratenpartei uns dankenswerterweise gewährt hat, und einem Refinanzierungsplan, der monatliche Raten von 256 Euro vorsieht, wollen wir möglichst bald wieder schwarze Zahlen schreiben.

Der hohe Schuldenberg stellt den neuen Vorstand vor große Schwierigkeiten, die Handlungsfähigkeit der Jungen Piraten zu erhalten. Als Jugendorganisation nahe der Piratenpartei wollen wir jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich auch ohne Parteimitgliedschaft politisch zu engagieren und weiterzubilden.

Das hervorragende Abschneiden der Piratenpartei bei den U18-Wahlen hat gezeigt, dass unsere Themen auch in der Altersgruppe, der eine Parteimitgliedschaft noch nicht möglich ist, großen Anklang finden. Wir wollen diesen Jugendlichen die Möglichkeit geben schon jetzt die Zukunft mitzugestalten. Durch Teilnahme an Events wie den Jugendmedientagen Mannheim vom 23.-25. Oktober oder der Northcon vom 18.-20. Dezember suchen wir direkt den Kontakt zu aktiven jungen Menschen, die die Piratenbewegung enorm bereichern können. Die Ausarbeitung von Programmpunkten auch über die Kernthemen der Piratenpartei hinaus [2] trägt zur politischen Diskussion und Vertretung junger Interessen in der Piratenpartei bei.

Unsere Arbeit wird durch die Schulden vom JuPis-Kongress natürlich deutlich erschwert. Deswegen bitten wir um Eure Hilfe! Der Kreisverband Main-Kinzig der Piratenpartei hat freundlicherweise ein Spendenkonto für uns zur Verfügung gestellt, da die Jungen Piraten noch nicht über ein Vereinskonto verfügen: Die Jungen Piraten haben jetzt auch ein eigenes Konto:

Kontoinhaber Junge Piraten
Konto-Nr. 6016506900
BLZ 43060967
Bank GLS Gemeinschaftsbank

Eine Spendenquittung kann leider nicht ausgestellt werden, wir noch kein eingetragener Verein sind. Alle Spenden fließen direkt in die Abbezahlung unseres Darlehens bei der Piratenpartei.

So können wir uns finanziell wieder neu aufstellen und unsere inhaltliche Arbeit vorantreiben – einschließlich der angestrebten Eintragung als gemeinnütziger Verein, die uns dauerhaft neue Möglichkeiten zur Gestaltung und Finanzierung unserer Arbeit eröffnen wird.

Wenn du Interesse hast, die Jungen Piraten dauerhaft zu unterstützen, gibt es zwei Möglichkeiten:

- Personen bis zum Alter von einschließlich 27 Jahren können ordentliches Mitglied der Jungen Piraten werden, diese haben volles Wahlrecht. Jahresbeitrag: 12 Euro

- Personen, die 28 Jahre oder älter sind, und juristische Personen, können Fördermitglieder werden. Sie haben kein Wahlrecht, möchten mit ihrer Mitgliedschaft die Jungen Piraten aber dennoch finanziell und ideell unterstützen. Jahresbeitrag: entspricht dem für ordentliche Mitglieder.

[2] Programmpunkte der Jungen Piraten

- Energie

- Bildung



DnC - Pressemitteilungen - 6. Oktober 2009 - 1 Kommentar

Ung Pirat Dänemark gegründet

Am Samstag, den 3.10.2009 wurde in Viborg die Ung Pirat Dänemark gegründet. Bei dem Treffen waren auch der Präsident der Ung Pirat Schweden, Stefan River, sowie der Vorsitzende der dänischen Piratenpartei, Ole Husgaard, anwesend.

Der 16-jährige Magnus Vestergaard aus Viborg wurde zum ersten Vorsitzenden der Ung Pirat Dänemark gewählt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender wurde der 20-jährige David Kofoed Wind aus Lyngby.

