Zukunftsdiskussion: Wie stehen wir zu Überwachung der Körper– und Organfunktionen?
Die Frage könnte in wenigen Jahren wesentlich werden: Die Miniaturisierung der Computertechnologie wird in absehbarer Zeit einen Punkt erreichen, an dem der Begriff Nanotechnologie zum Tragen kommen wird. Die dadurch entstehenden Möglichkeiten sollten uns bereits heute bewusst sein.
Vorstellbar wäre natürlich die rein medizinische Erhebung von relevanten Daten bei Risikopatienten. Die Daten würden innerhalb des Körpers ermittelt, an einen außen am Körper befindlichen Apparat gemeldet, der wenn nötig eine Verbindung zur zuständigen Gesundheitsinstitution aufbaut. Insbesondere für Rentner und für die Früherkennung von Schlaganfällen oder Herzinfarkten könnten sich ungeahnte Möglichkeiten auftun.
Andererseits wäre es problemlos möglich, über Verdächtige unbemerkt Informationen zu sammeln. Einmal eingepflanzte Roboter könnten abhängig von der körperlichen Aktivität entweder Informationen senden oder sogar den Körper auf Befehl oder präventiv ausschalten. Weniger wichtig als die Betrachtung vom Punkt Datenschutz aus wäre hier die Betrachtung von Seiten der Menschenwürde.
Ebenfalls denkbar wäre aber eine Krankenkasse, die ein präventives Überwachungssystem installiert und dafür finanzielle Vorteile bietet. Der Kunde wird zu seiner eigenen Sicherheit überwacht, der Arzt kann bei Problemen bereits frühzeitig einspringen – allerdings könnten auch Profile für den Alkoholkonsum, für die körperlichen Aktivitäten erstellt werden, Stressfaktoren aufgezeichnet werden. Menschen mit negativen Profilen könnten problemlos ausgesondert werden, indem nach der Laufzeit die Verträge nicht verlängert werden. Ein definitiv beängstigendes Szenario.


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