Ung Pirat Dänemark ist die weltweit fünfte Jugendorganisation einer Piratenpartei. Die Jungen Piraten begrüßen damit eine neue Organisation und freuen sich auf die Aktionen eines neuen Mitstreiters.

“Wir freuen uns außerordentlich über das Engagement in Dänemark und hoffen auf eine gute internationale Zusammenarbeit”, so Joshua Brück, Vorstandsvorsitzender der Jungen Piraten. “Wir sehen für die Zukunft große Möglichkeiten, gemeinsam mit den Ung Pirat Dänemark Projekte in Angriff nehmen zu können.”

Interessierte aus Dänemark und weltweit sind natürlich immer auf Veranstaltungen der Jungen Piraten in Deutschland eingeladen.

— english version —

The Junge Piraten congratulate the new Pirate Youth organisation from Denmark on their formation and look forward to future cooperation.

“We would like to congratulate Ung Pirat of Denmark on their formation, and welcome the Ung Pirat to participate in future collaborative projects with their German sister organization.” declares Joshua Brück,
the chairman of the German Junge Piraten. “We anxiously await the many exciting endeavors that may be accomplished through collaborative efforts made by the Junge Piraten of Germany and the Ung Pirat of Denmark.”

Interested members of the Ung Pirat are always welcome to attend any events presented by the Junge Piraten.


Ansprechpartner für die Jungen Piraten:
Joshua Brück, Vorstandsvorsitzender
eMail: joshua@ztoa.eu


Pressekontakt: presse@junge-piraten.de



DnC - Piratenpartei, Politik, Spitzenkandidatenserie - 20. September 2009 - 2 Kommentare

Spitzenkandidatenserie – Teil vier: Axel Mehldau

Da ist er: Teil vier! Axel Mehldau ist Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Brandenburg und außerdem Piratenkandidat. Der nun dritte Teil über Spitzenkandidaten über die “OPis” versucht, sich ihm per Interview zu nähern. So soll den Jungen Piraten und interessierten Menschen ein besserer Einblick in die Fülle von Kandidaten gegeben werden, die vom Bundestag träumen – ob zurecht, werden wir sehen. Denn nächsten Sonntag ist Bundestagswahl!

Bis zur Bundestagswahl werden wir so viele Antworten wie möglich für euch veröffentlichen.

Profilfoto von Axel Mehldau
Name: Axel Mehldau

Landesverband: Brandenburg

Profil: Hier

Wir glauben an die Selbstbestimmung, wie auch an die persönliche Freiheit, die uns jetzt nach und nach weg genommen wird. Wir wollen nicht noch mehr kontrolliert, manipuliert, kommandiert, angeschmiert, ausgetrickst, abgezockt, belogen und gesteuert werden.

Interview mit Axel Mehldau

Persönlich:

Wie heißt du, wie alt bist du und was machst du beruflich?

Mein Name ist Axel Mehldau.
Ich bin jetzt noch 49 Jahre jung.
Bin seit 1999 in einem Industrieverband als Systemadministrator beschäftigt.

Hast du Familie und Kinder?
Ja, ich habe Familie: bin verheiratet und habe 3 erwachsene Töchter.

Wie und wann hast du von den Piraten erfahren und warum bist du ihnen beigetreten?
Eigentlich hatte ich nach der Wiedervereinigung Deutschlands durch die Auswirkungen des  sogenannten Einigungsvertrages auf die Wirtschaft und die Bevölkerung in der ehemaligen DDR die Nase gestrichen voll. Liebäugelte mit einer Auswanderung aus Deutschland. Im März/April 2008. Las ich im Internet von den Zielen der Piraten, der Internationalität, das Programm sowie auch die Satzung. Hier fand ich mich wieder. Mein Kollege füllte schon stumm einen Mitgliedsantrag aus und hat ihn im Mai 2008 an die Piraten gefaxt. Nach etwa einer Woche, auch noch im Mai, war auch ich so weit.
Ich habe mir gesagt nur meckern kann nicht meine Zukunft sein. Einfach das Land verlassen, auch nicht.

Bist Du Mitglied in einer anderen Partei oder warst es?
Nein

Zur politischen Vergangenheit:
Bisher war ich, seit meiner Jugend, immer politisch und geschichtlich sehr interessiert. Habe jede Menge über die deutsche Geschichte gelesen. Engagiert aber, habe ich mich nicht. Erst seit der Veränderungen in Deutschland, meinem persönlichem Lebenslauf nach der Widervereinigung, dem immer deutlicher werdenden Veränderungen in der Politik seit der Regierung mit Bundeskanzler Helmut Kohl, habe ich gespürt, dass ich mich einmischen muss.

Warum hast du dich zur Bundestagswahl aufstellen lassen?
Hierzu kam ich wie die Jungfrau zum Kind. Bei unserer Landesverbandsgründung waren wir im Oktober 2008 genau 7 aktive Piraten. Jeder von uns bekam eine Funktion. Da ich der älteste war, meinten sie, ich solle doch den Vorsitz übernehmen. Da habe ich ja gesagt. Auf unserem 1. Parteitag wurden dann die Kandidaten nominiert. Hier waren wir zwar ein paar Piraten mehr, aber auch hier hatte man das Vertrauen in mich.
Wenn du ein Mandat bekommst, wie kannst du das mit deinem Beruf vereinbaren?
Genau das wird nicht gehen. Ich glaube dass das Einmischen in die jetzige Politik so viel Anstrengung und vor allem Zeit und Geduld benötigt, dass die gesamte Zeit dafür drauf gehen wird. Und das sind wir Piraten auch den Hoffnungen unserer Wähler schuldig.

Politisch

Welche Aufgaben übernimmst du für die Piratenbewegung, was sind deine Interessen und
Tätigkeiten dabei?

Ich sehe meine Aufgabe in der Koordinierung und Ideenfindung, gemeinsam mit dem gesamten Vorstand des Landesverbandes, zum Aufbau einer festen Struktur, der Organisation und Motivation der neuen Piraten. Kanalisieren der Aktivitäten. Ich bin das Gesicht nach außen. Ansprechpartner für die Presseanfragen. Interesse habe ich auch an den persönlichen Kontakten zu den Piraten.

Was würdest du als das Wichtigste ansehen, das du als Parlamentarier bewegen kannst?
Ich könnte für die Piraten und die Menschen die ihr Vertrauen in die Piraten gesetzt haben eine Stimme sein. Die Regierungskoalition mit Anfragen und Einsprüchen auf Mängel hinweisen, Diskussionen über Fehlentscheidungen entfachen, andere Parlamentarier versuchen zu überzeugen, dass solche Gesetze wie Hartz und Vorratsdatenspeicherung ein Fehler waren und diese korrigiert gehören.

Was würdest du als das Wichtigste ansehen, das du als Parlamentarier im Bereich
Grundrechte bewegen kannst?

Das Grundgesetz ist als Ergebnis des zweiten Weltkrieges und der unsäglichen Leiden für alle Völker und Menschen entstanden. Hier sollte nicht weiter modifiziert werden, um anschließend Gesetze zu verabschieden, die das Volk immer weiter von Freiheit und Gerechtigkeit, sowie von Lebensqualität abtrennen. Das möchte ich gern helfen zu verhindern.

Was würdest du als das Wichtigste ansehen, das du als Parlamentarier im Bereich
Jugendpolitik bewegen kannst?

Hier liegt leider schon viel im Argen. Ein Arbeitsfeld so weit das Auge reicht. Die Kinder und Jugendlichen haben in diesem Lande wohl kaum eine Lobby. Immer wieder wird festgestellt, dass Kindern aus Geldmangel das Pausenbrot nicht mitgegeben werden kann. 2.500.000 Kinder leben in Armut. Die Unterschiede im Ausbildungsniveau. Die Angebote zur Freizeitgestaltung, die derartig viel Geld kosten, dass eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für die meisten unmöglich ist. Wir müssen uns dafür Einsetzen, dass die Gelder der Bürger aus Steuern weniger für Subventionen und Verschwendung eingesetzt werden. Hier sehe ich jede
Menge Potenzial. Z.B. für kostenlose Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, wie kostenlose Mitgliedschaften in Sportvereinen, Tanzschulen, außerschulischen Musik- und Kunstunterricht, kostenlosem Schulessen, Kostenbefreiung für Klassenfahrten, einer Bildungspolitik, die auch echte Chancengleichheit für alle Kinder bietet, egal aus welcher sozialen Schicht sie stammen. Ich bin für eine Elitenbildung, doch nur wegen des Könnens und nicht wegen der Geburt!

Wenn du als Pirat Teil einer Regierungskoalition werden könntest, mit wem würdest du am
liebsten koalieren?

Das wird immer eine Teamentscheidung sein. Meine persönliche Sicht der Dinge wird nicht allein maßgebend sein, ich würde mich aber schon mit einbringen. Koalitionsverträge sind meist Kompromisse. Jeder der Verhandlungsparteien wird Zugeständnisse machen müssen. Immer bis zu einem gewissen Grad ist so etwas möglich. Parallelen zu unseren Zielen und Ideen sehe ich bei einigen Parteien. Einige unserer Ideen und Ziele wurden auch schon von anderen Parteien kopiert und modifiziert. z.B. bei den Grünen und der FDP. Auch bei den Linken ist das in Brandenburg schon in einem Kreis geschehen. Die Kulturflatrate wird diskutiert, Bürgergeld wird diskutiert, die Einschränkungen der persönlichen Freiheiten, die Zensur im Internet und viele andere Dinge sind schon Parteiübergreifend im Gespräch. Ich glaube das mit der Koalition wird erst noch interessant. Wie weit können sich die Parteien aufeinander zu bewegen. Auch wir Piraten werden eine Menge bewegen können, wenn wir einig sind und offen auch für neue Ideen, bereit dazu zu lernen. Bei der CDU/CSU und den rechten Parteien, kann ich mir im Moment keine Koalition vorstellen. Wobei die SPD im Moment für mich auch nicht koalitionsfähig wäre.

Was sagst Du zu der Ansicht, die Piratenpartei hätte sich nicht deutlich genug vom Rechtsextremismus distanziert?
Wer vertritt denn so eine absurde Meinung? Die Piraten sind vielleicht ein buntes Völkchen, aber sie sind freiheitlich demokratisch, und keineswegs irgendwo rechtsextrem und national gleich gar nicht. Sie gibt es international. In einer Anzahl Länder schon gegründet. Sie setzen sich in ihren Diskussionen für die Bürgerrechte ein, für die persönliche Freiheit und den Schutz der Privatsphäre. Sie kämpfen für freies Wissen, für alle die im Internet gegen die drohende Zensur sind. Also ich kann keinen Extremismus in irgendeine Richtung erkennen.
Weder nach Rechts noch nach Links.

Was sagst du zu der Ansicht, die Piratenpartei würde sich nicht ausreichend gegen illegales Filesharing, welches die Künstler schädigt, aussprechen?

Die Piratenpartei Deutschland verfolgt das Ziel, künstliche Monopole abzubauen. Diese entstehen nur deshalb, weil z.B. die Künstler und Kulturschaffenden über die Verlage, Labels und Verwertungsgesellschaften mit Verträgen um einen großen Teil ihrer Vergütung gebracht werden. Das Filesharing im Internet ist nur eine neue Form von Tausch. Man besucht sich nicht mehr, wie früher einmal, zum Platten hören, trifft sich nicht mehr bei Tauschbörsen. Meine Meinung ist, dass Tauschen ein Jahrhundert altes Menschenrecht ist. Das gehört nicht abgeschafft, sondern als normal angesehen und geduldet. Das Tauschen bringt auch nicht die Kulturschaffenden um die ihnen zustehenden Honorare. Die Lösung ist nach wie vor umstritten. Heute schon werden alle möglichen Abgaben auf Kopierer etwa und CD-Player, Rohlinge, Recorder und so weiter erhoben. Die GEMA, als Verwertungsgesellschaft erhebt
Gebühren und verteilt diese. Strittig ist, ob diese Modelle noch zeitgemäß sind. Ideen, wie die Kulturflatrate, werden parteienübergreifend diskutiert. Endgültige Lösungen müssten gemeinsam mit den Kreativen erarbeitet werden.

Siehst du die Piratenpartei als Partei der Nerds und Computerfreaks? Wenn ja, siehst du das
als hilfreich an, wenn nein, wie möchtest du gegensteuern?

Ja und nein. Ja, als solche ist sie entstanden. Gegründet auf Grund der Ignoranz von Politik und Industrie. Nein, weil wir nicht mehr nur Computerfreaks sind. Seit einigen Wochen kommen immer mehr Piraten dazu. Aus allen Bereichen der gesellschaftlichen Struktur. Wissenschaftler, Ärzte und Angestellte, Arbeitslose und Arbeiter. Auch viele ohne Affinität zum Computer. Einfach weil unsere Positionen richtig sind. Weil wir basisdemokratisch sind und eine Streitkultur an den Tag legen, die ihres gleichen in der etablierten politischen Umgebung sucht. Weil bei uns jede Meinung gehört wird. Jeder kann sich einmischen, die Transparenz unserer Partei lässt dieses ja auch zu.


Sollte sich die Piratenpartei auch in der Lokalpolitik und auf Länderebene mit eigenen Programmpunkten aufstellen?

Hier bin ich dafür. Gerade in den einzelnen Ländern gibt es Probleme, die im Bund nicht gehört werden. Probleme die die Menschen vor Ort bewegen. Ich sage nur Atommüllendlager, oder unterirdische CO2 Verklappung. Flughafenerweiterungen, Schifffahrtswege, Binnenhäfen, Infrastrukturen und Dinge die als Ländersache betrachtet werden. Hierzu müssen Landesverbände eine Meinung haben und auf Länderebene Alternativen aufzeigen, die die Bürger dazu bewegen, Piraten zu wählen.

Über die Jungen Piraten

Kennst Du die jungen Piraten, schon? Wenn ja woher?
Ja, leider bisher nur von der Webseite!
Bist du selbst ein junger Pirat?
Nein, ich glaube dem Alter schon entwachsen zu sein.

Was denkst du zu den Jungen Piraten?
Alles was ich bisher auf Eurer Seite lesen konnte, gibt mir die Hoffnung, dass wir für die Piratenpartei und ihre hohen Ziele, Enthusiasten finden, die sich einbringen und einmischen. Die mit freiheitlicher Selbstsicherheit das bestehende und künftige Konzept für eine neue zuschaffende menschlichere Welt eintreten. Uns „Alte“ ersetzen und noch besser in das Rad der sich derzeit verändernden Realität eingreifen. Wir starten das Ganze und ihr werdet es gut fortsetzen, denn auch eure Stimme wird gehört.

Hoffnungen und Wünsche an die Jungen Piraten:
Zeigt Euch, werbt weiter, organisiert öffentliche Aktionen. Die Menschen in unserem Lande haben nicht alle Internet und Onlineverständnis. Erhebt Eure Stimme immer wieder, wenn etwas ungerecht ist. Wenn vor allem in den Schulen und Universitäten, insgesamt im Bildungswesen, etwas unangenehm aufstößt. Wehrt Euch, wenn Ihr angegriffen werdet, streitet Euch in geschlossenen Räumen, bis Ihr Konsens, eine gemeinsame Sprache gefunden habt. Verzeiht Fehler der Anderen, sie werden daraus lernen, und sucht Gleichgesinnte auf allen Themengebieten auch aus anderen Vereinen und arbeitet mit ihnen zusammen. So werdet Ihr größer und stärker und helft damit auch der Piratenpartei!

Euer Axel Mehldau

Vorstand des Landesverbandes Brandenburg

Der Piratenpartei Deutschland

Die Jungen Piraten bedanken sich für die Antworten und wünschen viel Erfolg im Wahlkampf!

Ein herzliches: ARRRRRR!



DnC - Internetkultur, Jugendschutz, Killerspiele, Politik - 19. August 2009 - 5 Kommentare

Pirate Gaming geht an den Start!

Pirate Gaming Logo

Pünktlich zur ersten gamescom in Köln startet Pirate Gaming als Community für alle politikinteressierten Gamer. Ab sofort versorgt euch die Website mit News von Großevents wie der gamescom, dem Neuesten aus der Spielebranche und der Politik – speziell alle Themen, die für Jugendliche und Gamer interessant sind.

Auch soll das Image der Gamer-Szene in der Öffentlichkeit gerade gerückt und eine umfassende Informationsquelle für interessierte Eltern und die Presse geboten werden. Neben unserem Informationsangebot könnt ihr auch Teil der Gamer-Community werden und Pirate Gaming mitgestalten!

Ihr wollt mehr über Pirate Gaming wissen? Hier findet ihr alle wichtigen Basis-Infos!

(XPost von hier). Pirate Gaming ist ein Projekt der Jungen Piraten.



Carmelito - Gründung - 26. Juli 2009 - 16 Kommentare

Landesverband Berlin gegründet!

Heute wurde im Mauerpark in Berlin der erste Landesverband der Jungen Piraten gegründet. Die Jungen Piraten sind die Jugendorganisation der Piratenpartei Deutschland und wollen jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich politisch zu betätigen. Als Vorsitzende wurde die 25 jährige Lena Simon gewählt, als Stellvertreter Christian Müller. Schatzmeister wurde Cornelius Engelmann-Strauß. Als Beisitzer wurden Sven Wehrend und Yannick Eckl gewählt. Die erste Gründungs eines Landesverbandes der JuPis ebnet den Weg für weitere Organisationsstrukturen.

“Der Altersdurchschnitt der Piratenpartei liegt zwar ohnehin deutlich unter dem der Altparteien”, sagt Lena Simon, die neue Landesvorsitzende der Berliner JuPis. “Dennoch ist eine eigene Jugendorganisation wichtig für uns, um für junge Leute attraktiv zu sein und ihre Themen aktiv zu vertreten.”

“In Schweden sind die jungen Piraten bereits die größte Jugendorganisation aller Parteien”, ergänzt der JuPi-Bundesvorsitzende Carmelito Bauer. “Bei dem Tempo, mit dem wir zu Zeit wachsen, könnte das in Deutschland auch bald der Fall sein.”

Die Piratenpartei hat ihre Mitgliederzahl seit Juni 2009 auf rund 5000 vervierfacht. Bei der EU-Wahl hat sie in Schweden 7,1% der Stimmen bekommen. Sie ist mit je einem Abgeordneten im EU-Parlament und im Bundestag vertreten und hat das Ziel, die 5%-Hürde zu überspringen und in voller Fraktionsstärke in den Bundestag einzuziehen. Sie beschäftigt sich mit den Kernthemen des 21. Jahrhunderts und tritt für mehr Bürgerrechte, mehr Freiheit und mehr Demokratie ein.

PM vom Landesverband Berlin



DnC - Internetkultur, Jugendschutz, Killerspiele, Politik, Pressemitteilungen - 5. Juni 2009 - 4 Kommentare

Innenminister gegen Killerspiele – JuPis gegen Spielekiller

Wie die Welt berichtete, hat sich die Innenministerkonferenz (IMK) in Bremerhaven heute, Freitag den 5.6.09, für ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von sogenannten “Killerspielen” ausgesprochen.

„Für Spiele, bei denen ein wesentlicher Bestandteil der Spielhandlung die virtuelle Ausübung von wirklichkeitsnah dargestellten Tötungshandlungen oder anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen ist, [ist] ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot so schnell wie möglich umzusetzen.“ heißt es in der Beschlussvorlage der IMK, die WELT ONLINE vorliege, so der Autor. Die Beschlüsse sind bisher (Stand 15:10) nicht einsehbar.

Der Vorschlag für ein Verbot ist in Zusammenhang mit dem Amoklauf von Winnenden Anfang März zu sehen, bei dem ein jugendlicher Täter in einer Schule und auf der Flucht 15 Menschen und nachdem er von der Polizei gestellt wurde, sich selbst erschossen hatte.

Übereinstimmend berichtet auch FOCUS.

Die Jungen Piraten sehen diese Entwicklung mit Sorge. Wie auch bei Internetsperren wird versucht, durch Verbote gesellschaftlichen Tendenzen entgegenzuwirken, die so nicht umkehrbar sind. Abgesehen davon, dass vermehrtes Spielen von “Killerspielen” die Agressionsbereitschaft und die Hemmschwelle nur bei dafür prädestinierten, also psychisch labilen Individuen beeinflusst, kann so einem generellen Werteverfall in der Gesellschaft nicht entgegengewirkt werden.

Steigende Ausländerfeindlichkeit, generelle Jugendkriminalität, mangelhafte Integration, Defizite an Menschenrechten in Deutschland (Verweis: Tagesspiegel) können so nicht bekämpft werden.

Daneben bietet das Jugendschutzgesetz bereits heute ausreichende Möglichkeiten: Spiele, die ausgesprochen grausame, realistische und reißerische Gewalt beinhalten, unterliegen seit einer Überarbeitung des Gesetzes seit Juli 2008 Werbe-, Abgabe- und Vertriebsverbot. Vor der Überarbeitung betraf dies nur kriegs- und gewaltverherrlichende Spiele. Spiele, “in denen Gewalthandlungen wie Mord- und Metzelszenen selbstzweckhaft und detailliert dargestellt werden oder Selbstjustiz als einzig bewährtes Mittel zur Durchsetzung der vermeintlichen Gerechtigkeit nahe gelegt wird”, landen bereits jetzt auf dem Index.

In diesem Sinne ist ein noch weiter gehendes Verbot nur als Armutszeugnis und als Eingeständnis der Nutzlosigkeit von Verboten zu sehen.

Vor allem als Reaktion auf Amokläufe an Schulen wird sich ein Produktionsverbot für die sogenannten “Killerspiele” als wirkungslos erweisen:

Nur intensive Jugendarbeit und ein vorsichtiger gesamtgesellschaftlicher Umgang mit Waffen und Gewalt kann Erfolge bei der Vermeidung von Gewalttaten bringen. Wie auch im Fall der Kinderpornographie müssten Polizeibehörden mit ausreichenden Mitteln ausgestattet werden, um nicht nur Verbrechensbekämpfung, sondern auch -prävention Arbeit zu leisten. Weiterhin müssen Jugendclubs wiedereröffnet werden, alternative Freizeitmöglichkeiten erhalten und geschaffen werden. Was nötig ist, ist kein Verbot, sondern ein Überdenken der Gesellschaft. Investition in Prävention, in bessere Bildungssysteme mit neuen Strukturen, die Schüler einbinden anstatt durchzuschleusen, in Sozialarbeit anstatt in Verbote wären nötig, aber auch kostenintensiver.

Sollte hingegen ein derartiges Gesetz wirklich verabschiedet werden, werden sich Spielehersteller wie z.B. Crytek möglicherweise völlig aus Deutschland zurückziehen. Nicht nur, dass damit wichtige Teile einer modernen Kultur völlig verschwinden würden, würden auch Arbeitsplätze verloren gehen.

Daneben wird ein Verbot für Menschen, die sich weiterhin “Killerspiele” kaufen möchten, kein großes Problem darstellen. Sei es, indem sie aus anderen Ländern direkt gekauft, indem sie über das Internet in Online-Shops wie Amazon oder eBay legal bestellt, oder indem sie von Filesharingseiten oder Tauschbörsen illegal heruntergeladen werden.

Hier entstehen bereits die weiteren Gefahren: Wenn ein (wenn auch möglicherweise zweifelhaftes) Freizeitvergnügen kriminalisiert wird, erzeugt dies eine Spirale, die über den Bruch des Verbots zu weiteren Verbotsmaßnahmen führt. Mit der Legitimation des Verbots der “Killerspiele” ist es nicht undenkbar, dass in absehbarer Zeit die Websites von Spieleherstellern (die beispielsweise englischsprachige Demo-Versionen anbieten), Tauschbörsen und viele weitere auf einer erweiterten Zensurliste platziert werden.

Dadurch, dass die Verbreitung verboten wird, würde das Gesetz insofern keine Wirkung erlangen, dass die Verbreitung über andere Quellen als dem legalen Handel weiterhin stattfinden würde. Die Effekte auf den Jugendschutz würden auch durch Verbotsmaßnahmen ausbleiben, was Anlass für weitere Verbote wäre. Auch das jetzige Verbot folgt nur dem Verschärfen der Kriterien für eine Indizierung von Spielen im Juli 2008. Dies hatte, wie die meisten anderen Maßnahmen, so gut wie keine Wirkung, da das zwar strenge Jugendschutzgesetz selten im vollen Maße umgesetzt wird. Dies zeigt sich unter anderem dadurch, dass Minderjährige weiterhin in der Lage sind für sie ungeeignete Spiele oder Filme zu kaufen und zu spielen bzw. zu sehen.

Daher beziehen die jungen Piraten klar Position gegen das geplante Verbot der sogenannten “Killerspiele” und fordern stattdessen die Förderung von Medienkompetenz in der gesamten Gesellschaft.

Wir Jungen Piraten sind Teil der internationalen Piratenbewegung, insbesondere als Jugendorganisation der deutschen Piratenpartei, die 2009 an Europawahl, Bundestagswahl und Landtagswahlen teilnehmen wird. Wir verstehen uns als basisdemokratische Bewegung, die besonders moderne und aktuell brisante Inhalte wie Datenschutz und Privatsphäre, Filesharing, Urheberrechte und Jugendschutz thematisiert, allerdings aber auch die verstärkte Gleichstellung von Menschen, unabhängig von Geschlecht, Beschäftigung, sozialer Schicht oder sexueller Orientierung fordert und neue gesamtstaatliche Konzepte, beispielsweise für mehr Bürgerbeteiligung, einbringen möchte.

Für eine erfolgreiche Arbeit brauchen wir aber vor allem eines: engagierte Mitglieder und Unterstützer! Wer Lust und Zeit hat, kann auf der Website (http://www.junge-piraten.de) im IRC-Channel (#JuPis auf freenode), in der Mailingliste (https://service.piratenpartei.de/mailman/listinfo/jugend) oder im Wiki (http://wiki.junge-piraten.de) genauere Informationen einholen. Die Mitarbeit steht jedem Menschen offen, auch wer sich noch nicht sicher ist, ob eine Mitgliedschaft gewünscht ist, ist willkommen.

Der Pressesprecher der Jungen Piraten

Kontakt: presse@junge-piraten.de



Nächste Seite »